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Kosten für RFID-Chips bald vernachlässigbar?

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sollte stimmen, was die Firma Inksure Technologies Inc. aus Fort Lauderdale, Florida, jetzt angekündigt hat, dann könnte die Warenerkennungs- und Identifizierungstechnik RFID vor einem Dammbruch stehen: Dem Unternehmen wurden jetzt zwei US-Patente zuerkannt für die Art und Weise, mit der RFID-Chips vergleichsweise extrem preiswert entwickelt werden können.

Inksure nennt seine Entwicklung "chipless tags". Als Tags werden Chips bezeichnet, auf denen Wareninformationen gespeichert sind, die wiederum von RFID-Lesegeräten erfasst werden können. Elie Housman, Chief Executive Officer von Inksure, sagte: "... bei bisherigen RFID-Applikationen muss man relativ teure Chips in die Tags implantieren. Item-Level-Tagging ist so für die meisten Produkte nicht anwendbar."

Item-Level-Tagging bedeutet, dass auf jedem einzelnen Produkt ein Tag angebracht ist. Housman rekurriert mit ihrer Bemerkung auf das in der Branche immer wieder zitierte Beispiel der Joghurt-Becher. Für deren Hersteller ist eine Verfolgung solch eines Kleinproduktes über die gesamte Wertschöpfungskette via Radio Frequency Identification schlichtweg viel zu teuer, so lange ein Tag noch 25 bis 50 Euro-Cent kostet.

Genau dieses Kostenproblem verspricht Inksure mit ihrer Entwicklung zu lösen. Allerdings gibt es ein Fragezeichen hinter der Ankündigung der vielversprechenden RFID-Technik: Vergangenen Monat musste das Unternehmen für das letzte abgeschlossene Quartal einen Verlust von 454.000 Dollar verbuchen. Der Umsatz in diesem Vierteljahr betrug dabei mit 494.000 Dollar nur geringfügig mehr als die aufgelaufenen roten Zahlen. Ob Inksure also tatsächlich eine "revolutionäre" Herstellungstechnik für RFID-Tags entwickelt hat oder ob mit dieser Ankündigung nicht lediglich Interesse für die Firma geweckt werden soll bei Anlegern, werden die Leute aus Fort Lauderdale erst noch beweisen müssen. (jm)

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