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	<title>Messe·schnell·weg &#187; nachrichten</title>
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		<title>Thesen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 10:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fremdmeinung]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Journalismusferne Portale beeinflussen die Internet-Nutzer stärker als die News-Sites der Verlage und traditionellen Medienhäuser. Von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs erweisen sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus. Alle Nachrichten-Sites erheben den Klick, die Page-Impression, zur entscheidenden Kenngröße. Nachrichten werden im Web nicht nach Wichtigkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Journalismusferne Portale beeinflussen die Internet-Nutzer stärker als die News-Sites der Verlage und traditionellen Medienhäuser.</li>
<li>Von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs erweisen sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus.</li>
<li>Alle Nachrichten-Sites erheben den Klick, die Page-Impression, zur entscheidenden Kenngröße.</li>
<li>Nachrichten werden im Web nicht nach Wichtigkeit und Relevanz ausgewählt, sondern nach Einschaltquote.</li>
<li>Daraus resultiert eine Themenselektion und Gestaltung im vorauseilenden Gehorsam, ausgerichtet an den Bedürfnissen von Suchmaschinen und am Massengeschmack &#8212; eine antizipierende, opportunistische und liebedienerische Auswahl, die sich auf technisch begleitetes Ausspionieren der Leser stützt.</li>
<li>Die Orientierung an Quote und Massengeschmack bewirkt eine Holzschnittartigkeit und Uniformität der Websites, eine Verarmung der journalistischen Stilformen, eine Manipulation der Leser und Inhalte, eine Überrepräsentation seichter und unterhaltender Themen.</li>
<li>Keine verlegerisch motivierte Nachrichten-Site kann sich dem Druck der Reichweitensteigerung entziehen. Zeitungen und Magazine mit fokussierter Ausrichtung (Wirtschaft, Politik oder Sport) dehnen ihr Angebot weit über ihre eigentlichen Kernkompetenzen aus.</li>
<li>Nicht durch redaktionelle Beiträge, sondern durch Tools, Show, Rätsel und Fotostrecken wird das Gros der Reichweite rzeugt.</li>
<li>In der Praxis entwickeln sich Online-Journalisten zu Content-Aggregatoren. Ihre Arbeit beschränkt sich im Wesentlichen auf Zweitverwertung sowie die Bearbeitung und Anpassung angelieferter Texte.</li>
<li>Die Abhängigkeit von Agenturen steigt.</li>
<li>Bedingt durch neue Werbeformate verschwimmen die Grenzen zwischen redaktioneller Berichterstattung und Werbung.</li>
<li>Anzeigenkunden und Werbeagenturen gewinnen stärkeren Einfluss auf redaktionelle Websites.</li>
<li>Lobbyisten eröffnen sich durch die Arbeitsweise der Online-Redaktionen neue Möglichkeiten zur Instrumentalisierung.</li>
</ul>
<p>Brilliante Analyse. Aus &#8220;<a href="http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/04417.pdf">Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichte-Sites im Internet. Wie das Web den Journalismus verändert</a>&#8221; von Steffen Range und Roland Schweins im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Via <a href="http://sommergut.de/wp/archives/001331.shtml">Wolfgang</a>.</p>
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