Preisacrobaten

Ich hatte mich gestern öffentlich und auch nichtöffentlich in einem Corporate Blog von Adobe über die Euro-Preise von Acrobat 9 mokiert. Dort antwortete mir Pressesprecher Christoph Sahner wie folgt:

Hallo, Herr Cloer,

wir kennen die kritischen Stimmen zur Preisgestaltung bereits seit der Einführung der Creative Suite 3. Wir haben mit den Kunden gesprochen und ihnen mehr Transparenz zur Preisfindung gegeben und die sind dabei durchwegs auf Verständnis gestoßen.

Prinzipiell fließen in den Preis natürlich offensichtliche Zusatzkosten wie z.B. für die Lokalisierung ein. Außerdem sind in Europa 4 Hauptwährungen und 14 Sprachen zu unterstützen, unterschiedliche Rahmenbedingungen für den Marktzugang zu erfüllen und die entsprechenden Vertriebs- und Supportstrukturen zu unterhalten - alles übrigens Kosten, die in lokaler Währung anfallen und nicht in Dollar. Dadurch sind die Zusatzkosten pro verkaufter Unit sehr viel höher als in einem homogenen Markt wie den USA.

Und schließlich hat Software einen (Produktiv-)Wert, der sich aus den lokalen Gegebenheiten ergibt und der sich - auch aus Gründen der Investitionssicherheit - nicht immer an kurzfristige Währungsschwankungen angleichen lässt. So haben wir in Zeiten eines stärkeren Dollars auch nicht die lokalen Preise erhöht, um solchen Schwankungen Rechnung zu tragen.

Ich überlasse die Kommentare mal Euch.

3 Responses to “Preisacrobaten”


  1. 1 oliver

    Unschön für deutsche Käufer, die Argumentation ist aber stimmig und glaubwürdig.

  2. 2 Tom

    Stimmig? Glaubwürdig?

    Die Argumentation ist reines Marketing. Jeder andere Softwareanbieter hat die gleichen Probleme — und ein so unverschämtes Pricing ist mir seit langem nicht mehr untergekommen…

  3. 3 Hadia

    Was immer Adobe da macht mit ihrer Philosophie, das sind keine Argumente die Christoph Sahner da bringt. Anderen Software Firmen geht es genau so, nur das sie nicht so einen hohen Gewinn und ein so hohe Kapital wie Adobe haben. Wer ist also mehr vom Wettbewerb und der Währungsschwankungen mehr betroffen.

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