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Mittelstand

Update: Salesforce.com baut mobile On-Demand-Plattform

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Mit der Übernahme von Sendia will der On-Demand-Pionier die Lösungen seiner AppExchange-Plattform mobilisieren.

Mit "AppExchange Mobile" könnten Kunden und Entwickler ihre On-Demand-Applikationen einfacher und effizienter für den Zugriff mobiler Endgeräte wie Notebooks, Handhelds und Smartphones bereitstellen, verspricht Marc Benioff, Chief Executive Officer (CEO) von Salesforce.com. Grundlage für die mobile On-Demand-Plattform bildet die Technik der Firma Sendia Corp., die Salesforce.com für rund 15 Millionen Dollar gekauft hat (siehe auch: Salesforce.com schnappt sich Sendia).

Der Kauf des im kalifornischen Santa Monica beheimateten Mobile-Spezialisten ist eigenen Angaben zufolge die erste Übernahme von Salesforce.com. Beide Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet. Alle 79 Sendia-Kunden seien auch Nutzer der On-Demand-Angebote von Salesforce.com, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Derzeit würden Gespräche geführt, um die 35 Sendia-Mitarbeiter in den eigenen Reihen zu halten. Alex Klyce, President und Chief Operating Officer (COO) von Sendia, soll künftig die Salesforce.com-Sparte AppExchange Mobile leiten.

Der On-Demand-Anbieter verspricht sich von den zusätzlichen mobilen Angeboten weiteres Geschäftspotenzial für AppExchange. Erst im Januar dieses Jahres war die eigene On-Demand-Plattform an den Start gegangen. Damit wollen die Salesforce.com-Verantwortlichen ein Portfolio an Mietsoftware aufbauen, das weit über die eigenen Customer-Relationship-Management-Produkte (CRM) hinausreichen soll (siehe auch: Salesforce.com-CEO Marc Benioff träumt vom Business-Web). Unabhängige Softwareentwickler und Kunden sollen auf Basis von AppExchange eigene On-Demand-Services entwickeln und anbieten können. Die Plattform bietet die dafür notwendige Basistechnik, von der Entwicklung der Mietlösungen über die Integrationstechnik bis zur Bereitstellung der Applikationen als Service. Darüber hinaus fungiert AppExchange als Marktplatz für die verschiedenen On-Demand-Offerten. Zudem können die Kunden damit ihr eigenes Mietsoftware-Portfolio zusammenstellen und auf ihre speziellen Firmenanforderungen hin anpassen.

Darauf baut nun die neue mobile Plattform AppExchange Mobile auf. Der zusätzliche Layer in der On-Demand-Infrastruktur von Salesforce.com kümmert sich um die Verbindung mit den verschiedenen Carriern, die Synchronisation der Daten, bietet die notwendigen Sicherheitsmechanismen sowie ein einheitliches Datenmodell und stellt Verwaltungs- und Diagnose-Tools für das Management der mobilen On-Demand-Applikationen zur Verfügung.

"Das bedeutet das Ende für mobile Business-Applikationen", tönte Kendall Collins, Vice President für das Marketing von Salesforce.com. Für Entwickler werde es nun einfacher, mobile Versionen ihrer Applikationen zu bauen. Bislang musste der Code speziell an bestimmte Geräteklassen beziehungsweise mobile Betriebssysteme angepasst werden. Das soll mit AppExchange Mobile wegfallen, verspricht Collins. Künftig genüge es, Anwendungen nur noch einmal für die Salesforce.com-Plattform zu entwickeln. Sie könnten dann sowohl im herkömmlichen On-Demand-Modus von stationären Arbeitsplatzrechnern als auch von mobilen Endgeräten genutzt werden.

Die Sendia-Technik erlaubt die Synchronisation mit der Blackberry-Plattform von Research in Motion (RIM), Handhelds mit Palm-OS, Intels Centrino-Plattform und Geräten unter Windows Mobile. Bislang stehen Collins zufolge schon über 60 Applikationen für AppExchange Mobile bereit. Bis Ende des Jahres sollen es bereits mehrere hundert sein. Die Nutzung von AppExchange Mobile kostet Kunden der "Enterprise Edition" sowie der "Professional Edition" von Salesforce.com 50 Dollar je Nutzer im Monat. Anwender der "Unlimited Edition" können ohne weitere Zusatzkosten mobile Anwendungen nutzen. (ba)

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