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Yahoo präsentiert Werbebanner abhängig vom Suchverhalten

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Banner, die Besucher des Yahoo-Portals zu Gesicht bekommen, sind möglicherweise das Resultat von Suchanfragen, die sie zwei Tage zuvor an Yahoos Suchmaschine gestellt haben.

Yahoo sammelt Daten über Search Queries und nutzt sie für gezielte Werbung. Suchbegriffe werden hierzu gesammelt und kategorisiert. Wer beispielsweise nach Kreditkarten stöbert, interessiert sich wahrscheinlich auch für Finanzdienste.

Grundlage dafür ist "Yahoo Impulse". Mit der Technik wird das Nutzerverhalten mittels Cookies protokolliert. Für 48 Stunden nutzt Yahoo diese Daten, um auf die Suchanfragen zugeschnittene Banner zu präsentieren.

Die Anwender werden nicht gefragt, ob sie damit einverstanden sind. Laut eines Unternehmenssprechers werde die zielgruppengerechte Werbung dieser Art in den Privacy Policies erwähnt. Dort steht, Yahoo sammelt Daten vom Browser der Surfer wie IP-Adresse, Cookie-Daten und abgerufene Web-Seiten. Diese Informationen werden für zielgerichtete Werbung, Marktforschung, Verbesserung des Service sowie anonyme Berichte für interne und externe Kunden genutzt.

Die Internet-Firma betreibt Impulse bereits seit vier Jahren, hatte Suchergebnisse bis dato jedoch nur eine Stunde lang für diese Werbezwecke genutzt.

Die Werbeform geht über die bislang gängige Vermarktung von Suchmaschinen hinaus. Üblich sind Text-Anzeigen auf der Suchmaschinenseite sowie Links von Sponsoren oberhalb der eigentlichen Ergebnisliste. Bei Yahoos Ansatz wirkt sich das über Suchmaschinenanfragen ermittelte Interesse auf die Banner aller Web-Seiten des Portals aus, die der Suchmaschinenanwender abruft.

Gestern hatte Yahoo angekündigt, eine Übersetzungsfunktion in der Suchmaschine anzubieten, die dem Nutzer zusätzlich zusätzliche Treffer in anderen Sprachen anzeigt (siehe "Yahoo ergänzt Suchmaschine durch Übersetzungshilfe"). (fn)

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