Ich habe ganz doll Angst um die deutsche Jugend. Der droht bei URL-Vertippern nämlich Schreckliches. Behauptet jedenfalls meine Inbox:
Facebook: Folgenschweres Typosquatting
Kommentar von Bernd Beiser, Geschäftsführer NetNames GmbH
Ein kleiner Tippfehler mit großen Folgen: In harmonischer Nachbarschaft liegen die Buchstaben B und V auf der Tastatur. Doch ein lapidarer Fehltritt beim Eintippen der Internetadresse kann fatale Folgen haben – etwa beim beliebten Social Network Facebook. User, die anstatt facebook.com versehentlich facevook.com eingeben, landen ohne Vorwarnung auf einer Hardcore-Porno-Seite. Fatal bei einem Portal, das besonders bei Jugendlichen beliebt ist.
Bernd Beiser, Geschäftsführer der NetNames GmbH, kommentiert diesen schweren Fall von Typosquatting
„Bei dem aktuellen Facebook-Beispiel handelt es sich um einen besonders schweren Fall von Typosquatting. Typosquatting ist auch unter dem Begriff URL-Hijacking bekannt. Dabei handelt es sich um eine Form der Cyber-Kriminalität, bei der die Täter typische Tippfehler nutzen, die Internet-Anwendern beim Eingeben der Website-Adresse in den Browser unterlaufen. Anschließend werden die User auf eine alternative Website weitergeleitet. Auf diesen Seiten verbergen sich häufig unseriöse Angebote oder Werbelinks, die das Image des tatsächlichen Markeninhabers schädigen können. Dies muss derzeit leider auch Facebook feststellen. Neben der Imageschädigung für das Unternehmen muss in diesem Fall aber auch bedacht werden, dass Facebook eines der beliebtesten Social Networks ist und überwiegend von Jugendlichen und Kindern genutzt wird – und die Seite mit eindeutig pornografischen Inhalten ohne Vorwarnung erscheint. Ein professionelles Domainname-Management kann Unternehmen vor diesen Formen der Online-Kriminalität schützen. Es ist deutlich kostengünstiger, eine Marke im World Wide Web von Anfang an zu schützen, als später Cybersquatter und Produktpiraten verfolgen zu müssen. Die Kosten, die im Falle eines Missbrauchs durch Beweisführung und Rechtsstreits entstehen, übersteigen die Ausgaben für ein professionelles Domainnamen-Management um ein Vielfaches.“
Da klickt man aus Interesse auf den Betreff, und dann erscheint ohne Vorwarnung eine Seite mit unsäglichen Banalitäten. Vielen Dank an LEWIS PR (Pubic Relations?) für dieses Highlight meines journalistischen Arbeitstages.
Davon abgesehen wage ich zu bezweifeln, dass Facebook so beliebt ist bei deutschen Minderjährigen, auf die Pornographie sittlich verrohend wirken könnte. Die hängen nämlich alle bei studiVZ und lokalisten.de ab und schicken sich da ihre eigenen schmutzigen Bildchen hin und her.
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Bloomberg hat versehentlich schon mal einen Nachruf auf Steve Jobs veröffentlicht, wie Gawker berichtet…
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Gestern Abend im Flieger habe ich mir einen Artikel aus der “WamS” reingeschraubt, der mich ganz schön genervt hat. Der Autor Helge Denker beschäftigt sich in dem auch online verfügbaren Beitrag “Es muss nicht immer Office sein” mit teils kostenlosen Alternativen zu Microsoft Office, als da wären OOo, Google Text und Tabellen sowie StarOffice.
Abgesehen von Sprachungetümen wie “gibt es das Open-Source-Projekt OpenOffice 3.0 zum kostenlosen Herunterladen bereit” und anderen möglicherweise Redigierfehlern ist der Text auch inhaltlich teilweise verwegen. So bietet Google angeblich einen “kostenlosen Dienst ‘Software as Service’” an. Und “einfache, mathematische Funktionen, die Excel seit Jahren bietet”, kennt Googles Tabellendienst laut Denker ebenfalls. Außerdem biete Microsoft “in den USA Office bereits als Online-Dienst und zum Mieten an” (Ersteres ist falsch!). Dazu noch Falschinformationen zu einer vermeintlich vollständigeren Version (PrOOo?) von OOo auf CD, die je nach Anbieter zwischen 60 und 80 Euro kosten soll.
Denker geht überdies an keiner Stelle auf die Historie von OpenOffice.org, StarOffice, Star Division und Sun ein und erwähnt auch mit keinem Wort den Zusammenhang zwischen OOo und StarOffice (das derzeit mit “Microsoft Windows, Linus und Solaris” läuft; der entsprechende Textkasten fehlt in der Online-Variante des Textes).
Und so etwas wird dann mit einer Reichweite von (laut Wikipedia) 1,34 Millionen Lesern unters Volk gebracht. Autsch. Vielleicht hätte man Schlussredaktion und Korrektorat doch nicht einsparen sollen?
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Aus der Inbox:
Wien (ots) - 24 Jahre verbrachte Elisabeth F. ihr Leben im Keller. Eingesperrt von ihrem eigenen Vater Josef F. news.at rekonstruierte das Keller-Verlies mittels 3-D-Modell und macht dieses für den User begehbar.
Wenn Sie Ihren Usern ebenfalls ein realistisches Bild des Horror-Kellers vermitteln wollen, dann verlinken Sie auf unsere Applikation unter http://www.news.at/horrorkeller
Rückfragehinweis:
Florian Janousek, Chefredakteur news.at
Widerliche Sensationsgier. Wir verlinken nicht. Wer trotzdem dem Link folgt, dem ist meine Verachtung gewiss.
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Dass der Euro SO stark ist, war mir noch nicht klar. (Kommt davon, wenn man dpa-Meldungen unredigiert auf seine Seite stellt…)
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Der CEO der britischen Bankgesellschaft Royal Bank of Scotland Group plc, Fred Goodwin, hat im vergangenen Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von 4,19 Mrd. Britische Pfund (GBP) erhalten, was einem Anstieg von 5 Prozent zum Jahr 2006 entspricht.
Jetzt kein Neid! Er war jeden Penny wert. Immerhin hat sich der Aktienkurs in den vergangenen 52 Wochen nur halbiert.
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Alle sind froh, dass es die Halle 1 nicht mehr gibt. Fazit des CW-Artikels: Durch die Entscheidung der Messegesellschaft, uns aus Halle 1 zu vertreiben, können wir viel Geld sparen, ohne das Gesicht zu verlieren.
Einzig ein Mann hält die Fahne hoch:
Jörg Hollerith aus der Sales-Abteilung des Elektronikherstellers Casio, der nun in Halle 7 vertreten ist, war im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE enttäuscht von der Deutschen Messe AG: “Schade, dass es Halle 1 nicht mehr gibt. Wir haben da sehr gut hereingepasst.”
Wenn Sie mal wieder in München sind, Herr Hollerith, kommen Sie einfach auf einen Kaffee vorbei. Danke!
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Ich warte seit zehn Jahren auf dieses Bild. Glücklicherweise habe ich ein Alibi (wenn auch nur für Donnerstag). Bin mal auf die Auswertung der Videokameras gespannt, kommt dann ggf. bei YouTube.
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Das “Handelsblatt” war schon im Vorjahr zu dämlich, die Pressemitteilungen der CeBIT zu kopieren. Nun gut, sie hatten zwölf Monate, aber sie sind immer noch nicht weiter. Jetzt steht nämlich wieder der richtungsweisende Text “Die Geschichte der CeBIT” online, und der gleiche Fehler ist erneut (auf Seite 4 am Ende) drin:
Der Anteil der Privatbesucher der Cebit hat sich seit 1996 deutlich verringert und liegt mittlerweile bei etwa 15 Prozent. Entsprechend stieg der Fachbesucheranteil auf 85 Prozent.
Echt, Respekt. Tolle Leistung. Vorbildfunktion. Höre ich “Qualitätsjournalismus”?
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Abgesehen von der Frage, ob man die Haut nicht hätte photoshoppen können, lotet diese Bilderstrecke der “Welt” einen neuen Tiefpunkt des Online-Journalismus aus:
Welcher Tennisspielerin gehört welcher Po?
Wie sollen wir kontern - mit Server-Babes, Router-Schnittchen oder einem Intim-Ratgeber?
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