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Eine Milliarde Dollar

Der nächste Deal: Sun übernimmt MySQL

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Die Konsolidierung der IT-Branche schreitet voran: Sun hat angekündigt, MySQL zu übernehmen. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund eine Milliarde Dollar.

Die populäre Open-Source-Datenbank "MySQL" schlüpft bei Sun Microsystems unter. Beide Unternehmen wollen in Kürze Details auf einer Telefonkonferenz bekannt geben. Der Kauf hat ein Volumen von einer Milliarde Dollar, 80 Prozent davon in Bargeld. Der Deal werde das Gesicht der Softwarebranche verändern, heißt es dazu in einer Vorabmeldung von Sun.

Sun Microsystems stellt außerdem für sein zweites Fiskaluartal mehr Gewinn in Aussicht als von Analysten erwartet wurde. In den drei Monaten zwischen Oktober und Ende Dezember sollen zwischen 28 und 32 Cent je Aktie erwirtschaftet worden sein, teilte Sun am Mittwoch im kalifornischen Santa Clara mit. Die von Thomson Financial befragten Analysten gingen bislang im Schnitt von 29 Cent aus. Beim Umsatz
peilt Sun rund 3,6 Milliarden Dollar an, verglichen mit der Analystenschätzung von 3,58 Milliarden Dollar.

"Die vorläufigen Zahlen zeigen, dass die Verbesserungen des operativen Geschäfts bereits Früchte tragen", sagte Sun-Chef Jonathan Schwartz. "Die Zukunft wird allerdings noch besser aussehen, wie sich an der Übernahme von MySQL ablesen läßt." Sun zahlt 800 Millionen Dollar für MySQL, welches als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen im 15 Milliarden Dollar schweren Datenbankenmarkt gilt.
Zusätzlich übernimmt Sun die Bürde von Optionen über 200 Millionen Dollar.

Die Übernahme soll Ende März oder im April abgeschlossen werden. "Da der Markt für Datenbanken wegen Anbietern wie Facebook, Google, Nokia, Baidu und China Mobile spektakuläres Wachstum aufweist, wird sich die Übernahme sofort positiv auf die Gewinnlage von Sun auswirken", sagte Schwartz.

Die Datenbank von MySQL wird vornehmlich für Web-Anwendungen eingesetzt und hier häufig auch in der kostenlosen Open-Source-Variante. MySQL agiert als Dual-License-Unternehmen und versucht seit einiger Zeit verstärkt, die kommerzielle Version seiner Datenbank auch für den Unternehmenseinsatz zu positionieren. Technisch ist die Software aber etablierten Enterprise-Datenbanken von etwa Oracle, Microsoft oder Sybase vor allem im Transaktionseinsatz aber deutlich unterlegen. (dpa/ajf/tc)

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