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Mittelstand

Wie man IT-Kosten senkt

Mit spitzer Feder rechnen

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Die Geschäftsleitung bei Böhm ist überzeugt, dass eine Firma mit rund 70 Mitarbeitern keinen eigenen DV-Bereich braucht, wenn Standardlösungen im Softwarebereich eingesetzt werden. „Ein Mittelständler sollte sich erst dann intensiv mit IT beschäftigen, wenn größere Umstrukturierungen oder eine neue Generation von Hard- und Software verfügbar ist. In der Regel wird dies in Zeiträumen von vier bis zehn Jahren geschehen“, meint Neubauer. Und für externe IT-Betreuung im Hardwarebereich sprechen die deutlich niedrigeren Kosten im Vergleich zu einem eigenen DV-Bereich.

Unabhängig von der Einrichtung einer eigenen DV-Abteilung minimiert internes Know-how aber die Abhängigkeit von externen Dienstleistern, erklärt Unternehmer Hans-Georg Hoffmann. Dies gilt umso mehr, wenn Firmen wie Hoffmanns Oberhausener Eisengroßhandel Lohmar & Meller die IT ausschließlich für Standardaufgaben nutzen.

Doch wenn die vorhandenen IT-Abläufe weiter optimiert oder die Kosten gesenkt werden, führt für Mittelständler selten ein Weg an externer Unterstützung vorbei. Denn „der ,IT-Beauftragte nebenbei‘ funktioniert in der Regel nicht“. Denkbar sei auch eine Kombination aus eigenen IT-Mitarbeitern und externer Hilfe für die unterschiedlichen Anforderungen. Mitunter können auch ASP- oder Outsourcing-Anbieter Abhilfe schaffen. Dies bedürfe aber einer gründlichen Planung und Analyse.

Allerdings garantiert der Einkauf von IT-Leistungen allein noch keine Kostenreduktion gegenüber einer selbstbetriebenen DV. Beispielsweise besteht nach einer Studie der Universität Bayreuth für mittelständische Firmen aus dem Bau-, Keramik- und Glasgewerbe in dieser Hinsicht kaum die Notwendigkeit, IT auszulagern, da sie ihre DV sehr effizient betreiben und über großes IT-Wissen verfügen. Der Wirtschaftsinformatiker Armin Heinzl, an dessen Lehrstuhl die Untersuchung erstellt wurde, gab gegenüber dem CWfokus- Mittelstand-Schwesterblatt CIO deshalb seinen Eindruck wieder, dass die IT umso effizienter ist, je weniger Mitarbeiter dafür zuständig seien. Bei allen Sparanstrengungen dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass mit Prozessoptimierung in der Regel mehr Geld gespart werden kann als beim Einkauf von Hard- und Software. (uk) 

* Achim Born ist freier Journalist in Köln.

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