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Symantec kauft Veritas: Finanzexperten warnen Aktionäre vor Zustimmung

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Akquisition von Veritas durch Symantec steht weiter im Kreuzfeuer der Kritik von Seiten der Finanzanalysten (computerwoche.de berichtete). So riet zuletzt Todd Fernadez, Analyst von Glass Lewis & Co, den Symantec-Aktionären, die Transaktion abzulehnen. Er bezweifelte laut einer offiziellen Mitteilung, dass der Zusammenschluss eines Antiviren-Spezialisten und eines Anbieters von Storage-Software sinnvoll sei. Sollten Aktienkäufer an beiden Märkten Interesse zeigen, könnten sie die Papiere beider Firmen separat erwerben. "Wir sind nicht davon überzeugt, dass die Akquisition irgendwelche Vorteile bringt."

Wie anderer Analysten zuvor, mutmaßt auch Fernandez, dass Symantec mit der Veritas-Übernahme die Abhängigkeit vom Antiviren-Geschäft mindern und neue Geschäftsfelder im Unternehmensumfeld adressieren wolle. Hier müsse der Newcomer jedoch gegen Branchenriesen wie IBM und Computer Associates (CA) antreten, warnt der Analyst. Die starke Consumer-Nachfrage nach Sicherheitssoftware habe in den vergangenen Jahren das Symantec-Geschäft getrieben. Allerdings drohe dem Security-Spezialisten künftig mehr Konkurrenz, beispielsweise aus dem Hause Microsoft. Das dürfte Fernandez zufolge einer der Gründe für den Kauf von Veritas gewesen sein.

Allerdings sei es dem Management bislang nicht gelungen, die Vorteile der Akquisition herauszustreichen, moniert der Analyst. Zwar sprächen die Manager von der Konvergenz der Sicherheits- und Speicherprodukte. Konkrete Pläne, wie das gemeinsame Portfolio integriert werden könnte, fehlten aber bislang. Auch sei nicht einsichtig, warum die Übernahme eines Unternehmens, das langsamer wachse als die Geschäfte des Käufers, das Gesamtwachstum der kombinierten Firma beflügeln sollte.

Symantec-CEO John Thompson will sich durch die Analysten-Schelte nicht von seinem Kurs abbringen lassen. Die Strategie seines Unternehmens werde nicht an der Wallstreet bestimmt. Zum wiederholten Mal betonte er die Synergien beider Unternehmen. Die Chance für die Zukunft liege in der Kombination von Sicherheit und Verfügbarkeit von Informationen. Wem es letztendlich gelingt, die Aktionäre von seinem Standpunkt zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Das Symantec-Management gibt sich jedoch zuversichtlich, dass der Deal von den Anteilseignern abgesegnet wird. Ob dem so ist, wird sich am 24. Juni dieses Jahres zeigen - dann wird abgestimmt. (ba)

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