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IDF: Intel will mit neuer Fertigung seinen Technologie-Vorsprung sichern

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Intel will mit einem großen Technologie-Vorsprung bei der Produktion immer kleinerer Prozessoren seine führende Marktstellung festigen. 2009 will der Konzern bereits die Massenproduktion im 32-nm-Prozess starten.

Intel-Chef Paul Otellini zeigte am Dienstag beim Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco den weltweit ersten Prozessor mit einer Strukturbreite von nur noch 32 Nanometern. Auf dem Chip haben die Entwickler 1,9 Milliarden Transistoren untergebracht. Bereits im Jahr 2009 will der weltgrößte Halbleiterhersteller mit der Massenproduktion der Chips beginnen.

Stolz präsentiert Intel-Chef Paul Otellini beim IDF einen "Penryn"-Wafer.
Stolz präsentiert Intel-Chef Paul Otellini beim IDF einen "Penryn"-Wafer.
Stolz präsentiert Intel-Chef Paul Otellini beim IDF einen "Penryn"-Wafer.
Foto: Intel

Noch in diesem Jahr werde Intel die Produktion im 45-Nanometer-Herstellungsverfahren starten, kündigte Otellini an. Die ersten Prozessoren aus der neuen "Penryn"-Familie sollen sowohl für Server und mobile Rechner als auch für Desktop-PCs ab dem 12. November verfügbar sein. Von der neuen Chip-Familie, die derzeit auf eine Taktfrequenz von drei Gigahertz kommt, erwarte Intel "20 Prozent mehr Leistung bei einer höheren Energieeffizienz".

"Mit unserem wegweisenden 45-nm-Fertigungsprozess können wir sowohl kostengünstige, extrem Strom sparende Prozessoren für kleinere Geräte anbieten als auch Hochleistungs-Prozessoren mit mehreren Kernen und Funktionen ausliefern, die in den fortschrittlichsten Systemen zum Einsatz kommen", sagte Otellini. Die immer kleineren Strukturbreiten, mit denen die Prozessoren "beschriftet" werden können, ermöglichen den Einsatz der Chips auch in immer kleineren mobilen Geräten. Zudem ist das Fertigungsverfahren vor allem auch für eine kostengünstige Massenproduktion wichtig. Je winziger die geschrumpften Prozessoren sind, umso mehr davon passen auf eine Siliziumscheibe (Wafer). Damit können in einem Herstellungs-Durchgang deutlich mehr Chips produziert werden.

Ende 2008 will Intel nach Angaben von Otellini über insgesamt vier Chipfabriken für das neue 45-Nanometer-Verfahren verfügen. Damit verschafft sich das Unternehmen einen deutlichen zeitlichen Vorsprung vor seinem Rivalen AMD, der, wie bislang auch Intel, noch in Strukturbreiten von 65 Nanometern herstellt.

Im kommenden Jahr will Intel mit dem Prozessor "Silverthorne", der ebenfalls im 45-Nanometer-Verfahren produziert werden soll, die Palette der Prozessoren erweitern und dann den Einsatz vom ultramobilen PC bis hin zum High-End-Server komplett abdecken. Ebenfalls für 2008 plant das Unternehmen die Einführung seines ersten Prozessors mit acht Kernen unter dem Namen "Nehalem". "Nehalem ist eine komplett neue Architektur und nutzt die Erkenntnisse der Intel-Core-Mikroarchitektur", sagte Otellini.

Der Hochleistungs-Prozessor ist vor allem für den energieeffizienten Einsatz in Servern ausgelegt. Wie Intel-Manager Stephen Smith erläuterte, kommt im Nehalem-Chip zusätzlich Intels Technologie Hyperthreading wieder zum Einsatz, die das Unternehmen entwickelt hatte, noch bevor es die ersten Doppel- und Mehrkern-Chips gab. Mit dem Verfahren wird dem Prozessor ein zweiter Prozessor vorgetäuscht, wodurch jeder Kern zwei Aufgaben simultan ausführen kann - das erinnert allerdings sehr an das "Chip Multithreading" von Suns "Ultrasparc T1"...

Dieser via Kompressor auf minus 160 Grad heruntergekühlte PC arbeitet mit einem auf 5 GHz getakteten Intel-Prozessor.
Dieser via Kompressor auf minus 160 Grad heruntergekühlte PC arbeitet mit einem auf 5 GHz getakteten Intel-Prozessor.
Dieser via Kompressor auf minus 160 Grad heruntergekühlte PC arbeitet mit einem auf 5 GHz getakteten Intel-Prozessor.
Foto: Intel

Die Entwicklung immer besserer Prozessoren habe vor allem im vergangenen Jahr einen weiteren Schub erlebt, sagte Otellini. Seit der Gründung des Unternehmens 1968 habe Intel als Isoliermaterial in den Prozessoren Silizium verwendet, im vergangenen Jahr habe man das chemische Element Hafnium als deutlich bessere Alternative entdeckt. Mit dem neuen Element habe man die unerwünschten Leckströme bei der Strom-Nutzung um 20 Prozent reduzieren können sowie eine Performance-Steigerung ebenfalls um 20 Prozent erreicht.

Bei der Entwicklung neuer Technologien und Prozessoren mit mehreren Kernen liefert sich Intel als großer Marktführer einen erbitterten Wettstreit mit seinem kleineren Konkurrenten AMD. Erst vergangene Woche hatte AMD mit "Barcelona" seinen ersten Prozessor angekündigt, der über vier einzelne Kerne verfügt. Intel bringt auf seinen aktuellen Vier-Kerne-Prozessoren zwei Doppel-Kern-Chips zusammen, die sich jeweils einen Speicher teilen und somit angeblich langsamer arbeiten sollen. (dpa/tc)

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