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Neue Ebay-Regeln sollen Nutzung steigern

Beifall und Boykottaufrufe - Ebay ändert Bewertungssystem

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von Handelsblatt
Mit einem neuen Bewertungssystem will Ebay seine stagnierenden Geschäfte wieder in Schwung bringen. Erst einmal hat das Internet-Auktionshaus aber seine Verkäufer-Gemeinde gegen sich aufgebracht. Ob die jetzt bekannt gegebenen Details zu den geplanten Änderungen die Unzufriedenen beruhigen werden, erscheint fraglich.

BERLIN. Seit fast zwei Wochen werden die Pläne im Netz heftig diskutiert, jetzt endlich hat Ebay Deutschland Details zu seinem neuen Bewertungssystem und Preisgefüge verraten. Ab Juni können Verkäufer beim Online-Auktionshaus Ebay.de keine negativen oder neutralen Bewertungen für ihre Kunden mehr abgeben. Zugleich sinken die Einstellgebühren, während die Verkaufsprovisionen steigen. Die Konditionen für private und gewerbliche Kunden werden sich künftig unterscheiden. "Wir wollen unsere Nutzer stärker differenzieren", sagt Stefan Groß-Selbeck, Chef von Ebay Deutschland. Das Aktionshaus versprach zudem: Verkäufer, deren Position durch die Umbaupläne geschwächt werden, sollen in Zukunft auf anderen Wegen besser vor unzuverlässigen Kunden geschützt werden.

Der geplante Umbau des Bewertungssystems ist tiefgreifend und bewegt seit fast zwei Wochen die Gemüter der bei Ebay aktiven Anbieter. Ende Januar hatte das Unternehmen in den USA angekündigt: Käufer, die mit Anbietern nicht zufrieden sind und eine negative Bewertung abgeben, sollen vor der Rache der Verkäufer geschützt werden. Damit soll das Bewertungssystem aussagekräftiger und Ebay für Käufer attraktiver werden - indirekt würden davon auch die Verkäufer profitieren, argumentiert Ebay. Seitdem laufen Verkäufer gegen die Pläne Sturm. Einige Anbieter drohen sogar mit Boykott.

Auch in Deutschland können Verkäufer ab Juni ihre Kunden nur noch positiv oder gar nicht mehr bewerten, gab Ebay Deutschland am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. "Ebay hat festgestellt, dass das Vergeben so genannter Rache-Bewertungen, also ungerechtfertiger negativer Bewertungen von Verkäufern auf eine vom Käufer abgegebene negative Bewertung, in letzter Zeit zugenommen hat", heißt es im Ebay-Pressematerial. "Diese Tatsache hält Käufer vermehrt davon ab, die Leistungen eines Verkäufers zutreffend zu bewerten."

Im Gegenzug sollen unzuverlässige Käufer schneller vom Handel bei Ebay ausgeschlossen werden, versprach das Unternehmen. Neu ist, dass negative und neutrale Bewertungen, die solche Kunden vorher vergeben haben, dann auch rückwirkend gelöscht werden. Kunden, die einige negative Bewertung abgeben wollen, können dies in Zukunft erst einige Tage nach Ablauf der Auktion tun. Ein Großteil des Ärgers sei auf Kommunikationspannen zwischen Käufern und Verkäufern zurückzuführen, so Ebay. Künftig sollen die Anbieter Zeit bekommen, solche Probleme zu losen.

Zudem berechnet Ebay künftig die Bewertungshistorie eines Akteurs, in der die Prozentzahl der positiven Urteile angegeben wird, auf Basis der vorangegangenen zwölf Monate, nicht mehr auf Basis aller jemals getätigten Geschäfte. Käufer und Verkäufer, die regelmäßig miteinander handeln, können sich einmal pro Woche eine Bewertung geben. Bislang ist dies nur bei der allerersten Transaktion möglich.

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Widerstand in London, Chaos in Paris - auch bei der nächsten Station des Fackellaufs mit dem Olympischen Feuer ist mit Ausschreitungen zu rechnen: In San Francisco planen China-Gegner massive Proteste. US-Präsidentschaftsbewerberin Clinton fordert von Präsident Bush, er solle der Olympia-Eröffnungsfeier fernbleiben. zum Beitrag

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Mit einem neuen Bewertungssystem will Ebay seine stagnierenden Geschäfte wieder in Schwung bringen. Erst einmal hat das Internet-Auktionshaus aber seine Verkäufer-Gemeinde gegen sich aufgebracht. Ob die jetzt bekannt gegebenen Details zu den geplanten Änderungen die Unzufriedenen beruhigen werden, erscheint fraglich. zum Beitrag


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