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von Dr. Klaus Helling (Berater bei Mexxon Consulting in Bad Homburg von der Höhe)

Mythen über On-Demand-Lösungen

Mythos 1 - On-Demand-Lösungen verusachen weniger Anpassungsaufwände: Eine Anpassung in einem On-Demand-System verursacht exakt denselben Aufwand, als würde sie an einer Inhouse-Lösung vorgenommen! Allerdings zwingt der Grundansatz des On-Demand-Modells die Anwender dazu, sich in Bezug auf Anzahl und Komplexität von Anpassungen zu beschränken - was übrigens auch die Anbieter von Inhouse-Lösungen seit langem propagieren.

Mythos2 - On-Demand-Lösungen verursachen weniger Integrationsaufwände: On-Demand-Systeme können nur über Web-Services mit anderen Systemen integriert werden. Ist diese Schnittstelle auf Basis eines Application-Servers einmal aufgesetzt, kann die Integration weiterer Anwendungen aufgrund der Standardisierung tatsächlich einfacher werden - muss aber nicht! Der Aufwand wird hier eher dadurch verringert, dass es plötzlich nicht mehr möglich ist, beliebige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen "zusammenzuhacken" und dadurch die Anzahl der vernetzten Applikationen tendenziell sinkt.

Mythos 3 - "Hybride" Anbieter ermöglichen eine spätere Eins-zu-Eins-Überführung der On-Demand-Anwendung in eine Inhouse-Lösung: Noch vor zwei Jahren war dieses Versprechen der "bekehrten" Inhouse-Anbieter ein klassischer Marketing-Trick, um den reinen On-Demand-Providern das Wasser abzugraben. Mittlerweile ist eine Datenmigration Stand der Technik, das heißt, das Datenmodell kann zwar von der On-Demand-Lösung in die hauseigene Inhouse-Lösung überführt werden, die Oberfläche und die Workflows müssen jedoch komplett neu gestaltet werden.

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