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Die RFID-Streithähne Symbol und Intermec einigen sich

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der zwischen Symbol Technologies und Intermec Technologies entbrannte Streit um Fragen des geistigen Eigentum ist offenbar beigelegt. Nun wollen die beiden Hersteller von Schreib- und Lesegeräten für die Funkfrequenz-Identifikation (Radio Frequency Identification, kurz RFID) gegenseitig ihre patentierte Technik lizenzieren.

Intermec hatte im vergangenen Jahr die inzwischen von Symbol übernommene Matrics Corp. wegen angeblicher Patentverletzung vor den Kadi gezerrt. Im März dieses Jahres verklagte der neue Matrics-Eigner seinerseits Intermec - ebenfalls wegen der widerrechtlichen Nutzung patentierter Technologie - und kündigte ein Abkommen auf, demzufolge er den Kontrahenten mit Laser-Scannern beliefern sollte. Daraufhin brach Intermec erneut einen Patentrechtsstreit vom Zaun. Auf dem Höhepunkt der Streitigkeiten warf Symbol dem Konkurrenten vor, er betreibe eine erpresserische Lizenzpolitik und behindere damit womöglich einen breiten Einsatz der RFID-Technik.

Offenbar sind die beiden Streithähne jetzt kompromissbereit. Wie sie übereinstimmend verkündeten, wird sich Symbol dem Lizenzprogramm "Rapid Start" von Intermec anschließen, das auch eine Überkreuzlizenzierung vorsieht. Demnach erhält Symbol Zugang zur gesamten Intermec-Technologie, also zu Funketiketten sowie standortgebundenen und mobilen Lesegeräten. Im Gegenzug kann Intermec das geistige Eigentum von Symbol nutzen. Von dieser Vereinbarung ausgenommen sind lediglich bestimmte Sektoren des Transportmarkts.

Intermec will die Klage gegen Matrics vor dem US-Bezirksgericht in Wilmington, Delaware, genauso zurückziehen wie eine Beschwerde bei der International Trade Commission. Und Symbol erklärte seine Bereitschaft, Scanner-Geräte an Intermec zu verkaufen; allerdings sei bislang keine Bestellung eingegangen. Alle weiteren Rechtsstreitigkeiten sollen für zunächst 90 Tage ruhen, damit die beiden Unternehmen ihre verbliebenen Diskrepanzen in Ruhe aufarbeiten können. "Wir ziehen es vor, zu verhandeln als uns vor Gericht zu streiten", sagte Sal Ianuzzi, Interims-President und Chief Executive Officer bei Symbol. (qua)

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