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SdK klagt gegen Wiedereingliederung von T-Online

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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat beim Landgericht Darmstadt Klage gegen die Verschmelzung von T-Online auf die Deutsche Telekom eingereicht. Die Verschmelzung mit dem Mutterkonzern sei nach ihrer Auffassung Teil eines "verwerflichen Szenarios und Aktionsplanes zur vorsätzlichen Schädigung der Minderheitsaktionäre", erklärten die Aktionärsschützer.

So seien die beim Börsengang (mit einem Emissionspreis von 27 Euro je Aktie) von den außenstehenden Aktionären eingeworbenen Mittel von rund drei Milliarden Euro keineswegs, wie angekündigt, für den Ausbau des Geschäftes von T-Online verwendet worden. Sie wurden vielmehr der Muttergesellschaft als Darlehen zur Verfügung gestellt. Indem die Deutsche Telekom den freien T-Online-Aktionären die Aktien dann zu einem weit geringeren Wert wieder abnahm, verleibte sie sich unter Einsatz von nur einem Bruchteil des Betrages diesen Platzierungserlös zum eigenen Vorteil ein.

Außerdem habe die Telekom beim Börsengang zwar auf diverse geschäftliche Risiken bei T-Online hingewiesen worden; das Risiko einer (Wieder)Verschmelzung sei jedoch nicht einmal angedeutet worden. Dies aber hätte dem Kapitalmarkt kommuniziert werden müssen, erklärte die SdK. Zudem verfüge der Internet-Provider nach Überwindung gewisser Anfangsschwierigkeiten über besonders aussichtsreiche Perspektiven. Daher soll T-Online bekanntlich auch nach der Verschmelzung weiterhin als organisatorische Einheit und von denselben Personen wie zuvor geführt werden.

Die vorsätzliche Schädigungsabsicht seitens der Deutschen Telekom sieht die SdK auch darin, dass bereits bei Ankündigung des Kaufangebots an die T-Online-Aktionäre die Drohung ausgesprochen wurde, bei Nichtannahme des Angebots würden die Aktionäre mit weniger zu rechnen haben als mit 8,99 Euro.

Insgesamt handele es sich bei dem Vorgehen der Deutschen Telekom um einen massiven Verstoß gegen die Treuepflicht eines Großaktionärs, erklärte die SdK.

Die Telekom will ihre Tochter bis Ende des dritten Quartals übernehmen und auf ihre Festnetztochter T-Com verschmelzen. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke sieht den Zusammenschluss als wesentlichen Teil der neuen Strategie an, den Konzern auf die Geschäftsfelder Festnetz/Breitband, Mobilfunk und Geschäftskunden zu fokussieren. (mb)

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