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Mittelstand

Software as a Service

Pro und Kontra Mietsoftware

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von Diego Wyllie (freier Journalist in München.)

Mittelstand soll von SaaS profitieren

Auf der anderen Seiten, bei den Unternehmensanwendern, sollen laut Spies neben einer geringen Kapitalbindung und niedrigen Anfangsinvestitionen die wesentliche Entlastung der eigenen IT, die einfache Möglichkeit des Testes, sowie die Schnelligkeit bei der Einführung des Systems für SaaS sprechen. So bietet jede SaaS-Firma einen mehrwöchigen kostenlosen Testzugang zu ihrem System an, damit Interessierte es ohne jegliche Installationskosten auf Herz und Nieren prüfen können.

Die Implementierung einer Mietlösung gilt zudem als wesentlich einfacher als bei entsprechenden On-Premise-Varianten und soll meistens samt Mitarbeiterschulungen innerhalb weniger Wochen erledigt sein. "Für uns war eine zeitnahe und unkomplizierte Lösung entscheidend, denn laufende Projekte sollten möglichst schon über das neue System abgewickelt werden. Die On-Premise-Lösung hätte eine Server-Installation und damit Zeit und Kosten mit sich gebracht", beschreibt Thorsten Mühlberg von der mittelständischen Six Sigma Deutschland GmbH die Beweggründe für die Einführung der CRM-Mietlösung "CAS Pia" der CAS Software AG.

Einmal im Einsatz sollen SaaS-Systeme darüber hinaus leichter zu verwalten sein als lokale Installationen. Die nervenaufreissende Einspielung von Updates liegt im Verantwortungsbereich des Anbieters, die Sicherung der Daten und der Systeme, sowie deren Wartung ebenfalls. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit begrenzten Ressourcen und einfachen IT-Infrastrukturen sollen aus den genannten Gründen insbesondere von SaaS-Produkten profitieren.

Kunden wollen sich auf das Kerngeschäft konzentrieren

Mietanwendungen ermöglichen es Unternehmen zudem, sich verstärkt auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Durch die Auslagerungen komplexer IT-Prozesse an externe Dienstleister können Firmen den Anbietern zufolge nicht nur Ressourcen sparen, sondern profitieren gleichzeitig von Best-Practice-Lösungen, denn ein SaaS-Anbieter ist meistens auf ein Gebiet spezialisiert. "Von einer SaaS-Lösung beziehungsweise vielmehr vom SaaS-Partner erwarten wir, dass er mit uns ins Risiko geht, regelmäßig Impulse zur Optimierung gibt und wir uns wieder aufs Verkaufen statt auf die Shop-Entwicklung konzentrieren können", erklärt Moritz Schütze, Geschäftsführer der Emtrada GmbH, die eine E-Commerce-Lösung von Commercetools On-Demand nutzt.

Die mittelständische Firma aus Greifenberg betreibt Online-Shops in Nischenmärkten und hat bereits eine On-Premise-Lösung seit 2004 im Einsatz. "Grundsätzlich sind wir mit dieser auch sehr zufrieden, aber es hat sich über die Jahre gezeigt, dass deren Anbieter vorrangig am Verkauf von Programmierdienstleistungen interessiert ist und nicht daran, dass wir als Händler erfolgreich sind", gibt sich Schütze kritisch. "Unser frühere On-Premise-Anbieter hat sein Wissen lieber für sich behalten beziehungsweise nicht so sehr eingebracht, da es ihm nicht direkt einen Vorteil brachte", ergänzt der Internet-Händler. Diese Aussage beleuchtet einen weiteren wichtigen Vorteil von SaaS: Kunden greifen stets auf aktualisierte Systeme zu und profitieren somit von entsprechenden Erweiterungen und Verbesserungen, ohne dabei in Updates oder die Erweiterungen der eigenen IT-Infrastruktur investieren zu müssen. Der Erfolg der Kunden treibt gleichzeitig die Bemühungen der Entwickler voran, ihre Systeme zu verbessern.

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