| Die Cloud schafft neue Arbeitswelten | |
| Den Desktop zentral bereitstellen | |
| Externe VDI-Spezialisten sind gefragt |
Cloud Computing wird in der aktuellen Diskussion häufig auf drei Themen reduziert: Zum Ersten auf "Infrastructure-as-a-Service" (IaaS), also Rechen- oder Speicherleistung aus der Wolke. Zweitens auf das Thema "Software-as-a-Service" (SaaS), das heißt den Zugriff auf Anwendungen, die ein Cloud-Rechenzentrum bereitstellt. Drittens schließlich auf den Bereich "Platform-as-a-Service" (PaaS), etwa um Anwendungen in einer Cloud-Umgebung zu entwickeln und zu testen.
Doch Cloud Computing kann viel mehr. Das gilt besonders für eines der dringlichsten Probleme, dem sich vor allem mittelständische Unternehmen gegenüber sehen: nämlich dem Aufsetzen, Betreiben, Managen und Absichern von Desktop-Rechnern. Nach Angaben der Beratungsfirma Lexta Consulting Group laufen dabei schnell Client-Kosten von 100 Euro pro System und Monat auf - ein ordentlicher Batzen also.
Eine von der unabhängigen Marktanalyse- und Beratungsgesellschaft Pierrre Audoin Consulting (PAC) im Auftrag von Pironet NDH betriebene Studie belegt, dass sich speziell mittelständische Unternehmen nicht darüber im Klaren sind, wie viel Geld Fat-Client-Rechner fressen. Der Studie zufolge betreut die Mehrzahl der Befragten ihre Client-Landschaft noch in Eigenregie. Nur zwei Prozent der Umfrageteilnehmer haben das Management ihrer Clients komplett in die Hände eines Dienstleisters gelegt.
Doch das Management von Desktop-Umgebungen im Do-it-yourself-Betrieb wird zunehmend komplexer, so die PAC-Studie. Dafür sind drei Gründe verantwortlich:
Immer mehr Mitarbeiter wollen von mobilen Systemen wie Smartphones, Notebooks oder Tablet-Rechnern auf "ihren" Desktop zugreifen und das von unterschiedlichen Orten aus - zu Hause, unterwegs beim Kunden, auf dem Flughafen oder am Arbeitsplatz im Büro. 96 Prozent der befragten Firmen sehen dies als kritische Herausforderung.
Desktop-Management muss Compliance-Vorgaben berücksichtigen, etwa in Bezug auf die Datensicherheit. Dies bereitet 84 Prozent der befragten Unternehmen Kopfzerbrechen.
Hinzu kommt das Thema "Bring your own Device": Mitarbeiter haben zunehmend weniger Lust, sich bei der Wahl ihres Firmen-Smartphones oder Notebooks auf die Modelle zu beschränken, die ihnen die IT-Abteilung vorgibt. Sie wollen ihre gewohnten privaten Geräte auch für geschäftliche Zwecke nutzen.