Monthly Archive for March, 2007

Ausgezählt

Eine Woche lang war Hannover der Nabel der Computer-, Telekommunikations- und IT-Welt. Auf der CeBIT 2007 drehte sich alles um die neusten Trends der Technologie-Branche. Allen negativen Prognosen zum Trotz war die CeBIT 2007 ein wahrer Besuchermagnet: rund 480.000 Besucher bevölkerten das Messegelände während der Messetage.Das wichtigste Thema der diesjährigen Messe war ohne Zweifel das Internet. Zusammen mit dem Nachrichtendienstleister Factiva wertete Hotwire, eine der führenden internationalen PR-Agenturen für IT und Technologie, während der CeBIT insgesamt 146 Tageszeitungen, Magazine und Nachrichtenagenturen aus. Der Begriff, der mit Abstand am häufigsten in Zusammenhang mit der Technologie-Messe genannt wurde, war das Wort “Internet”. “Dabei standen insbesondere mobile Anwendungen im Vordergrund. Zu Hause mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden, war vor allem das nternet auf Mobiltelefonen, PDA und Notebooks das Thema in Hannover. Neben neuen Geräten präsentierten viele Netzbetreiber Daten-Flatrates für mobilen Internetzugang auf Endgeräten wie BlackBerry und co.”, so Ute Richter, Managing Director und Leiterin des deutschen Büros von Hotwire.

Ein weiteres Schlagwort während der CeBIT 2007 war “Wachstum”. “Die allgemeine Stimmung in Deutschland ist gut. Unternehmen prognostizieren positive Entwicklungen und die IT- und Telekommunikationsbranche stellt hier keine Ausnahmen dar. Wir als internationale PR-Agentur sehen diesen Aufwärtstrend schon lange. Immer mehr Unternehmen aus dem IT-Bereich investieren in ihr Produkt- und Marken-Image”, so Ute Richter. “Auch wenn die CeBIT im Vorfeld hart kritisiert wurde, präsentierten sich die Messe und die ausstellenden Unternehmen sehr selbstbewusst. Ohne Zweifel entscheiden sich einige Firmen entweder für die CeBIT oder für die IFA. Die CeBIT 2007 hat jedoch gezeigt, dass die CeBIT nach wie vor eine der wichtigsten Technologie-Messen weltweit ist. Auf lange Sicht jedoch, muss die sie neue Konzepte entwickeln, um diesen Status aufrecht zu erhalten.”

Weitere häufig in den Medien genannte Begriffe während der CeBIT waren “Vista” auf Platz vier, “Lösungen” auf Platz fünf und “Anwendungen” auf Platz sechs.

Oh weh. Ohne Worte, meine ich.

Voll verstrahlt

Strahlungsarme Handys werden voraussichtlich auch künftig nicht gekennzeichnet. Der Umweltausschuss des Bundestags lehnte die Forderung der FDP am Mittwoch in Berlin nach einer Selbstverpflichtung der Hersteller mehrheitlich ab. Die Grünen scheiterten mit einem Antrag zur gesetzlichen Kennzeichnung von Handys. Die Vertreter der Unionsfraktion sehen keinen begründeten Zusammenhang zwischen Handys und Krankheiten. Sie verwiesen außerdem auf Probleme für den internationalen Wettbewerb, wenn es zu einer Kennzeichnung käme. Auch die SPD betonte, die Forschung gehe derzeit nicht von einer Gefahr aus.

Also ich fühle mich grad von meinen Volksvertretern mal wieder kein bisschen repräsentiert. Welche Lobbyisten waren da wohl wieder am Werk?

Leichter Anflug von Häme

Gibt es ein besseres Beispiel für User-generated Content als die koreanische Site Ohmynews? Immer, wenn in Print-Artikeln vom Siegeszug des Web 2.0 die Rede war, kam unweigerlich ein Verweis auf den Pionier. Jetzt muss sich das “Blatt” selbst neu erfinden, sagen diese Amerikaner, wie ich bei jenen Amerikanern gelesen habe. Und alle denken sich vermutlich: Hab ich’s doch gewusst, dass der Mist nicht funktionieren kann.

Erst wenn der letzte Baum …

Shai Agassi möchte sich so rasch wie möglich verstärkt seinen persönlichen Interessen in den Bereichen Umweltpolitik, alternative Energien und weiteren Themen widmen.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Bonusmeilen sich Agassi in den letzten Jahren erflogen hat. Und was “weiteren Themen” genau bedeutet. Guten Flug!

Wir meeten uns zu Tode

Und wie, das kann man jetzt ganz genau nachrechnen:

Die Denkmotor GmbH in Zürich hat den Meeting-Kosten-Timer entwickelt. Der Timer ist eine nützliche Applikation, welche die entstehenden Meetingkosten laufend aufzeigt. Die Anwendung ist einfach: Anzahl Sitzungsteilnehmende sowie durchschnittlicher Stundenlohn eingeben und schon werden die entstehenden Kosten aufgerechnet.

Eine weltweite Studie von Proudfoot Consulting ergibt, dass fast 40% der Arbeitszeit verschwendet werden. Die wesentliche Verantwortung dafür haben ineffiziente Meetings. Allein in Deutschland betrug der damit verursachte volkswirtschaftliche Schaden im Jahr 2004 etwa 219 Milliarden Euro.

Hm, was ist eigentlich mein durchschnittlicher Stundenlohn? Dafür fehlt mir noch der passende Rechner…

Autos sind fett und lahm

Eine funktionierende Blog-Software ist wichtig, eine funktionierende Motorrad-Batterie ist wichtiger - wenn man wieder mal zu faul war, sie über den Winter abzuklemmen. Drei Erfahrungen haben sich in den letzten 24 Stunden bestätigt:

  • Das Visier macht sich nicht von allein sauber;
  • die Jacke schrumpft im Winter, und
  • Autos stören den Verkehrsfluss erheblich.

Was ich damit sagen will: Die Saison 2007 ist endlich eröffnet.

Money makes the Blogs go around

“Zeitungen haben Leser. Blogs haben Fans.” Mit diesem Schlachtruf startet adical, das größte deutschsprachige Blognetzwerk für Werbevermarktung. Die Professionalisierung von Weblogs - ehemals als “Internet-Tagebücher” missunterschätzt - erreicht Deutschland. Gegründet von Johnny Haeusler, Tanja Kreitschmann (Spreeblick) und Sascha Lobo (Riesenmaschine, “Wir nennen es Arbeit”), vertritt adical mehr als 30 der grössten deutschen Blogs mit insgesamt mehreren Millionen Seitenabrufen im Monat.

Uns hat natürlich wieder keiner gefragt. Und dabei haben wir auch Fans! Das ist gemein. Naja, selbst vermarkten dürfen hätten wir uns wahrscheinlich eh nicht.

P.S: Liebe freie Adicale — was heißt denn “missunterschätzt”??

Fast wia im richtigen Leben

Der neueste Quatsch von Jobs.de = Jobscout24 = Scout24 = Deutsche Telekom:

Die Jobsuchmaschine jobs.de findet jetzt sogar Stellen, die in der Online-Community Second Life angeboten werden. Jobs.de kooperiert hierbei exklusiv mit SLinfo.de, der größten deutschsprachigen Second Life Community. Bewerber können die reale mit der virtuellen Welt verknüpfen und gleichzeitig für sich selbst und ihren Avatar, der eigenen Figur in Second Life, nach Jobs suchen.

Vielleicht sollte die BA für’s Herumlungern in SL auch noch Hartz IV in Linden-Dollar locker machen? Ich bete, dass der schwachsinnige Hype um Second Life endlich zu Ende geht. Aber dazu fehlt wohl noch eine Fernsehshow mit Sonya Kraus…

P.S: Ich finde, man sollte in Second Life lauter PCs aufstellen, auf denen wiederum Second Life laufen müsste. Das bekommt dann philosophische Aspekte.

Slow down, Angie!

Tom röchelt noch, schreibt aber wieder :D

KH Streibichs CeBIT-Keynote

SOA: Europas Programmierer fragen, was der Kunde will

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, auf der CeBIT 2007 über den Wandel der europäischen Softwarebranche

Europa steht vor einer besorgniserregenden Entwicklung. Die europäische Softwareindustrie hat den Anschluss an Asien und Nordamerika längst verloren. Das zeigt sich etwa daran, dass die Zahl der Informatik-Studenten hierzulande wiederholt sinkt. Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, legte in seiner Keynote auf der CeBIT 2007 den Finger in eine Wunde. Er strebt für die Software-Branche eine europäische Allianz nach dem Vorbild der Star Alliance an. Denn die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ist für Streibich die Schlüsseltechnologie für Innovationen in allen anderen Industriezweigen. Ohne den innovativen Schub der Software-Branche sinke die Produktivität einer Volkswirtschaft und somit schlussendlich die Lebensqualität aller.

Doch Streibich ist sich sicher, dass die Europäer das Potenzial haben, diese Entwicklung aufzuhalten. “Die Stärke Europas liegt in seiner Uneinheitlichkeit. Europa hat viele verschiedene Kulturen, Sprachen und Rechtssysteme. Software-Anbieter sehen sich seit Jahrzehnten bereits mit diesen Unterschieden konfrontiert und besitzen dadurch die Fähigkeit, sich auf individuelle Bedürfnisse von Unternehmen einzustellen - und in dieser Eigenschaft wiederum liegt der Schlüssel für den zukünftigen Erfolg.”

Also Vorsicht, liebe Angela Merkel — die Einheit Europas bitte nicht zu sehr vorantreiben! Sonst gehen wir dieses Alleinstellungsmerkmals verlustig und verlieren endgültig gegen Reiskocher und Supersize-Me-Burger-Fresser.

If online first goto online only

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Nach 29 Jahren an der IT-Nachrichtenfront verlegt unsere US-Halbschwester “Infoworld” ihre Marke komplett ins Netz. Also kein Papier mehr. Nur noch Community und Events. Wir wünschen viel Vergnügen!




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