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Offerte überraschend auf 19,375 Dollar pro Aktie aufgestockt

Oracle kauft BEA Systems im zweiten Anlauf

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Der SAP-Konkurrent Oracle setzt seine aggressive Einkaufstour fort und übernimmt den amerikanischen Softwarespezialisten BEA Systems. Den Kaufpreis stockte Larry Ellison überraschend noch einmal auf 8,5 Milliarden Dollar auf.

Die erst im zweiten Anlauf erfolgreiche Übernahme bewertet BEA Systems mit 8,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,8 Milliarden Euro) oder 7,2 Milliarden Dollar abzüglich der BEA-Barmittel von 1,3 Milliarden Dollar. Eine erste niedrigere Offerte von Oracle hatte das BEA-Management im vergangenen Jahr noch zurückgewiesen.

Oracle zahlt den BEA-Aktionären 19,375 Dollar je Aktie in bar. Dies teilte Oracle am Mittwoch in Redwood Shores (Kalifornien) mit. Der Konzern hatte zuvor stets betont, die ursprüngliche Übernahmeofferte von gut 17 Dollar nicht zu verbessern. Oracle ist der schärfste Wettbewerber des deutschen SAP-Konzerns, des Weltmarktführers bei Unternehmenssoftware.

Der Oracle-Chef Lawrence "Larry" Ellison erklärte, BEAs Produkte und Technik würden Oracles Middleware "Fusion" signifikant verbessern und erweitern. Schon heute lasse sich dank deren offener Architektur praktisch jede Fusion-Komponente mit BEAs Java-Server "Weblogic" kombinieren. President Chuck Phillips ergänzte, der Kauf werde die Verbreitung von Java-basierender Middleware und SOA vorantreiben, die Innovation bei Infrastruktur-Software für Unternehmensanwendungen erhöhen und Oracles Präsenz in Schlüsselregionen wie China erhöhen.

BEAs CEO und Chairman Alfred Chuang kommentierte, die verspätete Einwilligung in Oracles Offerte sei das Ergebnis einer sorgfältigen und intensiven Prüfung in den vergangenen Monaten und aus Sicht des Unternehmens im besten Interesse der Aktionäre. "Wir freuen uns, gemeinsam mit Oracle an einem erfolgreichen Abschluss der Transaktion zu arbeiten", so Chuang weiter.

Der BEA-Verwaltungsrat hat die Übernahme bereits einstimmig abgesegnet. Vorbehaltlich der Placets der BEA-Aktionäre und Aufsichtsbehörden soll sie bis Mitte der Jahres abgeschlossen werden. Die Oracle-Finanzchefin Safra Catz erwartet, dass der Zukauf bereits im ersten Jahr nach Abschluss mindestens ein bis zwei Cent Gewinn zum Oracle-Gewinn (Non-GAAP) besteuert. (tc)

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