Neues mal wieder aus der Inbox:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie sich herausgestellt hat, haben unsere letzten Xxx-Pressemitteilungen einige Redaktionen nicht erreicht.
Übersetzt heißt das: Keine Sau hat sich für unsere neulich verschickten Pressemitteilungen interessiert.
Im Folgenden erhalten Sie daher noch einmal Links zu den 2 wichtigsten Meldungen zum Aufrufen und Herunterladen. Links zu entsprechenden Fotos und Logos finden Sie in den Pressemitteilungs-Dateien.
Tut mir Leid, meine sehr verehrten Damen und Herren: Doppelt gemoppelt hält bei mir nicht besser.
Selbstgemachte PR ist doch immer noch die schönste PR. Mal wieder was aus der Inbox:
Internet-Sensation aus Deutschland
Wershofen (ots) – Twitter, Facebook, Google – die meisten Internet-Sensationen kommen aus den USA. Jetzt ist auch einer deutschen Firma eine Sensation gelungen: Die Deutsche Internet GmbH, gegründet von drei Jungunternehmern aus der High-Tech-Branche, hat es geschafft, die Internetwelt in ihren Bann zu ziehen – durch einen spektakulären Fund, der, so der Geschäftsführer des Unternehmens Volker Rupprecht, “mehr oder weniger durch Zufall” zustande kam.
Die angebliche “Sensation” sind ganz tolle Domainnamen wie “kurzurlaubbillig.de”, wie die “Pressestelle” der Deutsche Internet GmbH i. G. verlauten lässt. Bodenlos, dass sich mit so etwas noch jemand an die Öffentlichkeit wagt.
Eben fand ich Folgendes in meiner Inbox (steht sicher auch bald im “Presseloft”):
Lieber gehen statt still stehen
Nokia Navigationslösung Ovi Karten für Fußgänger ist ideale Alternative zum Berliner S-Bahn-Chaos
Berlin, 21. Juli 2009 – Alle Räder stehen still, wenn der starke Arm des Eisenbahnbundesamtes das will. So lässt sich derzeit die unglückliche Situation bei der Berliner S-Bahn zusammenfassen. 70 Prozent aller Züge fallen seit gestern für mindestens die nächsten drei Wochen aus. Ein waschechter Berliner lässt sich von dem drohenden Verkehrschaos jedoch nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Denn wie heißt es angesichts solcher Unannehmlichkeiten im Berliner Volksmund so schön: „Ick lack ma ’n Ast und setz ma druff.“ Zumal der Berliner, krisenerprobt wie er ist, weiß, dass sich aus aktueller Not auch schnell eine Tugend machen lässt.
Lieber gehen statt still stehen, heißt daher das Motto für die kommenden Wochen in der Hauptstadt. So bietet sich jetzt allen Berlinern wie auch Berlin-Besuchern die Möglichkeit, die Stadt statt mit der S-Bahn zu Fuß zu erkunden. Da trifft es sich gut, dass seit Anfang dieses Monats die neueste Version der Nokia Navigationslösung Ovi Karten für Mobiltelefone verfügbar ist, die sich unter anderem hervorragend für die Fußgängernavigation eignet. Diesbezüglich bietet die Software eigens den Modus „Gehen“, der eine einfache Tür-zu-Tür Navigation auf Fußgänger-optimierten Routen ermöglicht und für eine verbesserte Orientierung sowohl in der Stadt als auch im Gelände sorgt.
Auf solche PR-Ideen können auch nur Leute aus Ratingen oder Düsseldorf kommen, wo man die Stadt vielleicht noch einigermaßen zu Fuß erkunden kann. Berlin ist eine Nummer größer, liebe Rheinländer, und hat auch ein paar mehr Pendler. Die könnten Eure PR-Aktion vielleicht etwas zynisch schäbig finden. So wie ich auch.
Wir haben für unsere Nutzer mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und gleich all unsere Features und Funktionen für das Handy beziehungsweise den PDA optimiert, erklärt Thomas Traegner, Geschäftsführer von Direct-Date.
Mal wieder. Eine Blüte der PR. Frühlingsgefühle.
Der neue Mitarbeiter soll ein Organisationstalent sein. Er soll sehr gut Englisch sprechen, sich mit Word, Powerpoint und Excel auskennen. Bei IDS Scheer, einem Software- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Saarbrücken, erwarten ihn in der Kommunikationsabteilung viele anspruchsvolle Aufgaben. In der Ausschreibung auf der Internetseite www.newsroom.de war u. a. von “Recherche, Verfassen und Redigieren journalistischer Texte” die Rede, von der “Pflege der Inhalte im Intranet und Internet” und der “eigenständigen Bearbeitung der Anfragen von Kollegen in PR-Angelegenheiten”. Hier werden nicht etwa Redakteure gesucht, die zum Tarifgehalt angeheuert werden sollen, sondern zwei Praktikanten. Beschäftigt werden sie für ein ganzes Jahr.
Es soll 770 Euro pro Monat und Praktikumsplatz geben, schreiben die “Stuttgarter Nachrichten“. Wenn man einige Pressemitteilungen und PR-Texte verschiedener IT-Anbieter querliest, kommt man zu dem Schluss, dass IDS Scheer beileibe keine Ausnahme in der Branche ist: Viele PR-Themen und PR-Texte sind erbärmlich belanglos. Und es gibt wirklich viele schlechtere Presseabteilungen als die von IDS Scheer. Was nichts daran ändert, dass eine Vergütung von 9.240 Euro pro Jahr ein Hohn ist – brutto für netto geht man nach einem Jahr mit 500 Aktien und einem Zeugnis nach Hause.
Die 1989 gegründete Internetagentur: „effektiv online“, erobert mit seinen Dienstleistungen, den deutsche Markt.
So beginnt eine Pressemitteilung, die mir gerade Ralf List PR aus Aachen reinschickt. Sorry, aber da lese ich doch erst gar nicht mehr weiter.

Das muss eine wirklich nette Presseveranstaltung gewesen sein, auf der Sony neulich den PlayStation-Titel “God of War II” vorgestellt hat. Neben der üblichen Ausstattung fanden die Journalisten auch halbnackte Frauen, Typen in Tierhäuten und eine frisch geköpfte Ziege vor, was nach Meinung der Event-Veranstalter wohl das Gefühl erzeugen sollte, man befinde sich mitten im antiken Griechenland. Leider hat die britische Schundpresse davon Wind bekommen und den Vorgang gleich wieder künstlich aufgeblasen. Vielleicht war es taktisch ungeschickt, Fotos der Veranstaltung im offiziellen PlayStation-2-Magazin abzudrucken. Unglücklicherweise konnte man nicht – wie von der Schundpresse berichtet worden war – im Bauch der schlachtwarmen Ziegen nach Innereien graben, um den ersten Hunger zu stillen. Sony hat das jedenfalls dementiert.
Und damit das klar ist, liebe Printjournalisten - folgende Schlagzeile habe ich für die Dauer von zwei Jahren reserviert: “Grundschüler läuft Amok im Streichelzoo”
Ich bin gerade krank und nicht im Büro. Hab eben trotzdem einen Blick in meine Mails getan und folgende interessante Antwort gefunden:
Sehr geehrter Herr Cloer,
die Zahlen basieren auf unserer Besucherbefragung.
Wir fragen die Fachbesucher der CeBIT, wie hoch das Investitionsvolumen auf der CeBIT ist. Daraus ermitteln wir einen Durchschnittswert. Außerdem befragen wir die Besucher, ob sie konkrete Investitionsabsichten haben. Diese Zahl multiplizieren wir mit dem berechneten Mittelwert. So erzielten wir die Summe von fünf Milliarden Euro.
Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.
Beste Grüße aus Hannover von
Gabriele Dörries
Deutsche Messe AG
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Ich hatte zuvor gefragt:
Sehr geeherter Herr Gaide,
werte Kollegen der Pressestelle,
in der Halbzeit-Meldung zur kraftvoll gestarteten Messe ist von einem Ordervolumen von fünf Milliarden Euro die Rede.
Wie genau wurde diese Zahl ermittelt bzw. hochgerechnet?
Mit freundlichen Grüßen aus München,
Thomas Cloer
Jetzt würde mich ja schon interessieren, wie viele Besucher die Messe da befragt hat.
Allseits großer Beliebtheit erfreuen sich die Stand-Partys, bei denen Einige auch gerne mal etwas tiefer ins Glas schauen. Dagegen spricht nichts, wenn sie beim Verlassen der Party an ihre sieben Sachen denken würden. Eine europaweite Umfrage zeigt jedoch: Jeder Fünfte hat sogar schon Arbeitsutensilien wie Smartphone oder PDA verloren – feuchtfröhliche Partys sind für solche Malheure geradezu prädestiniert.
Obacht: Feuchtfröhlich ist ok, aber danach nicht den Blackberry vergessen. Das kann man lernen. Bei Trainingcamp. In nur sieben Tagen. Gleich Weiterbildungsantrag stellen!
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