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Mittelstand

Data Loss Prevention

Firmen kehren Datenmissbrauch unter den Teppich

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Der deutsche Mittelstand scheint auf den ersten Blick gut auf seine Unternehmensdaten aufzupassen, auf den zweiten zeigt er allerdings Angst vor Imageschäden durch Veröffentlichung von Datenverlusten oder -missbrauch. Das sind Ergebnisse aktueller Umfragen des Analysten- und Marktforschungsinstituts TechConsult.
Nur fünf Prozent der befragten Firmen räumten einen Datenverlust in den vergangenen zwölf Monaten ein. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.
Nur fünf Prozent der befragten Firmen räumten einen Datenverlust in den vergangenen zwölf Monaten ein. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.
Nur fünf Prozent der befragten Firmen räumten einen Datenverlust in den vergangenen zwölf Monaten ein. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen.
Foto: TechConsult

95 Prozent der Firmen gaben anlässlich der Umfrage an, dass in den letzten zwölf Monaten keinen Vorfall erlebt hätten, bei dem durch Diebstahl oder Beschädigung externer Datenträger Informationen verloren gegangen seien. Legt man diese Aussagen zugrunde, hat nur ein geringer Teil der Mittelständler Bedarf, sich aufgrund eines erlittenen Schadens vor einem Informationsmissbrauch durch Diebstahl oder den Verlust von Datenträgern zu schützen. Allerdings steht das Ergebnis, dass lediglich fünf Prozent der Betriebe innerhalb des vergangenen Jahres Daten verloren haben, die auf mobilen Speichern lagerten, im krassen Gegensatz zu einer anderen aktuellen Untersuchung von TechConsult. In dieser bekennen über 80 Prozent der 140 befragten mittelständischen Firmen, stark in ihre IT-Sicherheit investieren zu wollen, um die Gefahr eines Verlusts wertvoller Betriebsinformation zu minimieren. Eine wichtige Rolle spielt diesbezüglich in den überwiegenden Fällen die Angst vor Imageschäden. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen fürchtet seinen Ruf nicht aufs Spiel zu setzen, wenn ein Datenverlust oder Informationsmissbrauch an die Öffentlichkeit gelangen würde.

Außendienstmitarbeiter bergen ein höheres Risiko

Die Gruppe der befragten Firmen mit 100 bis 199 Mitarbeitern fällt in der Analyse der Vorfälle an Datenverlust am stärksten auf. Sie wird in der Studie vor allem durch mittelständische Dienstleistungsbetriebe repräsentiert, die einen hohen Anteil an Außendienstmitarbeitern aufweisen. Gerade diese Unternehmen müssen besonders vorsichtig beim Umgang mit mobil vorgehaltenen Daten sein. Es ist hier verstärkt von Datenverlusten auszugehen, die auf externen Speichern abgelegt sind. TechConsult geht auch davon aus, dass es in solchen Firmen zu mehr Schäden kommt, als allgemein zugegeben wird.

Datenverlust durch Leichtsinn und Spionage

Kleinere Unternehmen haben tendenziell eher weniger mobile Endgeräte oder Datenträger im Einsatz. In diesen Fällen ist durchaus von einer niedrigen Rate an Verlustvorfällen auszugehen. Bei den Großunternehmen gibt es zwar häufig ganze Abteilungen, die sich ausschließlich mit der Sicherheit der Firmeninformationen beschäftigen, doch das Bedrohungspotential ist in diesem Firmensegment weitaus größer: Einerseits macht sich hier der Faktor Mensch als Sicherheitsrisiko durch Leichtsinn oder Fahrlässigkeit bemerkbar, die zum Verlust von Informationsspeichern führen. Andererseits ist immer häufiger das Phänomen der Spionage zu beobachten, in deren Zuge Datenträgern gestohlen werden, um an firmenkritisches Know-how zu kommen.

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