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Mittelstand

Vorreiter für breite Ausweitung im Domain-Bereich

Top-Level-Domain .asia ab sofort allgemein verfügbar

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von pte pte
Die freie Vergabe von Domains mit der Endung .asia an alle Interessenten hat die zuständige Registrierungsstelle DotAsia gestern gestartet.

Die generische Top-Level-Domain (TLD) soll als panasiatische Plattform für insgesamt 73 Staaten dienen, ähnlich der .eu-TLD für die Europäische Union. Der Start der Asian-TLD erfolgt mit prominenter Unterstützung und dürfte Vorreiterrolle für das Internet haben.

In der sogenannten "Landrush"-Phase, die gestern gestartet wurde, können Nutzer aus aller Welt ohne jegliche Einschränkungen Internet-Adressen unter der .asia-TLD beantragen. "Wir wollten eine gemeinsame Plattform - von Asien, für Asien - wo Individuen und Unternehmen gleichermaßen die Online-Community in Asien erreichen können", erklärt Edmon Chung, DotAsia-CEO. Mit dem Landrush kulminieren acht Jahre dahin gehender Bestrebungen. Um das Interesse an .asia-Domains zu treiben, setzt DotAsia auf asiatische Berühmtheiten wie den indischen Cricket-Star Kapil Dev oder die zweifache chinesische Olympiasiegerin im Wasserspringen vom Drei-Meter-Brett Gao Min. Auch mehr als 700 bekannte Persönlichkeiten aus Hong Kong hätten bereits .asia-Domains.

Bis 31. Januar 2008 hatte es für .asia eine aus insgesamt fünf Phasen bestehende "Sunrise"-Periode gegeben, in der auch Inhaber von Markennamen und Unternehmen bereits Domains registrieren konnten. DotAsia meldet über 30.000 beantragte Domain-Namen bereits in der Sunrise-Periode, mit breit gefächertem internationalen Interesse. So gibt DotAsia an, dass etwa Domains für asiatische Non-Profit-Organisationen wie http://www.AndyHuiCares.Asia oder Asien-Ableger internationaler Unternehmen registriert sind.

Für das Internet allgemein sollte .asia als Vorreiter im Bereich neuer TLDs von Bedeutung sein. Nach dem Frühjahrsmeeting der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) Mitte Februar in Neu Dehli wird mit einer Explosion der Zahl der TLDs gerechnet. Die .com-Ära des Internets dürfte sich dem Ende nähern. "In wenigen Jahren werden wir um 500, manche sprechen sogar von 5.000, TLDs mehr haben", kommentiert Wolfgang Kleinwächter, Professor für Internet-Politik und Regulierung an der Universität Aarhus und Mitglied des Internet Governance Forum der Vereinten Nationen anlässlich des Domain pulse. Damit steht eine regelrechte Explosion gegenüber derzeit über 200 länderspezifischen TLDS wie .de, .at und .ch sowie rund 30 weiteren TLDs wie .com oder .org bevor.

Im vierten Quartal 2008 soll die internationale Ausschreibung neuer Domains starten, erste Neuzulassungen werden jetzt schon für Anfang 2009 erwartet, also etwas früher als noch im Oktober 2007 angenommen. Experten rechnen insbesondere mit einer raschen Registrierung von .africa als afrikanischem Pendant zu asiatischen überregionalen TLD. Auch Städte-Domains wie .berlin, .paris oder .nyc dürften nicht mehr aufzuhalten sein. Sollte allerdings .asia nicht den erwarteten Erfolg haben, könnte das den allgemeinen Enthusiasmus dämpfen.

Als Vergleich bietet sich die .eu-TLD an. Sie hat fast zwei Jahre nach dem Landrush über 2,79 Mio. registrierte Domains erreicht, wie aus der Statistik-Seite der EURid hervorgeht. ".eu ist heute die drittgrößte europäische TLD nach .de und .uk", meint Patrik Lindén, EURid Communications Manager, im Gespräch mit pressetext. Das zeige eine gute Akzeptanz der europaübergreifenden Domain. (pte)

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