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Im Internet droht streckenweise zähfließender Verkehr

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Die Popularität von Fotos und Videos sowie der Trend zu immer größeren Downloads droht das Internet zu verstopfen, warnt eine US-Studie.

Das Internet benötigt massive Investitionen, wenn es mit den Anforderungen durch YouTube-Fans, Milliarden von E-Mails und allgegenwärtigen Zugangspunkten Schritt halten will. In einer Studie der University of California San Diego (UCSD) zog Michael Kleeman einen treffenden Vergleich: Wenn das Internet eine Autobahn ist, stelle sich die Situation gegenwärtig so dar, als würden viele Nutzer ihre Kleinwagen gegen schwere Lkw eintauschen. Im Report "Point of Disconnect" schreibt der Professor, dass die Netzbetreiber in den USA zwar in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Jedoch seien Zweifel berechtigt, dass die Anstrengungen angesichts der rasant steigenden Nachfrage nach Ressourcen ausreichen würden.

Kleeman gab als Beispiel den Erfolg der Video-Plattform YouTube an. Wurden Anfang 2006 noch 20.000 neue Videos pro Tag hochgeladen, waren es Anfang 2007 bereits 65.000 Filme. Dabei würde eine Video-Übertragung rund zehn mal so viel "Bandbreite" verbrauchen wie ein Telefonanruf über das Internet. Hinzu komme, dass Nutzer heute nicht mehr bereit sind, wie noch zu Modem-Zeiten Wartezeiten und langsame Downloads zu akzeptieren.

In der Studie sprachen sich die Fachleute für eine Klassifikation und Selektion des Internet-Verkehrs aus, um Prioritäten bei der Übertragung zu setzen. So sollte Web-Telefonaten der Vorzug vor der E-Mail-Übertragung gegeben werden, da es bei der elektronischen Post auf ein paar Sekunden nicht ankomme. Eine Unterteilung des Verkehrs in verschiedene Qualitätsklassen kann aber auch dazu führen, dass für eine vernünftige Internet-Geschwindigkeit künftig mehr Geld auf den Tisch gelegt werden muss (siehe Artikel: "Knappe Bandbreite – Internet teurer?"). Würde nicht in die Infrastruktur investiert, so Kleeman, laufe man Gefahr, dass viele neue und künftige Geschäftsmodelle scheitern. (ajf)

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