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Aktuelle Bezahlverfahren im Internet

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von Moritz Jäger und Matthias Sternkopf (Matthias Sternkopf (mst))

Wirecard - die virtuelle Prepaid-Kreditkarte

Wirecard schließt die Lücke zwischen der Sicherheit einer Guthabenkarte und der hohen Akzeptanz von Kreditkarten. Denn sie bietet dank des Prepaid-Prinzips eine relativ hohe Sicherheit und ermöglicht dennoch den Einkauf bei allen MasterCard-Akzeptanzstellen im Internet.

Die Registrierung bei Wirecard ist unkompliziert. Für die einfache Online-Version der Kreditkarte genügt es, seinen Namen und eine Handynummer anzugeben. Nach dem Eintippen des per SMS erhaltenen Freischaltcodes erhält der Kunde eine Kartennummer samt CVC2-Kartenprüfnummer und Ablaufdatum.

Virtuelle MasterCard: Das Diagramm zeigt, wie Wirecard funktioniert. (Quelle: Wirecard)
Virtuelle MasterCard: Das Diagramm zeigt, wie Wirecard funktioniert. (Quelle: Wirecard)
Virtuelle MasterCard: Das Diagramm zeigt, wie Wirecard funktioniert. (Quelle: Wirecard)

Jetzt kann beliebig viel Geld auf das noch leere Konto geladen werden und die virtuelle Karte steht mit dem Guthabenbetrag für Bestellungen über Internet und Telefon parat.

Gegen 24,90 Euro pro Jahr lässt sich auf Wunsch auch eine echte MasterCard-Plastikkarte dazubestellen, die abseits der Online-Bezahlwelten über die Ladentheke gereicht werden kann. Damit sind dann weltweite Barauszahlungen an Automaten möglich. Die sind jedoch, wie bei Kreditkarten üblich, mit relativ hohen Gebühren verbunden.

Gebühren

Eigene Automaten von der Wirecard Bank AG gibt es derzeit nicht. Ab einem Betrag von 2500 Euro, die jährlich bewegt werden, ist eine Identitätsbestätigung via PostIdent-Verfahren nötig.

Beim Aufladen des Kontos per Überweisung fällt grundsätzlich 1 Euro Gebühr an, unabhängig von der Höhe des Betrages. Beim Aufladen per Kreditkarte behält die Bank drei Prozent ein, mindestens aber 1 Euro, via Lastschrift 1,99 Prozent und ebenfalls mindesten 1 Euro.

Gebühren: In dieser Tabelle sind alle anfallenden Gebühren in verschiedenen Währungen aufgelistet. (Quelle: Wirecard)
Gebühren: In dieser Tabelle sind alle anfallenden Gebühren in verschiedenen Währungen aufgelistet. (Quelle: Wirecard)
Gebühren: In dieser Tabelle sind alle anfallenden Gebühren in verschiedenen Währungen aufgelistet. (Quelle: Wirecard)

Die Überweisung von einem Wirecard-Konto auf ein anderes Wirecard-Konto erfolgt über ein Peer-to-Peer-System und praktisch in Echtzeit ? Kostenpunkt: 50 Cent. Für die Sicherheit sorgt eine Mobile TAN, die der Überweisende auf sein Handy per SMS übertragen bekommt.

Die normale Nutzung beim Einkauf bleibt für den Kunden kostenlos ? außer es handelt sich um eine fremde Währung, dann sind 1,5 Prozent fällig. Bei Rückbuchung behält die Wirecard Bank 1 Prozent ein, mindestens aber 10 Euro.

Vor- und Nachteile

Der große Vorteil gegenüber den meisten Bezahlverfahren im Internet ist die hohe Verbreitung ? mit der Wirecard kann an jeder MasterCard-Akzeptanzstelle bezahlt werden.

Die virtuelle Kreditkarte lässt sich nicht überziehen. Das heißt, es kann auch nur das ausgegeben werden, was tatsächlich vorher auf das Konto eingezahlt wurde. Das ist besonders im Betrugsfall von Vorteil.

Allerdings sollte der Kunde aufgrund des unverzinsten Guthabens und aus Sicherheitsgründen nur kleinere Beträge auf sein virtuelles Konto überweisen. Und dafür fallen jedes Mal Gebühren an.

Wer über Geldbewegungen auf dem Wirecard-Konto auf dem Laufenden sein will, muss regelmäßig online seinen Account überprüfen. Eine Benachrichtigung beispielsweise per E-Mail oder SMS gibt es nicht.

Fazit

Grundsätzlich hinterlässt Wirecard einen empfehlenswerten Eindruck. Die Anmeldung ist unkompliziert, die Handhabung einfach, und das Prepaid-System garantiert eine relative Sicherheit. Wer mit den regelmäßig beim Aufladen anfallenden Gebühren leben kann, erhält eine vollwertige virtuelle MasterCard-Kreditkarte.

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