Die Online-Partnersuche kann die derzeit dramatische Scheidungsrate von rund 50 Prozent verringern. Zu dieser Überzeugung kam jetzt der renommierte Paarforscher Prof. Erich H. Witte an der Universität Hamburg. “Wir können tatsächlich zu einer deutlich niedrigeren Scheidungsrate beitragenden”, bestätigt Dr. Arndt Roller, Chef der Online-Partneragentur Parship.
Da musste wohl mal wieder unbedingt eine Pressemitteilung raus, hm? Und gleich noch eine, die das Obige ein wenig konterkariert:
Eine interessante Beobachtung: Erotische Abenteuer und Seitensprünge nehmen nach den Festtagen deutlich zu. Wolfgang Herkert, Geschäftsführer von www.lovepoint.de, erklärt: “Bei uns suchen nach Neujahr sichtlich mehr Frauen und Männer eine knisternde Begegnung als im restlichen Jahr.” Warum sind so viele Menschen ausgerechnet nach den Feiertagen auf der Suche nach einem Liebesabenteuer?
Dr. Christoph von Quast, Psychologe und zuständig für das psychologische Matching bei Lovepoint.de, weiß um die Ursachen dieser Gefühle in den Tagen nach dem Fest: “Gerade in dieser Zeit nehmen Singles das Alleinsein intensiv wahr und verspüren durch die emotional geprägte Weihnachtsstimmung verstärkt das Bedürfnis nach Nähe und Wärme – auch wenn es nur eine erotische Begegnung ist.”
Was denn nun — Scheidungsquote senken oder Seitensprünge vermitteln? Oder gar Scheidungsquote senken durch psychologisch gematchte Affären?
Revenue Science, one of the leading players in the business of targeted advertising, gathers information about consumers and then sells it to marketers. According to the company’s “file” on me, I’m a “hip homemaker” who probably trades stocks and buys expensive clothes and boats.
Actually, I’m 24, single and I live in a cramped New York City apartment where my television sits on top of my refrigerator. I sometimes dog-sit for extra spending money and have never bought or sold a single stock. As for luxury boats, the closest I’ve come to one most recently was during a run past a yacht club in St. Petersburg, Fla., three years ago when I was an intern at a newspaper there.
Die ganze Werbebranche lügt sich so was von einen in die Tasche, gee…
Ich liebe das Internet: Welches Unternehmen könnte sonst von sich behaupten, in nur 3,5 Jahren auf einen Marktwert von rund 15 Milliarden Dollar zu klettern – einzig mit einer Website. OK, Google vielleicht. Wahnsinn, das Internet im Jahr 2007. Ich liebe es.
…ist angesichts dieses Urteils noch vorsichtig ausgedrückt:
Der BGH hat auch das Argument der Beklagten zurückgewiesen, dass deutsche Anbieter pornographischer Inhalte durch die Jugendschutzbestimmungen gegenüber ausländischen Anbietern diskriminiert würden. Die Zugangsbeschränkungen des deutschen Rechts für pornographische Inhalte im Internet erfassten grundsätzlich auch ausländische Angebote, die im Inland aufgerufen werden könnten. Die Schwierigkeiten der Rechtsdurchsetzung bei Angeboten aus dem Ausland führten nicht zu einem Verstoß gegen das Gleichheitsgebot.
Journalismusferne Portale beeinflussen die Internet-Nutzer stärker als die News-Sites der Verlage und traditionellen Medienhäuser.
Von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs erweisen sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus.
Alle Nachrichten-Sites erheben den Klick, die Page-Impression, zur entscheidenden Kenngröße.
Nachrichten werden im Web nicht nach Wichtigkeit und Relevanz ausgewählt, sondern nach Einschaltquote.
Daraus resultiert eine Themenselektion und Gestaltung im vorauseilenden Gehorsam, ausgerichtet an den Bedürfnissen von Suchmaschinen und am Massengeschmack — eine antizipierende, opportunistische und liebedienerische Auswahl, die sich auf technisch begleitetes Ausspionieren der Leser stützt.
Die Orientierung an Quote und Massengeschmack bewirkt eine Holzschnittartigkeit und Uniformität der Websites, eine Verarmung der journalistischen Stilformen, eine Manipulation der Leser und Inhalte, eine Überrepräsentation seichter und unterhaltender Themen.
Keine verlegerisch motivierte Nachrichten-Site kann sich dem Druck der Reichweitensteigerung entziehen. Zeitungen und Magazine mit fokussierter Ausrichtung (Wirtschaft, Politik oder Sport) dehnen ihr Angebot weit über ihre eigentlichen Kernkompetenzen aus.
Nicht durch redaktionelle Beiträge, sondern durch Tools, Show, Rätsel und Fotostrecken wird das Gros der Reichweite rzeugt.
In der Praxis entwickeln sich Online-Journalisten zu Content-Aggregatoren. Ihre Arbeit beschränkt sich im Wesentlichen auf Zweitverwertung sowie die Bearbeitung und Anpassung angelieferter Texte.
Die Abhängigkeit von Agenturen steigt.
Bedingt durch neue Werbeformate verschwimmen die Grenzen zwischen redaktioneller Berichterstattung und Werbung.
Anzeigenkunden und Werbeagenturen gewinnen stärkeren Einfluss auf redaktionelle Websites.
Lobbyisten eröffnen sich durch die Arbeitsweise der Online-Redaktionen neue Möglichkeiten zur Instrumentalisierung.
Die ARD hat gestern um 23:45 mal wieder ein echtes gebührenfinanziertes Schmankerl für den aufgeweckten Redakteur unters unter seniler Bettflucht leidende Volk gebracht: Das Internet ist an allem Schuld. Falls Sie das noch nicht wussten, schauen Sie sich einfach das Video an. Da kann einem wirklich Angst und Bange werden. Aber nicht vor dem Internet, sondern vor manipulativem und tendenziösem Boulevard-Journalismus und dumpfer Panikmache unter öffentlich-rechtlicher Flagge.
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