Im “Spiegel” maulen sie über die “Verbotshysterie” in Deutschland, was hierzu führt: “Die Lust steht auf der Kippe”.
Doch es geht um etwas anderes, es geht ums Prinzip, es geht um die Verteidigung der persönlichen Freiheit, das zu tun oder lassen, was einem gefällt, auch wenn es schadet.
Schöner Anspruch für einen ganz normalen Dienstag in Online-Deutschland. Und die Aussichten? Spießer 2.0 steht kurz vor der Machtergreifung, dann Gleichschaltung 2.0, dann Hippie 2.0.
Spiegel Online hat es sich nicht nehmen lassen, über die Demenz eines ehemals bekannten Musikers zu schreiben. Das ist löblich. Abstract: Prince und seine Plattenfirma sehen in dem hier vorgetragenen Lied eine Copyright-Verletzung, erwirkten die zwischenzeitliche Löschung und drohten mit Schadensersatzforderungen. Da fällt selbst mir kein dummer Spruch mehr ein.
Interessante Geschichte zum E-Commerce in News.com. Tenor: Die exorbitanten Wachstumsraten der Online-Händler in den USA sind Geschichte. Zitiert werden die Marktforscher Forrester und Jupiter. Vermutlicher Grund für die Entwicklung sei, dass physikalische Läden aufgerüstet hätten und die Kunden wieder nach einer “shopping experience” suchen. Durchsetzen werde sich das Hybrid-Modell ‘Clicks & Bricks” aus E-Shops und richtigen Läden.
So weit ist es schon gekommen: Cnet schreibt eine kurze Geschichte der Blogs. Wer war erster Blogger vor dem Herrn? Who cares? Die Frage muss doch lauten: Wer ist der letzte Blogger?
Es gibt Blogs in Deutschland, bei denen lohnt es sich schon allein, den Kommentar-Feed zu abonnieren. Ein Auszug:
Gott sei dank muß ich den Blödsinn nicht mehr mitmachen. “Morgenandachten” enthemmter Vertriebsleiter, endlose Pin- und Tüten-Sammler, Gespräche, aus denen nie ein Deal wird, jeden Morgen Stau, Schlamm, Regen und Schnupfen, und noch monatelang hinterher die dämliche Frage, warum denn aus den “Leads” nichts geworden ist (dabei weiß jeder, daß das alles irgendwo herausgefischte Visitenkarten sind…).
Und die Kosten für den ganzen Spaß fehlen nachher an der Jahresmarge der Firma. Aber bloß nicht dran rütteln. Scheinheiliges Geschäft, das Ganze. Was für eine Verschwendung wertvoller Lebenszeit.
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