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Mittelstand

Enterprise 2.0

Bitkom gibt Tipps zum Einsatz von Web 2.0

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von Diego Wyllie (freier Journalist in München.)
Der Hightech-Verband Bitkom hat zwei neue Publikationen zum Einsatz von Web-2.0-Techniken in Unternehmen veröffentlicht. Die empirische Studie "Enterprise 2.0" ergänzt dabei das neue Positionspapier "Enterprise 2.0 - auf der Suche nach dem CEO 2.0: Neue Unternehmensphilosophie gewinnt Konturen".

An der umfassenden Studie "Enterprise 2.0 - Analyse zu Stand und Perspektiven in der deutschen Wirtschaft" haben laut Bitkom über 400 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen teilgenommen. Die Studie soll Entscheidungsträgern Informationen zu Stand und Perspektiven von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen und Organisationen liefern. Demnach sind Wikis und Instant-Messaging in Unternehmen schon weit verbreitet. "Der Einsatz von Weblogs, Wikis und Tagging wird in den Unternehmen deutlich zulegen, darauf weisen die laufenden Einführungs- und Testprojekte hin", gibt sich Claus Heinrich, Mitglied des Bitkom-Präsidiums, überzeugt.

Aus der Bitkom-Studie geht hervor, dass 87 Prozent der befragten Firmen der Meinung sind, Web 2.0 wird im eigenen Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Enterprise 2.0 setzt auf die Talente von Menschen und unterstützt deren intelligente Vernetzung. Unternehmen sollen damit in die Lage versetzt werden, schneller, flexibler und besser reagieren, Innovationszyklen verkürzen und sich im Kampf um Talente besser positionieren zu können. Die Untersuchung belegt, dass viele Firmen bereits mit Web-2.0-Anwendungen experimentieren. Insgesamt habe die strategische Ausrichtung auf Enterprise 2.0 aber gerade erst begonnen.

Der CEO 2.0 setzt auf Führung und Impulse statt Kontrolle

Das Bitkom-Positionspapier "Enterprise 2.0 - auf der Suche nach dem CEO 2.0: Neue Unternehmensphilosophie gewinnt Konturen" charakterisiert Enterprise 2.0 als eine ganzheitliche Unternehmensphilosophie, die auf Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation setzt. Es thematisiert unter anderem die neue Rolle von Unternehmensführungen, neue Freiräume für die Mitarbeiter, die Unternehmenskultur, Einführungsstrategien und Aufgaben bei der Integration von Web-2.0-Techniken in die bestehende Unternehmens-IT. "Solche Organisationsformen kommen mit einem geringen Maß an zentraler Planung und Steuerung aus. Hier wird Führung wichtiger als Kontrolle", so Claus E. Heinrich.

Unternehmenslenker seien in diesem Kontext als Impulsgeber und Vorbilder gefordert. Sie würden den Rahmen selbstorganisierter Arbeit definieren und den organisationalen Wandel unterstützen. Wie der Branchenverband mitteilt, richtet sich das Positionspapier an Führungspersonen, die sich mit der strategischen Ausrichtung ihrer Unternehmen befassen. An sieben Fallbeispielen aus Handel, Versicherungs- und Gesundheitswirtschaft sowie Hightech-Branche zeigt die Publikation konkret, wie Unternehmen schon heute Web-2.0-Techniken einsetzen.

Ausführlich werden die zwei neue Publikationen im Rahmen der "KnowTech 2008" präsentiert, dem 10. Kongress zum IT-gestützten Wissensmanagement. Dieser anwender-orientierte Wissensmanagement-Kongress findet diese Woche am 8. und 9. Oktober in Frankfurt am Main statt. Beide Publikationen stehen Interessierten auf der Bitkom-Website kostenlos zur Verfügung.

Welche Vorteile Web-2.0-Techniken dem Mittelstand bringen, lesen Sie im weiteren COMPUTERWOCHE-Beitrag "Blogs, Wikis, Social Networks: Warum der Mittelstand Web 2.0 braucht".

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