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Mittelstand

E-Commerce as a Service

SaaS-Lösungen für den Online-Handel

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von Diego Wyllie (freier Journalist in München.)
Der Markt für Software as a Service (SaaS) wächst unaufhaltsam weiter. Im Bereich E-Commerce gibt es bereits zahlreiche mittelstandsgerechte Systeme, die automatisierte Geschäftsprozesse auf Mietbasis ermöglichen.

Software as a Service stellt für den einen oder anderen etablierten Softwarehersteller ein etwas unangenehmes Thema dar. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Das Geschäftskonzept klassischer Softwarehäuser basiert in erster Linie auf dem Verkauf von Software-Lizenzen; und genau diese existieren in der SaaS-Welt bekanntlich nicht. Mit dem Ansatz "Software plus Service" will beispielsweise der weltweit größte Verkäufer von Softwarelizenzen, Microsoft, den unaufhaltsamen SaaS-Trend eine persönliche Note verpassen. Anhand dieser etwas verwirrenden Begrifflichkeit versucht der Softwaregigant seine Kundschaft davon zu überzeugen, lokale - und damit lizenzpflichtige - Applikationen in Verbindung mit ergänzenden Online-Services sei der bessere Lösungsansatz. In dieser Formulierung sehen Marktbeobachter jedoch, dass der Redmonder Konzern damit nur einen Schlingerkurs fährt, um sein Lizenzgeschäft zu schützen. (siehe auch "Microsoft laviert zwischen Software und Services" oder "Microsofts Trippelschritte hin zu SaaS").

Wie eine aktuelle Studie von SoftGuide belegt, ist die Haltung deutscher kleinen und mittelständischen Softwareanbieter gegenüber der SaaS-Herausforderung ähnlich. Nur fünf Prozent der befragten Softwarehäuser, die bisher keine SaaS-Lösungen oder Anwendungsdienstleistungen als Application-Service-Provider (ASP) anbieten, planen demnach in naher Zukunft ein solches Angebot. Das ist ein nachvollziehbares Ergebnis, denn für Softwareanbieter im KMU-Segment ist es wohl sehr schwierig, in ihrem bestehenden Produktportfolio einen Systemwechsel zur nutzungsabhängigen Zahlung durchzuführen.

Dass aber sowohl Microsoft als auch die kleineren Softwareanbieter sich auf einen härteren Wettbewerb einrichten und sich von den klassischen Vertriebskonzepten im Softwaremarkt langsam aber sicher verabschieden müssen, zeigen Marktforschungsunternehmen und Beratungen in diversen Studien. Gartner beispielsweise prognostiziert, dass Mietsoftware bis zum Jahr 2012 mindestens ein Drittel des Marktes für Geschäftsanwendungen erobern wird. Auch der Erfolg von Unternehmen wie Salesforce - der amerikanische CRM-Spezialist strebt 2008 einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar - setzt etablierte Softwarehersteller zunehmend unter Druck.

Vorteile von Software als Service

Die geringe Kapitalbindung und die niedrigen Anfangsinvestitionen sprechen für SaaS. Mietanwendungen ermöglichen es Unternehmen aber in erster Linie, sich verstärkt auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Durch die Auslagerungen komplexer IT-Prozesse an externe Dienstleister können Firmen nicht nur Ressourcen sparen, sondern sie profitieren gleichzeitig von Best-Practice-Lösungen, denn ein SaaS-Anbieter ist meistens auf einem Gebiet spezialisiert.

Ferner bringt Mietsoftware den Vorteil mit sich, dass neue Systeme auf einfache Weise getestet, implementiert und dann verwaltet werden können. So bietet jeder SaaS-Anbieter einen mehrwöchigen Testzugang zu seinem System an, damit Interessierte es auf Herz und Nieren prüfen können. Die Implementierung einer Mietlösung ist zudem wesentlich einfacher als bei entsprechenden On-Premise-Varianten und meistens samt Mitarbeiterschulungen innerhalb weniger Wochen erledigt. Einmal im Einsatz sind SaaS-Systeme leichter zu verwalten als lokale Installationen: Die nervenaufreissende Einspielung von Updates liegt im Verantwortungsbereich des Anbieters, die Sicherung der Daten und der Systeme, sowie deren Wartung ebenfalls. Doch das Mietmodell bietet natürlich nicht nur Vorteile. Lesen Sie um Beispiel "COMPUTERWOCHE-Studie: Was der Mittelstand von SaaS hält" oder "SaaS: Lösungen aus der Leitung" um die Vorbehalte der Unternehmensanwender rund um SaaS zu erfahren.

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