Monthly Archive for June, 2007

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Der Kopf der Warteschlange

Greg ohne Apple iPhone

Seit Montag, 5 Uhr Ortszeit, wartet dieser Mensch vor einem Geschäft in New York auf die Abwicklung einer Transaktion: Er möchte ein Mobiltelefon gegen einen Geldbetrag tauschen. Viel Erfolg, Greg!

ILM, made by Bundeswehr

Information Lifecycle Management (ILM) bei der Bundeswehr bringt eine interessante Alternative zur Langzeitig-Archivierung ins Spiel: Wenn man die Daten garantiert nie mehr lesen soll, wird die Schuld am Verlust einfach einem kaputten “Datensicherungsroboter” in die Schuhe geschoben.

Das System „Jasmin”, in dem seit 1998 Daten des Militärnachrichtenwesens abgelegt werden, sei wegen der Zunahme der Auslandseinsätze der Bundeswehr immer mehr an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Aufgrund haushalterischer Maßnahmen” seien aber „bestimmte Anpassungen verzögert” worden. Um das System zu entlasten, seien im Jahr 2004 nicht mehr benötigte Daten auf einen „Datensicherungsroboter” überspielt worden. Der habe einen „technischen Defekt” erlitten, ein Teil der Bandkassetten sei dann nicht mehr lesbar gewesen. (“FAZ“)

Und wie heißen eigentlich Eure anderen Datensilos - Lavendel, Oleander und Vernell? Minus eine Million, Ihr Heißdüsen!

Outsourcing ist die Antwort auf alles


Danke an YouTube, dass es Dich gibt. Und an die Simpsons, die komplexe Sachverhalte leicht verständlich erklären können.

“Butt dialing” vs. “Arschwähler”

Auf den Seiten der US-Schwestern kann man immer etwas lernen – beispielsweise erfährt man dort von der Existenz des Begriffs “Butt dialing”. Das hat nichts mit Hans-Jörg Butt zu tun, auch wenn dem Torhüter dies durchaus passieren kann. “Butt dialing” ist, wenn das Handy in der Hosentasche wählt, etwa weil die Tasten nicht gesperrt wurden.

Gibt es einen deutschen Begriff, der das Phänomen angemessen umschreibt? “Ich hab gestern einen fiesen ‘Arschwähler’ gehabt”, entspricht nicht unbedingt dem hier bevorzugten elaborierten Code …

Nicht mehr ganz funny frisch

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf den funny frisch islands in Second Life eröffnet heute die weltweit erste virtuelle Chipsfabrik. In den realistisch nachempfundenen Werkshallen werden sämtliche Herstellungsschritte von der Kartoffelanlieferung über das Waschen, Sortieren, Schälen, Frittieren und Würzen bis hin zur Verpackung dargestellt. Der virtuelle Produktionsleiter Snackwell Carter — gesteuert vom “realen” Produktionsleiter der funny-frisch-Chips — führt zur Eröffnung durch das Werk und erklärt den Besuchern die Produktionsabläufe.

Abgesehen davon, dass ich das (wieder mal) für groben Unfug halte, würde mich auch der Return on Investment interessieren…

Zuckungen

Second Life im wirklichen Leben. Wieder mal zuerst gesehen bei Volker.

Thesen

  • Journalismusferne Portale beeinflussen die Internet-Nutzer stärker als die News-Sites der Verlage und traditionellen Medienhäuser.
  • Von Laien betriebene Vor- und Scheinformen von Journalismus in Gestalt sozialer Netzwerke und Weblogs erweisen sich als Bedrohung für den redaktionell betriebenen Journalismus.
  • Alle Nachrichten-Sites erheben den Klick, die Page-Impression, zur entscheidenden Kenngröße.
  • Nachrichten werden im Web nicht nach Wichtigkeit und Relevanz ausgewählt, sondern nach Einschaltquote.
  • Daraus resultiert eine Themenselektion und Gestaltung im vorauseilenden Gehorsam, ausgerichtet an den Bedürfnissen von Suchmaschinen und am Massengeschmack — eine antizipierende, opportunistische und liebedienerische Auswahl, die sich auf technisch begleitetes Ausspionieren der Leser stützt.
  • Die Orientierung an Quote und Massengeschmack bewirkt eine Holzschnittartigkeit und Uniformität der Websites, eine Verarmung der journalistischen Stilformen, eine Manipulation der Leser und Inhalte, eine Überrepräsentation seichter und unterhaltender Themen.
  • Keine verlegerisch motivierte Nachrichten-Site kann sich dem Druck der Reichweitensteigerung entziehen. Zeitungen und Magazine mit fokussierter Ausrichtung (Wirtschaft, Politik oder Sport) dehnen ihr Angebot weit über ihre eigentlichen Kernkompetenzen aus.
  • Nicht durch redaktionelle Beiträge, sondern durch Tools, Show, Rätsel und Fotostrecken wird das Gros der Reichweite rzeugt.
  • In der Praxis entwickeln sich Online-Journalisten zu Content-Aggregatoren. Ihre Arbeit beschränkt sich im Wesentlichen auf Zweitverwertung sowie die Bearbeitung und Anpassung angelieferter Texte.
  • Die Abhängigkeit von Agenturen steigt.
  • Bedingt durch neue Werbeformate verschwimmen die Grenzen zwischen redaktioneller Berichterstattung und Werbung.
  • Anzeigenkunden und Werbeagenturen gewinnen stärkeren Einfluss auf redaktionelle Websites.
  • Lobbyisten eröffnen sich durch die Arbeitsweise der Online-Redaktionen neue Möglichkeiten zur Instrumentalisierung.

Brilliante Analyse. Aus “Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichte-Sites im Internet. Wie das Web den Journalismus verändert” von Steffen Range und Roland Schweins im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Via Wolfgang.

Fachkräftemangel ist gut fürs Geschäft

Wie man nach US-Fachkräften sucht und sie garantiert nicht findet: Das Video heizt derzeit die Visa-Debatte in den USA gehörig an. Wenn man nämlich keine US-Fachkraft findet, kann man im Ausland suchen. Das Video steht seit fünf Tagen bei YouTube und hat schon über 400 Kommentare eingesammelt.

Sponsoring: Research statt Sport

Vor diesem Hintergrund erstellt und publiziert Berlecon Research im Auftrag von ITK-Anbietern neutrale Studien zu Inhalten und Themen, mit denen der Sponsor sich am Markt stärker positionieren möchte.

Können diese Augen lügen?

Durch den Fokus auf den Anwendermarkt wird vermieden, dass die Analyseergebnisse von den Interessen des Sponsors beeinflusst werden.

Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.

Anders als im Sport-Sponsoring garantieren wir Ihnen, dass unsere Analysten nicht gedopt sind.

Nur gepafft, nicht inhaliert.

PowerPoint ist 20

PP 1.0

PowerPoint hat runden Geburtstag. Version 1.0, erfunden von Robert Gaskins, erschien 1987. Für den Mac.

Fragt sich nur: Soll man nun lachen oder weinen? Ich würde ja lachen, wenn alle Präsentationen so aussehen würden wie diese hier (ist glaube ich mit Apples Keynote erstellt, aber das macht keinen Unterschied). Da sie das leider nicht tun, muss ich wohl weinen.




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