Archive for the 'Es menschelt' Category

Nur ein kleines Unternehmen

Jenna Sampson von Twitter schreibt mir heute früh:

Hallo,

Um Twitter in einer globalen Kommunikationsplattform zu entwickeln und die Nutzung der Webseite durch nicht-englischsprachige Benutzer zu fördern. haben wir mit der Übersetzung der Plattform in anderen Sprachen angefangen. Es gibt schon viele deutschsprachige Twitterer, also heute, feiern wir die Einführung der deutschen Version der Webseite. Wir haben hier einen separaten Twitter-Benutzerkonto hier erstellt, um die Einführung der deutschen Version zu diskutieren. In der Zukunft, werden wir deutsche Updates sowie Geschichten von unseren Benutzern auf diesem Konto eintragen, doch ist das englische Hauptblog, mit weiteren relevanten “Twinformationen” immer hier zu finden.

Auf Twitter, teilen Leute Informationen miteinander und kommunizieren in Echtzeit per Handy oder über das Web. Wenn Du neu bei Twitter bist, kannst Du mehr darüber hier erfahren.

Hinweis: Weil wir nur ein kleines Unternehmen in San Francisco, Kalfornien sind, sind wir leider zurzeit nicht bereit, Medieninterviews zu geben. Wenn Du fragen hast, kannst Du mir eine E-Mail schicken. Ich versuche alle E-Mails rechtzeitig zu antworten, aber manchmal dauert es doch ein bisschen länger. Die meisten Informationen sind im Twitter-Blog oder im obenerwähnten Twitter-Konto zu finden.

Vielen Dank,

jenna

Jenna Sampson
Twitter, Inc.
@twitter | @jennadawn

Süß, oder?

Presseverteiler gefällig?

In der Haut von Andrea G. möchte ich nicht stecken. Frau G. hat nämlich eben folgende Einladung per E-Mail verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt. Anlässlich des Beginns der Testphase möchten wir Ihnen Einzelheiten des Projektes vorstellen. Wir freuen uns, Sie am Freitag, 9. Oktober, 10 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses in Friedrichshafen, Adenauerplatz 1, 88045 Friedrichshafen, begrüßen zu dürfen. Parkmöglichkeiten bestehen im Parkhaus am See (Navigationsadresse: Karlstraße). Von dort aus sind es nur rund fünf Minuten zum Adenauerplatz 1.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Gxxxxxx
Pressesprecherin
Stadt Friedrichshafen
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen
Telefon: 07541 / 203 XXXX
E-Mail: a.gxxxxxxx@friedrichshafen.de
Internet: www.friedrichshafen.de

Und zwar an 560 Empfänger (darunter auch meine Wenigkeit), die ALLE im An:-Feld standen. Was nicht so schön ist, wie auch der IT-Sicherheitsexperte Hadmut D. völlig zu Recht bemängelt:

Liebe Frau Gxxxxxx,

obwohl (oder gerade weil) ich nicht auf der Empfängerliste stand, fand ich Ihre Mail sehr aufschlussreich – als Realsatire.

Eine Mail an über 100 Empfänger zu senden und die alle in das To-Feld als Empfänger zu setzen, so daß jeder sehen kann, wer noch alles eingeladen – und wer nicht eingeladen – ist, ist mehr als nur ein Fauxpas.

Es ist auch mehr als nur eine datenschutzrechtswidrige Weitergabe personenbezogener Daten.

Es ist eine Verletzung der Vertraulichkeit und der Sicherheit. Wenn irgendeiner der Empfänger einen virenverseuchten oder bot-infiltrierten PC hat (was heute kaum noch zu vermeiden ist), landen die E-Mail-Adressen sofort in Spam-Listen, Adresshandelslisten und dergleichen. Und selbst wenn nicht, dann landen solche Adresslisten immer noch bei Leuten wie mir.

Das gibt einer Einladung zu einem Feld-Test für “sichere”, “vertrauliche”, “spam-feste” E-Mail die richtige Würze, das muß ich schon sagen.

On Mon, Oct 05, 2009 at 06:24:42PM +0200, Gxxxxxx, Andrea wrote:

Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt.

Vermutlich, weil es da am allernötigsten ist?

(Sorry, could not resist…)

Mit den besten Grüßen
Hadmut D. (IT-Sicherheitsspezialist)

Besser hätte ich es auch kaum sagen können.

Google Übersetzer oder babylonische Sprachvielfalt

Google Translate spricht jetzt bereits 41 Sprachen. Die entsprechende Ankündigung liest sich nach Eindeutschung mit Google Translate wie folgt:

Übersetzen zwischen 41 Sprachen mit Google Translate
2/26/2009 09:00:00 AM
Google Translate kurzem Türkisch, Thailändisch, Tschechisch, Ungarisch, Estnisch, Albanisch, Maltesisch, Galizisch und zu der Mischung. Der Roll-out dieser sieben zusätzliche Sprachen markiert einen neuen Meilenstein: die automatische Übersetzung zwischen 41 Sprachen (1640 Sprachpaare!). Das heißt, wir können nun zwischen den Sprachen übersetzen lesen mit 98% der Internet-Nutzer.

In nur wenigen Jahren hat sich die maschinelle Übersetzung Gruppe in Google Research hat seine erste Forschungs-System aus zwei Sprachen, auf 41 Sprachen und ist nun mit der Übersetzung Millionen Zugriffe pro Tag. Für mehrere Sprachen, Google Translate ist der erste frei verfügbar maschinelle Übersetzung für diese Sprache. Natürlich, es gibt immer Raum für Verbesserungen, und wir arbeiten hart an der Verbesserung der Qualität der Übersetzung. Unsere Modelle sind aus Unmengen von einsprachig und übersetzt Texte mit Hilfe automatisierter Techniken des maschinellen Lernens.

Es ist aufregend und befriedigend die Arbeit auf ein Produkt, dass sich Menschen helfen, den Zugriff auf Inhalte sie sonst nicht in der Lage zu verstehen. Wir haben gehört, Geschichten von Menschen mit Google Translate, um ihnen zu helfen ihre Geschäfte international, und wir haben viele Websites (z. B. New Yorker U-Bahn-Transit Authority) und Blogs fügen Sie die Google Translate “Meine Seite” Gadget auf ihren Seiten verwenden, um ihre Inhalte für die Menschen aus der ganzen Welt.

Immer, wenn ich persönlich reisen, ich habe viel von der Forschung über das Internet, um herauszufinden, was zu sehen und zu tun, und wo zu bleiben und zu essen. Mit Übersetzen, ich bin der Lage sein, die Cross-Sprache Suchfunktion zu finden und Zugang zu den neuesten Informationen (z. B. Restaurant Empfehlungen letzten Zügen / Fahrpläne, Veranstaltungen, usw.), die oft nur in der lokalen Sprache.

Noch wichtiger ist, dass Übersetzen bietet Menschen, die sonst nicht viel von Web-Inhalten in ihrer eigenen Sprache, die Zugang zu der Fülle der Inhalte auf der Web wirklich weltweit.

Geschrieben von Jeff Chin, Product Manager

Den normalen Menschen graust es (noch), der Linguist zieht den Hut (falls vorhanden).

Die IT-Branche ist voller Blender

Ein Leserbrief an eine Kollegin von mir:

Hallo Frau Mesmer,

ich arbeite 17 Jahre in der IT und habe gelernt, dass das Leben nur aus Lügen besteht. Ich glaube keine Industrie lebt so sehr von der Illusion wie die IT.

Nach dem Studium arbeitet ich in einer “Garagenfirma” /Startup in Dortmund. Das erste Projekt war ein Outsourcingprojekt eines großen deutschen Konzerns. Um die Mitarbeiter extrem zu motivieren Überstunden und Wochenendarbeit zu leisten versprach das Unternehmen als Gratifikation ein ganzes Monatsgehalt. Darauf warte ich noch heute.

Im Anschluß daran bekam ich einen Job als Leiter einer Softwareentwicklungsabteilung in Solingen. Der Geschäftsführer verschwieg mir, dass er sich mit seinem Teilhaber gestritten hatte, dieser eine Konkurenzfirma eröffnet hatte und alle Entwickler gekündigt hatten und zu diesem wechselten. Die bis dahin getätigten Entwicklungen nahmen sie mit und sie hatten vor meinen Augen ein Backup gemacht, da ich ja nicht wußte, dass alle gekündigt hatten.

Danach arbeitete ich für einen norddeutschen Großkonzern als externer Mitarbeiter. Man stellte eine Dauerposition in Aussicht und bei der Planung eines Großprojektes war ich maßgeblich beteiligt, um den
strategischen Partner auszuloten. Man einigte sich mit der DV Leitung auf einen der untersuchten Partner, ich beschloss daraufhin nach Norddeutschland zu ziehen und dann bekam der zweitplatzierte den Zuschlag. Als das Projekt gescheitert war erklärte man mir, dass man mich belogen hatte und von vornherein die Absicht bestand den erstplatzierten nicht als Partner zu wählen. Ich kündigte unter lautem Protest.

Daraufhin arbeitete ich für ein Ingenieurbüro aus NRW. Diese boten hohe Stundensätze und schnelle Bezahlung. Ich ruinierte mich innerhalb von einem halben Jahr beinahe vollständig, weil man nur alle 3 Monate eine Rechnung bezahlte.

Als sich der Vertriebsmann verselbständigte warb er mich an. Er versprach pünktliche Bezahlung aber ich sollte 20DM am Stundensatz nachlassen. Nach 2 Monaten hörte ich auf. Kein Geld aber dafür wollte der für 2 Jahre Schadensersatz für ihm angeblich entgangene Gewinne. Das sahen die Richter in Köln anders.

Dann hatte ich 6 Jahre Glück. Ich arbeitete als Freelancer für MaK Datasystems bzw. Teamwork, heute Consist International. Korrekte Bezahlung, ehrliche Leute, feinste Projekte.

MaK Datasystems vermittelte mich an einen großen Lebensmittelvertrieb. Nach 2 Jahren bot man mir eine feste Stelle an. Man bot Betriebsrente und nach der Probezeit eine deutliche Gehaltserhöhung. Aus der Betriebsrente wurde nichts, es gab 2 Jahre keine Gehaltserhöhung und stattdessen wurde die 37,5 Stunden Woche auf 40 Stunden angehoben, und da die Tätigkeit extreme Reisezeiten von 10 Stunden pro Woche mit sich brachte kam ich auf 56 Stunden pro Woche im Schnitt ohne die Möglichkeit Überstunden abzubummeln oder bezahlt zu bekommen. Man hielt mich aber für den unverzichtbaren Experten in meinem Fachbereich schlechthin. Ich beendete das Arbeitsverhältnis fristlos, die Kündigung wurde dann in einen Aufhebungsvertrag gewandelt, als es hieß, dass ich auf meine Kosten umziehen solle, da die Dienstreisen nach Süddeutschland zu teuer seien.

Zu meinem aktuellen Projekt werde ich mich erst äußern, wenn ich eine Alternative gefunden habe.

Tatsache ist, dass in unserer Branche “Tarnen und Täuschen” in allen Bereichen zum guten Ton gehört. Der eine verkauft Bananenware als ausgereiftes Produkt, der nächste bietet das ultimative Retailsystem und wieder andere perfektes Systemmanagement Tools oder hervorragende Werkzeuge zur Performanceanalyse, die jegliche know how unnötig machen.

Die IT ist gespickt mit Blendern.

Diesen Leserbrief können Sie in der Form gerne vollständig abdrucken.

Falls jemand persönlich Kontakt zu dem Herrn aufnehmen möchte: Wenden Sie sich doch vertrauensvoll an uns. Ansonsten hoffen wir mal auf ein paar spannende Kommentare…

Wozu das Internet alles gut sein soll

Mal wieder was aus meiner Inbox:

Die Online-Partnersuche kann die derzeit dramatische Scheidungsrate von rund 50 Prozent verringern. Zu dieser Überzeugung kam jetzt der renommierte Paarforscher Prof. Erich H. Witte an der Universität Hamburg. “Wir können tatsächlich zu einer deutlich niedrigeren Scheidungsrate beitragenden”, bestätigt Dr. Arndt Roller, Chef der Online-Partneragentur Parship.

Da musste wohl mal wieder unbedingt eine Pressemitteilung raus, hm? Und gleich noch eine, die das Obige ein wenig konterkariert:

Eine interessante Beobachtung: Erotische Abenteuer und Seitensprünge nehmen nach den Festtagen deutlich zu. Wolfgang Herkert, Geschäftsführer von www.lovepoint.de, erklärt: “Bei uns suchen nach Neujahr sichtlich mehr Frauen und Männer eine knisternde Begegnung als im restlichen Jahr.” Warum sind so viele Menschen ausgerechnet nach den Feiertagen auf der Suche nach einem Liebesabenteuer?

Dr. Christoph von Quast, Psychologe und zuständig für das psychologische Matching bei Lovepoint.de, weiß um die Ursachen dieser Gefühle in den Tagen nach dem Fest: “Gerade in dieser Zeit nehmen Singles das Alleinsein intensiv wahr und verspüren durch die emotional geprägte Weihnachtsstimmung verstärkt das Bedürfnis nach Nähe und Wärme – auch wenn es nur eine erotische Begegnung ist.”

Was denn nun — Scheidungsquote senken oder Seitensprünge vermitteln? Oder gar Scheidungsquote senken durch psychologisch gematchte Affären?

Weeall

Mal wieder Unterirdisches aus der Inbox:

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei ein Pressebericht mit der Bitte um kostenlose Veröffentlichung. Die angehängten Fotos stellen wir Ihnen auch gerne zwecks Veröffentlichung zur Verfügung.
Herzlichen Dank.

PRESSEBERICHT

Wiesloch. Am vergangenen Samstag wurde die Erlebnisgastronomie Halli Galli Schauplatz eines einzigartigen Events. Das neue und innovative Community-Portal weeall® eröffnete mit zahlreichen Attraktionen seine Pforten. Neben Brokergirls und Börsencrash-Preisen auf alle offenen Getränke durften die Gäste an dem kostenlosen professionelles weeall®-Fotoshooting teilnehmen.

Den Rest erspare ich Euch. Meine Fresse. Als Kommentar dazu nur ein Link.

Verschicken Sie auch E-Mails beim Sex?

Ich weiß nicht, wie Ihr es mit Euren Mails haltet. Diese Studie von Neverfail klingt jedenfalls schon ausgesprochen bedenklich:

This behavior is greatly affecting employees’ work-life balance, potentially leading to problems with their health and general well-being. A staggering 94 percent of end user respondents use their phones to send e-mail or text messages during work nights or on the weekends, and nearly 80 percent never leave their phones at home when they go on vacation.

Employees are also taking risks with their relationships to remain connected, with 11 percent admitting to sending e-mail messages while engaged in “intimate behavior.” E-mail addiction has driven people to send messages from their mobile phones from just about anywhere, including in some dangerous and just plain bizarre scenarios or locations:

* 40 percent while on commercial flights when the plane is in the air
* 77 percent while driving when the car is moving
* 79 percent while in the bathroom

SL ist nicht totzukriegen

Oktoberfest in SL

Sehr geehrte Redaktion,

parallel zum 175. Münchner Oktoberfest auf der Theresienwiese findet auch in diesem Jahr das virtuelle Oktoberfest in „MünchenSL”, der virtuellen Stadt in Second Life statt. Neben diversen Fahrgeschäften sind es vor allem die vielen Livekonzerte internationaler Künstler, die vom 20.9. bis zum 5.10.2008 Zehntausende in die Biergärten und -zelte der virtuellen Stadt locken werden.

Das mit den “Zehntausenden” wage ich mal dezent zu bezweifeln…

Steve Ballmer schreit mal wieder

Klar, würde ich auch tun, wenn ich ein PC wäre

Bill and Jerry

Also wenn DAS Microsofts Antwort auf Mac vs. PC sein soll — das war/wird nix…




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