Monthly Archive for February, 2009

Google Übersetzer oder babylonische Sprachvielfalt

Google Translate spricht jetzt bereits 41 Sprachen. Die entsprechende Ankündigung liest sich nach Eindeutschung mit Google Translate wie folgt:

Übersetzen zwischen 41 Sprachen mit Google Translate
2/26/2009 09:00:00 AM
Google Translate kurzem Türkisch, Thailändisch, Tschechisch, Ungarisch, Estnisch, Albanisch, Maltesisch, Galizisch und zu der Mischung. Der Roll-out dieser sieben zusätzliche Sprachen markiert einen neuen Meilenstein: die automatische Übersetzung zwischen 41 Sprachen (1640 Sprachpaare!). Das heißt, wir können nun zwischen den Sprachen übersetzen lesen mit 98% der Internet-Nutzer.

In nur wenigen Jahren hat sich die maschinelle Übersetzung Gruppe in Google Research hat seine erste Forschungs-System aus zwei Sprachen, auf 41 Sprachen und ist nun mit der Übersetzung Millionen Zugriffe pro Tag. Für mehrere Sprachen, Google Translate ist der erste frei verfügbar maschinelle Übersetzung für diese Sprache. Natürlich, es gibt immer Raum für Verbesserungen, und wir arbeiten hart an der Verbesserung der Qualität der Übersetzung. Unsere Modelle sind aus Unmengen von einsprachig und übersetzt Texte mit Hilfe automatisierter Techniken des maschinellen Lernens.

Es ist aufregend und befriedigend die Arbeit auf ein Produkt, dass sich Menschen helfen, den Zugriff auf Inhalte sie sonst nicht in der Lage zu verstehen. Wir haben gehört, Geschichten von Menschen mit Google Translate, um ihnen zu helfen ihre Geschäfte international, und wir haben viele Websites (z. B. New Yorker U-Bahn-Transit Authority) und Blogs fügen Sie die Google Translate “Meine Seite” Gadget auf ihren Seiten verwenden, um ihre Inhalte für die Menschen aus der ganzen Welt.

Immer, wenn ich persönlich reisen, ich habe viel von der Forschung über das Internet, um herauszufinden, was zu sehen und zu tun, und wo zu bleiben und zu essen. Mit Übersetzen, ich bin der Lage sein, die Cross-Sprache Suchfunktion zu finden und Zugang zu den neuesten Informationen (z. B. Restaurant Empfehlungen letzten Zügen / Fahrpläne, Veranstaltungen, usw.), die oft nur in der lokalen Sprache.

Noch wichtiger ist, dass Übersetzen bietet Menschen, die sonst nicht viel von Web-Inhalten in ihrer eigenen Sprache, die Zugang zu der Fülle der Inhalte auf der Web wirklich weltweit.

Geschrieben von Jeff Chin, Product Manager

Den normalen Menschen graust es (noch), der Linguist zieht den Hut (falls vorhanden).

Breitbandiges Geschwurbel

Das BMWi hat gesprochen:

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg: “Die flächendeckende Versorgung unseres Landes mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Netzen der nächsten Generation sind wichtige Voraussetzungen für eine schnelle Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum und steigendem Wohlstand. Mit unserer Breitbandstrategie wollen wir darauf hinwirken, zeitnah eine solche flächendeckende und hochleistungsfähige Breitbandversorgung zu erreichen. Die Breitbandstrategie ist ein Maßnahmenpaket mit Durchschlagskraft. Wenn alle Beteiligten die Strategie nach Kräften unterstützen und die Maßnahmen gemeinsam von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft umgesetzt werden, schaffen wir die erforderlichen Anreize für Innovation, Investition und Wachstum und sichern damit unsere Wettbewerbsfähigkeit.”

Die Ziele, die die Bundesregierung in der Breitbandstrategie formuliert, sind ambitioniert, aber realisierbar. Bis spätestens Ende 2010 sollen die heutigen Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen und flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen bereits für 75 Prozent aller Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Ziel ist, solche hochleistungsfähigen Breitbandanschlüsse möglichst bald flächendeckend verfügbar zu machen.

Dazu fällt mir wirklich gar nichts mehr ein. Auch nicht nach der Lektüre des noch breitbandigeren PDFs zum Thema.

Ich halte jede Wette, dass wir weder 2010 Breitband* flächendeckend noch bis Ende 2014 für 75 Prozent aller Haushalte Minimum 50 Mbps haben werden. Denn das ist weder mach- noch bezahlbar. Oder ist irgendjemand anderer Meinung?

*definiert die Bundesregierung zurzeit übrigens noch mit 384 kbps ;-)

Die IT-Branche ist voller Blender

Ein Leserbrief an eine Kollegin von mir:

Hallo Frau Mesmer,

ich arbeite 17 Jahre in der IT und habe gelernt, dass das Leben nur aus Lügen besteht. Ich glaube keine Industrie lebt so sehr von der Illusion wie die IT.

Nach dem Studium arbeitet ich in einer “Garagenfirma” /Startup in Dortmund. Das erste Projekt war ein Outsourcingprojekt eines großen deutschen Konzerns. Um die Mitarbeiter extrem zu motivieren Überstunden und Wochenendarbeit zu leisten versprach das Unternehmen als Gratifikation ein ganzes Monatsgehalt. Darauf warte ich noch heute.

Im Anschluß daran bekam ich einen Job als Leiter einer Softwareentwicklungsabteilung in Solingen. Der Geschäftsführer verschwieg mir, dass er sich mit seinem Teilhaber gestritten hatte, dieser eine Konkurenzfirma eröffnet hatte und alle Entwickler gekündigt hatten und zu diesem wechselten. Die bis dahin getätigten Entwicklungen nahmen sie mit und sie hatten vor meinen Augen ein Backup gemacht, da ich ja nicht wußte, dass alle gekündigt hatten.

Danach arbeitete ich für einen norddeutschen Großkonzern als externer Mitarbeiter. Man stellte eine Dauerposition in Aussicht und bei der Planung eines Großprojektes war ich maßgeblich beteiligt, um den
strategischen Partner auszuloten. Man einigte sich mit der DV Leitung auf einen der untersuchten Partner, ich beschloss daraufhin nach Norddeutschland zu ziehen und dann bekam der zweitplatzierte den Zuschlag. Als das Projekt gescheitert war erklärte man mir, dass man mich belogen hatte und von vornherein die Absicht bestand den erstplatzierten nicht als Partner zu wählen. Ich kündigte unter lautem Protest.

Daraufhin arbeitete ich für ein Ingenieurbüro aus NRW. Diese boten hohe Stundensätze und schnelle Bezahlung. Ich ruinierte mich innerhalb von einem halben Jahr beinahe vollständig, weil man nur alle 3 Monate eine Rechnung bezahlte.

Als sich der Vertriebsmann verselbständigte warb er mich an. Er versprach pünktliche Bezahlung aber ich sollte 20DM am Stundensatz nachlassen. Nach 2 Monaten hörte ich auf. Kein Geld aber dafür wollte der für 2 Jahre Schadensersatz für ihm angeblich entgangene Gewinne. Das sahen die Richter in Köln anders.

Dann hatte ich 6 Jahre Glück. Ich arbeitete als Freelancer für MaK Datasystems bzw. Teamwork, heute Consist International. Korrekte Bezahlung, ehrliche Leute, feinste Projekte.

MaK Datasystems vermittelte mich an einen großen Lebensmittelvertrieb. Nach 2 Jahren bot man mir eine feste Stelle an. Man bot Betriebsrente und nach der Probezeit eine deutliche Gehaltserhöhung. Aus der Betriebsrente wurde nichts, es gab 2 Jahre keine Gehaltserhöhung und stattdessen wurde die 37,5 Stunden Woche auf 40 Stunden angehoben, und da die Tätigkeit extreme Reisezeiten von 10 Stunden pro Woche mit sich brachte kam ich auf 56 Stunden pro Woche im Schnitt ohne die Möglichkeit Überstunden abzubummeln oder bezahlt zu bekommen. Man hielt mich aber für den unverzichtbaren Experten in meinem Fachbereich schlechthin. Ich beendete das Arbeitsverhältnis fristlos, die Kündigung wurde dann in einen Aufhebungsvertrag gewandelt, als es hieß, dass ich auf meine Kosten umziehen solle, da die Dienstreisen nach Süddeutschland zu teuer seien.

Zu meinem aktuellen Projekt werde ich mich erst äußern, wenn ich eine Alternative gefunden habe.

Tatsache ist, dass in unserer Branche “Tarnen und Täuschen” in allen Bereichen zum guten Ton gehört. Der eine verkauft Bananenware als ausgereiftes Produkt, der nächste bietet das ultimative Retailsystem und wieder andere perfektes Systemmanagement Tools oder hervorragende Werkzeuge zur Performanceanalyse, die jegliche know how unnötig machen.

Die IT ist gespickt mit Blendern.

Diesen Leserbrief können Sie in der Form gerne vollständig abdrucken.

Falls jemand persönlich Kontakt zu dem Herrn aufnehmen möchte: Wenden Sie sich doch vertrauensvoll an uns. Ansonsten hoffen wir mal auf ein paar spannende Kommentare…

Ist Weibsvolk anwesend?

Das “WSJ” schaut durch die rosa Brille:




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