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TV-Sender spüren die Konkurrenz

US-Bürger schauen 9,5 Milliarden Internetvideos monatlich

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von pte pte
Das Google-Portal YouTube hat seine Vormachtstellung im Internetvideo-Bereich weiter ausgebaut. Wie aktuelle Zahlen von ComScore zeigen, konnte Google seinen US-Marktanteil im vergangenen November auf 31 Prozent erweitern.

Insgesamt schauen laut Comscore inzwischen mehr als 75 Prozent der amerikanischen Internetnutzer Onlinevideos und verbringen im Schnitt 3,25 Stunden pro Monat damit. Innerhalb eines Monats konsumierten die US-Bürger knapp 9,5 Milliarden Internetvideos, davon 2,9 Milliarden auf YouTube. Die Konkurrenz bleibt weiterhin deutlich abgeschlagen zurück. Fox Interactive Media kommt mit nur 4,4 Prozent Marktanteil beziehungsweise 419 Millionen geschauten Videos auf Platz zwei. Danach folgen Yahoo, Viacom und Time Warner. Der französische Youtube-Wettbewerber Dailymotion scheint in dem ComScore-Ranking gar nicht auf. Dennoch versuchen die Betreiber mit ihrem Portal auch auf dem US-Markt zu punkten. "Der amerikanische Markt ist sehr wichtig für Dailymotion. Das belegen auch die zuletzt geschlossenen Kooperationen mit Medienkonzernen wie Disney und MTV", heißt es seitens des Unternehmens auf Nachfrage von pressetext. Dailymotion hat sich darüber hinaus ganz besonders dem Schutz des Urheberrechts verschrieben und will seine Position damit festigen.

Im Gesamten sahen im November 138 Millionen Amerikaner, nahezu drei von vier Internetnutzern, Videos im Internet. Das größte Publikum hatte naturgemäß Google mit 76,2 Millionen Unique Usern. Fox erreichte 46,3 Millionen, und auf Yahoo entfielen immerhin noch 37,3 Millionen Nutzer. Die durchschnittliche Länge der konsumierten Videos betrug 2,8 Minuten. Auf einen einzelnen User entfielen dabei 69 Internetvideos innerhalb eines Monats.

Die monatliche Sehdauer von 3,25 Stunden pro Person erscheint im Vergleich zum Fernsehkonsum der US-Bürger noch immer gering. Doch laut Branchenexperten ist das Thema Onlinevideo für die TV-Sender inzwischen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten geworden. "Der Umstand, dass Menschen einige Stunden pro Monat mit Internetvideos verbringen, ist begrenzt wichtig. Aber wenn ein regelmäßiger TV-Zuschauer ein bis zwei Stunden täglich auf Videoportalen surft, dann hat man ihn als Sender verloren", meint Forrester-Analyst Josh Bernoff gegenüber der New York Times. (pte)

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