Betreffzeilen von Newslettern sollen den Leser zum Klicken bringen, klare Sache. Aber so etwas hier nervt einfach nur, finde ich:

ZDnet Daily Update ist hiermit abbestellt. Und tschüs.
Dumm klickt gut
Betreffzeilen von Newslettern sollen den Leser zum Klicken bringen, klare Sache. Aber so etwas hier nervt einfach nur, finde ich:

ZDnet Daily Update ist hiermit abbestellt. Und tschüs.
Ein Herr, der uns schon öfters sogenannte “Pressemitteilungen” voller Fehler geschickt hat, verstopft meine Inbox auch heute wieder mit seinem Müll:
Die Kriminalstatistik für Deutschland belegt, dass von 2007 auf 2008 die Zahl der Fälle gefährlicher und schwerer Körperverletzung im öffentlichen Raum um 9,1 % zugenommen hat. Die Statistiker rechnen mit einem noch höheren Anstieg für den Zeitraum 2008 bis 2009.
Informatiker entwickeln zurzeit eine innovative und kreative Technologie die für mehr Sicherheit in Deutschland sorgen soll: Das SOS-App für das iPhone. Die Funktionsweise: Während einer Gefahrensituation drückt der Betroffene das App und in Echtzeit geht ein Notrufsignal in einer eigens eingerichteten Zentrale ein. Dort identifiziert ein Mitarbeiter den Notrufenden und ortet ihn anhand eines GPS-Signals. Anschließend wird die Polizei genau an die geortete Stelle gerufen um weiteren Schaden von der Person abzuwenden.
Der Vorteil: Innerhalb einer Sekunde wird eine genaue Ortsbestimmung und Identifikation des Notrufenden bestimmt – Die Polizei kann wesentlich schneller eingreifen und weiteren Schaden verhindern. Für einen Notruf mit Eingabe einer Nummer über die Tastatur und einer genauen Positionsangabe fehlt dem Opfer während einer Gefahrensituation die Zeit.
Das SOS-App soll auch für mehr Sicherheit in Schulen sorgen, denn sollte Gefahr in Verzug sein, kann durch das SOS-App ein sofortiger Alarm mit Ortung abgesetzt werden, ohne dass die Betroffenen sich weiter einer Gefahr aussetzen.
Noch in diesem Jahr soll die Entwicklung abgeschlossen werden. Nach erfolgreicher Pilotphase in Deutschland, soll das SOS-App weltweit zum Einsatz kommen.
Mehr Informationen über das App und die Technologie erhalten Sie unter: www.sos-app.de
Ich sage dazu nur: Die SOS-App (kommt von die Applikation, daher nicht das, aber das nur am Rande) basiert auf dumpfer Panikmache und soll einzig und allein den Geldbeutel der Betreiber füllen. Polizei, Feuerwehr Rettungsdienste sind in Deutschland nicht privatisiert. Das ist gut so und sollte auch so bleiben.
Selbstgemachte PR ist doch immer noch die schönste PR. Mal wieder was aus der Inbox:
Internet-Sensation aus Deutschland
Wershofen (ots) – Twitter, Facebook, Google – die meisten Internet-Sensationen kommen aus den USA. Jetzt ist auch einer deutschen Firma eine Sensation gelungen: Die Deutsche Internet GmbH, gegründet von drei Jungunternehmern aus der High-Tech-Branche, hat es geschafft, die Internetwelt in ihren Bann zu ziehen – durch einen spektakulären Fund, der, so der Geschäftsführer des Unternehmens Volker Rupprecht, “mehr oder weniger durch Zufall” zustande kam.
Die angebliche “Sensation” sind ganz tolle Domainnamen wie “kurzurlaubbillig.de”, wie die “Pressestelle” der Deutsche Internet GmbH i. G. verlauten lässt. Bodenlos, dass sich mit so etwas noch jemand an die Öffentlichkeit wagt.
In der Haut von Andrea G. möchte ich nicht stecken. Frau G. hat nämlich eben folgende Einladung per E-Mail verschickt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt. Anlässlich des Beginns der Testphase möchten wir Ihnen Einzelheiten des Projektes vorstellen. Wir freuen uns, Sie am Freitag, 9. Oktober, 10 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses in Friedrichshafen, Adenauerplatz 1, 88045 Friedrichshafen, begrüßen zu dürfen. Parkmöglichkeiten bestehen im Parkhaus am See (Navigationsadresse: Karlstraße). Von dort aus sind es nur rund fünf Minuten zum Adenauerplatz 1.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Gxxxxxx
Pressesprecherin
Stadt Friedrichshafen
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen
Telefon: 07541 / 203 XXXX
E-Mail: a.gxxxxxxx@friedrichshafen.de
Internet: www.friedrichshafen.de
Und zwar an 560 Empfänger (darunter auch meine Wenigkeit), die ALLE im An:-Feld standen. Was nicht so schön ist, wie auch der IT-Sicherheitsexperte Hadmut D. völlig zu Recht bemängelt:
Liebe Frau Gxxxxxx,
obwohl (oder gerade weil) ich nicht auf der Empfängerliste stand, fand ich Ihre Mail sehr aufschlussreich – als Realsatire.
Eine Mail an über 100 Empfänger zu senden und die alle in das To-Feld als Empfänger zu setzen, so daß jeder sehen kann, wer noch alles eingeladen – und wer nicht eingeladen – ist, ist mehr als nur ein Fauxpas.
Es ist auch mehr als nur eine datenschutzrechtswidrige Weitergabe personenbezogener Daten.
Es ist eine Verletzung der Vertraulichkeit und der Sicherheit. Wenn irgendeiner der Empfänger einen virenverseuchten oder bot-infiltrierten PC hat (was heute kaum noch zu vermeiden ist), landen die E-Mail-Adressen sofort in Spam-Listen, Adresshandelslisten und dergleichen. Und selbst wenn nicht, dann landen solche Adresslisten immer noch bei Leuten wie mir.
Das gibt einer Einladung zu einem Feld-Test für “sichere”, “vertrauliche”, “spam-feste” E-Mail die richtige Würze, das muß ich schon sagen.
On Mon, Oct 05, 2009 at 06:24:42PM +0200, Gxxxxxx, Andrea wrote:
Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt.
Vermutlich, weil es da am allernötigsten ist?
(Sorry, could not resist…)
Mit den besten Grüßen
Hadmut D. (IT-Sicherheitsspezialist)
Besser hätte ich es auch kaum sagen können.
Also ich bin ja selbst Kunde von sipgate und eigentlich mit deren VoIP-Service sehr zufrieden. Heute war ich aber kurz davor, zu kündigen, als ich das hier in meiner Inbox fand:
sipgate bietet T-Online-Kunden kostenlose Ortsrufnummer und Freiminuten
Düsseldorf, 24. Juni 2009 – sipgate bietet Kunden des vor dem Aus stehenden VoIP-Dienstes ‘DSL-Telefonie basic’ der Deutschen Telekom einen kostenlosen VoIP-Anschluss inklusive Ortsrufnummer an. Kunden, die bis zum 15. Juli 2009 von der Telekom zu sipgate wechseln, erhalten zudem ein Begrüßungsgeschenk von 555 Freiminuten** für Telefonate ins deutsche Festnetz.
Der von T-Online geführte Dienst ‘DSL-Telefonie basic’ wird zum 15. Juli 2009 eingestellt. Über die enthaltene 032-Rufnummer waren Kunden allerdings nur eingeschränkt und teuer aus den Telefonnetzen erreichbar. Dagegen ist die bei sipgate kostenlos bereitstehende Ortsrufnummer uneingeschränkt und zu den üblichen Konditionen aus den weltweiten Telefonnetzen anwählbar. Neben Telefonie enthält der sipgate VoIP-Anschlüsse außerdem Web-Fax, -SMS und einen -Anrufbeantworter. Mit einem Wechsel zu sipgate erhalten T-Online-Kunden damit zugleich besseren Komfort.
T-Online-Kunden können bei sipgate zwischen dem grundgebührfreien Tarif ‘sipgate basic’ und dem ISDN-Konkurrenztarif ‘sipgate plus’ (3,90 EUR/Monat*) wählen. Privat-Kunden können diese Tarife um die Option ‘sipgate flat’ (Europa-Festnetz-Flatrate; 6,90-8,90/Monat*) erweitern. Jahresverträge bietet sipgate inklusive subventionierter Hardware an. Die Aktivierung der Freiminuten erfolgt über die Zusendung eines Screenshots aus dem ‘DSL-Telefonie basic’-Account an support@support.sipgate.de.
sipgate tut hier so, als mache es den gelackmeierten T-Online/Home-Kunden ein ganz besonders großzügiges Angebot. Die genannten Preise und Tarife gibt es aber schon lange — und für jeden, nicht nur für Zwangswechsler aus der Magenta-Ecke. Das einzig Besondere an dieser Aktion sind die 555 Freiminuten, die dummerweise nach einem Monat verfallen. Unterschlagen wird außerdem, dass Faxempfang nur mit dem ‘plus’-Tarif geht.
Mit einem Wort: Bauernfängerei. Hätte ich nicht von Ihnen erwartet, lieber Herr Fuchs.

Schon allein deswegen, weil die Beschränkung auf 140 Zeichen gelegentlich geniale Wortspiele und Formulierungen wie die obige hervorbringt. Glückwunsch an die Kollegen von turi2. Das-war-spitze!
Die Initiative Internet erfahren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie geht mit ersten Maßnahmen zur Förderung der digitalen Integration in Deutschland in die Praxis. Ab heute gehen die neuen Webangebote www.alle.de und www.internetpaten.info / www.internetpatinnen.info online.
Paten und Patinnen? Man(n) kann es auch übertreiben mit der Gleichstellung, finde ich…
Ein Leserbrief an eine Kollegin von mir:
Hallo Frau Mesmer,
ich arbeite 17 Jahre in der IT und habe gelernt, dass das Leben nur aus Lügen besteht. Ich glaube keine Industrie lebt so sehr von der Illusion wie die IT.
Nach dem Studium arbeitet ich in einer “Garagenfirma” /Startup in Dortmund. Das erste Projekt war ein Outsourcingprojekt eines großen deutschen Konzerns. Um die Mitarbeiter extrem zu motivieren Überstunden und Wochenendarbeit zu leisten versprach das Unternehmen als Gratifikation ein ganzes Monatsgehalt. Darauf warte ich noch heute.
Im Anschluß daran bekam ich einen Job als Leiter einer Softwareentwicklungsabteilung in Solingen. Der Geschäftsführer verschwieg mir, dass er sich mit seinem Teilhaber gestritten hatte, dieser eine Konkurenzfirma eröffnet hatte und alle Entwickler gekündigt hatten und zu diesem wechselten. Die bis dahin getätigten Entwicklungen nahmen sie mit und sie hatten vor meinen Augen ein Backup gemacht, da ich ja nicht wußte, dass alle gekündigt hatten.
Danach arbeitete ich für einen norddeutschen Großkonzern als externer Mitarbeiter. Man stellte eine Dauerposition in Aussicht und bei der Planung eines Großprojektes war ich maßgeblich beteiligt, um den
strategischen Partner auszuloten. Man einigte sich mit der DV Leitung auf einen der untersuchten Partner, ich beschloss daraufhin nach Norddeutschland zu ziehen und dann bekam der zweitplatzierte den Zuschlag. Als das Projekt gescheitert war erklärte man mir, dass man mich belogen hatte und von vornherein die Absicht bestand den erstplatzierten nicht als Partner zu wählen. Ich kündigte unter lautem Protest.Daraufhin arbeitete ich für ein Ingenieurbüro aus NRW. Diese boten hohe Stundensätze und schnelle Bezahlung. Ich ruinierte mich innerhalb von einem halben Jahr beinahe vollständig, weil man nur alle 3 Monate eine Rechnung bezahlte.
Als sich der Vertriebsmann verselbständigte warb er mich an. Er versprach pünktliche Bezahlung aber ich sollte 20DM am Stundensatz nachlassen. Nach 2 Monaten hörte ich auf. Kein Geld aber dafür wollte der für 2 Jahre Schadensersatz für ihm angeblich entgangene Gewinne. Das sahen die Richter in Köln anders.
Dann hatte ich 6 Jahre Glück. Ich arbeitete als Freelancer für MaK Datasystems bzw. Teamwork, heute Consist International. Korrekte Bezahlung, ehrliche Leute, feinste Projekte.
MaK Datasystems vermittelte mich an einen großen Lebensmittelvertrieb. Nach 2 Jahren bot man mir eine feste Stelle an. Man bot Betriebsrente und nach der Probezeit eine deutliche Gehaltserhöhung. Aus der Betriebsrente wurde nichts, es gab 2 Jahre keine Gehaltserhöhung und stattdessen wurde die 37,5 Stunden Woche auf 40 Stunden angehoben, und da die Tätigkeit extreme Reisezeiten von 10 Stunden pro Woche mit sich brachte kam ich auf 56 Stunden pro Woche im Schnitt ohne die Möglichkeit Überstunden abzubummeln oder bezahlt zu bekommen. Man hielt mich aber für den unverzichtbaren Experten in meinem Fachbereich schlechthin. Ich beendete das Arbeitsverhältnis fristlos, die Kündigung wurde dann in einen Aufhebungsvertrag gewandelt, als es hieß, dass ich auf meine Kosten umziehen solle, da die Dienstreisen nach Süddeutschland zu teuer seien.
Zu meinem aktuellen Projekt werde ich mich erst äußern, wenn ich eine Alternative gefunden habe.
Tatsache ist, dass in unserer Branche “Tarnen und Täuschen” in allen Bereichen zum guten Ton gehört. Der eine verkauft Bananenware als ausgereiftes Produkt, der nächste bietet das ultimative Retailsystem und wieder andere perfektes Systemmanagement Tools oder hervorragende Werkzeuge zur Performanceanalyse, die jegliche know how unnötig machen.
Die IT ist gespickt mit Blendern.
Diesen Leserbrief können Sie in der Form gerne vollständig abdrucken.
Falls jemand persönlich Kontakt zu dem Herrn aufnehmen möchte: Wenden Sie sich doch vertrauensvoll an uns. Ansonsten hoffen wir mal auf ein paar spannende Kommentare…

Das ist mein neues Gigaset SL785. Eigentlich ein ziemliches Über-Schnurlostelefon. Wird seit dem Weihnachtsgeschäft verkauft und ist sehr beliebt. Nur ist leider die Software noch nicht ganz fertig.
Das kann man unter anderem hier nachlesen — O-Ton vom Gigaset-Support:
Die Markteinführung des Gigaset SL780/SL785 war ursprünglich zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Auf Grund der großen Nachfrage entschieden wir uns für eine frühere Markteinführung des Telefons. Der volle Funktionsumfang des Gigaset SL780/SL785 steht ab März 2009 durch ein Softwareupdate zur Verfügung.
Führen Sie bitte ein Update des Gigaset SL78H über die Software QuickSync durch. Die aktuellste Version ist die 75 030 00. Testen Sie danach die Gesprächsübernahme durch drücken der Headset-Taste. Ist die Gesprächsübernahme nicht möglich, ist die Gesprächsübernahme lediglich über das interne Weiterleiten möglich.
Quasi als ob man sich einen PC mit Vista gekauft hat und nun noch auf Windows 7 warten muss. Aber das SL785 ist wenigstens jetzt schon schön
* = reift beim Kunden
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