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Weißer Ritter

Yahoo-Übernahme: Ballmer sagt ja, Murdoch nein

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Yahoo hofft auf den Weißen Ritter, der das Unternehmen aus dem Zugriff Microsofts befreit (oder einen besseren Preis zahlt). Einer der Hoffnungsträger hat gestern alle Spekulationen bezüglich einer Übernahme zerstreut.

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch will nicht in den Übernahmekampf um den Internet-Konzern Yahoo einsteigen. Er werde definitiv kein Angebot abgeben, sagte Murdoch am Montagabend bei einer Analystenkonferenz. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei er einfach nicht interessiert. Der Softwareriese Microsoft bietet derzeit für die Übernahme von Yahoo rund 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro). Am Markt wurde immer wieder über mögliche Gegenofferten spekuliert, etwa von Murdochs Konzern News Corporation.

Derweil hat sich auch Microsoft-Chef Steve Ballmer zu Wort gemeldet. Er sehe zum geplanten Kauf von Yahoo keine Alternative. "Wir brauchen die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskapazität, um mit dem Marktführer mitzuhalten", sagte Ballmer am Montag auf einer Analystenkonferenz. Durch den angestrebten Zusammenschluss entstünde eine starke Nummer zwei bei der Internet-Suche hinter dem Google-Konzern. Anders sei die Dominanz des Erzrivalen nicht zu brechen.

Ballmer hob besonders die Einsparungen bei einer Partnerschaft hervor: "Es sind die gleichen Fixkosten, ob ein Mensch oder eine Milliarde Menschen oder zwei Milliarden deine Suchtechnik nutzen." Der Software-Konzern will jährlich eine Milliarde Dollar an Synergien heben. "Das ist ein großzügiges Angebot", sagte Ballmer zu den gebotenen 45 Milliarden Dollar. Finanzieren will Microsoft die Übernahme durch eigene Aktien und Bargeld aus seiner prall gefüllten Kasse. Darüber hinaus will sich Microsoft auf dem Kapitalmarkt bedienen, wie Finanzchef Chris Liddell auf der Analystenkonferenz sagte. Eine genaue Prognose, wie sich ein Kauf auf das Ergebnis von Microsoft auswirken würde, wollte Liddell nicht geben. "Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können." Erst in einigen Monaten werde es daher eine genauere Prognose geben. (dpa/ajf)

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