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Ausblick lässt Aktie einbrechen

Update: Apple mit Rekordquartal

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Der Computerkonzern und iPhone-Hersteller Apple hat abermals ein Rekordquartal geschafft, die Börse jedoch mit dem Ausblick auf das laufende Vierteljahr tief enttäuscht. Die Aktie stürzte im vorbörslichen Handel um rund zehn Prozent auf etwa 140 Dollar.

Apple rechnet für das laufende zweite Geschäftsquartal im Jahresvergleich mit einem Umsatzanstieg von "nur" 29 Prozent und einem Gewinnplus von acht Prozent. In dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Quartal, in das das lukrative Weihnachtsgeschäft fällt, steigerte Apple den Gewinn um fast 60 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte um gut ein Drittel auf 9,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte.

Apples aktuelles iPod-Lineup -- ganz links das neue Edelmodell touch.
Apples aktuelles iPod-Lineup -- ganz links das neue Edelmodell touch.
Apples aktuelles iPod-Lineup -- ganz links das neue Edelmodell touch.
Foto: Apple

Dabei waren die Wachstumsraten im Computergeschäft deutlich stärker als beim Musikplayer iPod, der in den vergangenen Jahren das Apple-Geschäft belebt hatte. Im wichtigen US-Markt stagnierte der iPod-Absatz, weltweit legte er um fünf Prozent auf 22,12 Millionen Geräte zu. Allerdings ließ zugleich der neue, teurere iPod touch mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm wie beim iPhone-Handy den Umsatz um 17 Prozent auf fast vier Milliarden steigen. "Wir glauben nicht, dass ein solcher Umsatzanstieg von einem gesättigten Markt zeugt", sagte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer. Apple sehe in dem iPod touch eine mobile Internet-Plattform und nicht nur einen Musik- und Video-Player.

Der Absatz der Macintosh-Computer schoss in dem Quartal um 44 Prozent auf 2,3 Millionen Geräte hoch und der Umsatz um 47 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar.

Von dem vergangenen Sommer gestarteten Apple-Handy iPhone wurden 2,3 Millionen Geräte abgesetzt. Konzernchef Steve Jobs hatte bereits gesagt, dass seit der Markteinführung Ende Juni rund vier Millionen iPhones verkauft wurden. Apple sei zuversichtlich, in diesem Jahr wie geplant zehn Millionen iPhones zu verkaufen, hieß es in der Telefonkonferenz nach den Quartalszahlen. 2008 ist die Marktführung in Asien und einigen weiteren europäischen Ländern geplant. Im vergangenen Quartal startete das iPhone in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Die drastischen Kursverluste für die Apple-Aktie dürften auch eine Pendel-Bewegung nach der Überhitzung der vergangenen Wochen gewesen sein, als das Papier getragen von Spekulationen über Neuheiten an der Marke von 200 Dollar kratzte. Apple stellte dann vergangene Woche unter anderem ein super-dünnes Notebook und einen Online-Filmverleih vor. Analysten wiesen aber auch darauf hin, dass Apple traditionell eher zurückhaltende Prognosen gebe. So habe der Konzern für das zweite Vierteljahr des vergangenen Geschäftsjahres beim Gewinn pro Aktie einen Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zum Weihnachtsquartal prognostiziert. Tatsächlich sank der Profit aber nur um 24 Prozent. Diesmal kündigte Apple auf dieser Basis einen Rückgang von 47 Prozent an. Prognostiziert werden ein Umsatz von 6,8 Milliarden Dollar und ein Gewinn pro Aktie von 0,94 Dollar.

Mit dem neuen Computer-Betriebssystem Leopard wurden in dem vergangenen Quartal Umsätze von 170 Millionen Dollar erzielt. Das ist deutlich mehr als die 100 Millionen Dollar im ersten Quartal des Vorgängers Tiger, wie Apple betonte. (dpa/tc)

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