Monthly Archive for February, 2007

WTF is SWATS?

Swats Wallpaper (geschrumpft auf 400 px)

Ich hab grad eine sehr seltsame E-Mail bekommen:

SWATS (SECRET WARRIORS AGAINST THE SYSTEM) ÜBERNEHMEN DIE VERANTWORTUNG FÜR AKTIONEN, DIE IN DEN LETZTEN TAGEN FÜR DIE BEFREIUNG DER IT-SYSTEME DURCHGEFÜHRT WURDEN

Wir, die “Secret Warriors Against The System”, rufen jeden einzelnen und jede Person auf, einen Standpunkt einzunehmen. Wir verlangen einen radikalen Wechsel des bestehenden Systems, bei dem eine geschlossene Technologie der Geschäftswelt ihren Willen aufzwingt.

Wir fordern eine Welt, in der die Wirtschaft den Fortschritt wagen kann und sich nicht länger davor fürchtet voranzukommen, da sie nicht mehr von IT-Infrastrukturen geknebelt wird.

Wir verlangen eine Welt, in der sich die Informationstechnologie nicht mehr über eine Folge von abrupten Änderungen fester und inflexibler Systemen weiterentwickelt.

Wir verlangen eine Welt, in der die Vergangenheit ein solides Erbe ist, auf dem wir aufbauen können, und nicht eine fortlaufende Verpflichtung darstellt, alles wieder neu herzustellen, was vorher abgeschafft wurde.

Es ist an der Zeit, dass die Geschäftswelt ihr Potenzial ausschöpft, um die kollektive Intelligenz ihres eigenen Systems zu mobilisieren – stets und jederzeit und in vollständiger Sicherheit.

Unternehmen streben nach offenen Systemen, gemeinsamer Entwicklung und gemeinsamer Sprache mit Partnern, Lieferanten und Kunden. Wir müssen die starren Kräfte daran hindern, die dynamischen Kräfte zu sabotieren. Die Unternehmen müssen aufhören, sich zu Geiseln von Herstellern, Entwicklern und deren Launen zu machen. Die Geschäftswelt muss sich frei entwickeln können.

Wollen wir weiterhin Opfer der großen IT-Anbieter bleiben?

Unsere Antwort heißt NEIN!

Gemeinsam können wir unsere IT-Systeme befreien!

Unsere Bewegung steht erst am Anfang: Informieren Sie sich über geplante Ereignisse und Aktionen auf unserer Website
http://www.join-swats.org

Dem betriebenen Aufwand nach vermutlich Guerilla-Marketing. Rätsele allerdings noch von wem. IBM? HP?? Sun??? Der Quelltext der Seite hat mich nicht schlauer gemacht.

Digitale Fotografie in Hannover

Aufschwung

Es konzentriert sich alles auf Halle 23, schreibt das Web. Auch Walter Rammler kommt wieder - mit einem schönen Sinnspruch im Gepäck. Die Gesichter der CeBIT 2006 gibt es online. Also vor dem Betreten der Halle 23 bitte kämmen und die Schuppen vom Kragen bürsten.

Ernst ist nicht hoffnungslos

Nach der wenig unterhaltsamen Spiegel-Story neulich über die CeBIT-Krankheit hat nun das Handelsblatt nachgezogen. Tenor: Aderlass ist schon ok. Geht doch - auch wenn die Story nicht wirklich glaubwürdig rüberkommt. Man kann eben nicht alles haben.

Wieder mal zu spät dran

Diese Schlagzeile hätte ich auch gerne mal verfassen dürfen:

Lesbische Enkelin kämpft um IBM-Erbe

Schade.

Grüner statt schöner

 Auto

Die Kollegen von CNET legen gelegentlich Bilderstrecken zu echten Nerd-Themen wie Apples Gadgets oder neuen Blackberrys an. Aktuell gibt es eine Galerie der “grünsten” Autos des Jahres 2007. Zwei Punkte stechen ins Auge: Die Autos sind durch die Bank hässlich. Und es ist kein Modell eines deutschen Herstellers dabei. Ich weiss spontan nicht, was mir mehr Sorgen bereitet.

Die Leads schon im Messegepäck…

…haben wollen scheinbar die Bielefelder SAP-Berater von itelligence:

Schnell, komprimiert und dabei kompetent ist die neue Vorab-IT-Prozessberatung, die itelligence als einer der führenden IT-Komplettdienstleister im SAP-Umfeld zur CeBIT 2007 anbietet. Um die vielen Termine seiner CeBIT-Besucher in eine optimale Beratungs- und Informationszeit zu verwandeln, beschreitet das renommierte Bielefelder SAP-Beratungshaus neue Wege. Die virtuelle Vorab-IT-Prozessberatung via Internet.

Mit der Kompakt-IT-Prozessberatung “Quick-Check” können CeBIT-Besucher auf der Homepage unter www.itelligence.de/cebit bereits mithilfe eines Fragenbogens ihr Gesprächsinteresse klar definieren und zur Messe eine fundierte Kurzanalyse ihrer Prozessorientierung oder Systemlandschaft erhalten. Antworten zu 15 Fragen führen zur computergestützten Voranalyse, die im Messegespräch aufgegriffen und vertieft werden können.

Gar nicht so dumm. Die Binsenweisheit

“Operative Exzellenz ist nur durch das Wissen um die eigenen Prozessabläufe und deren richtige softwaretechnische Unterstützung möglich.”

des Herrn Dr. Ralf Kampker, seines Zeichens “Programm Manager Prozessberatung” (ist der Mann ein Programm?), wäre allerdings nicht nötig gewesen. Exzellenz ist hierzulande außerdem nur ein Titel.

Der Name ist Programm

Jedes große Unternehmen, das etwas auf sich hält, verfolgt im Laufe seines Lebens ein oder mehrere Restrukturierungsprogramme. Auch die Messe AG tritt im März künftig kürzer. Zur CeBIT-Rettung braucht es aber nicht nur einen guten Plan, sondern auch einen knackigen Namen für das Vorhaben. Vergeben sind leider:

  • Power8 (EADS)
  • Way Forward (Ford)
  • Save for Service (Deutsche Telekom)
  • Profit 2007 (Tietoenator)
  • 3 O 3 (Atos Origin)
  • Topfit (EnBW)
  • For Motion (Plus) (VW)
  • Recovery and Transformation Plan (DaimlerChrysler)
  • Operative Agenda (Ciba)
  • Dell 2.0 (Dell)
  • Focus on 10 (Infineon)
  • Wie geschmiert (Siemens)

Wer kennt einen passenden Namen für das anstehende Sanierungsprogramm der CeBIT? Nicht akzeptiert werden “Schwarzer Peter”, “Doppelherz”, “Drei ???”, “Vier gewinnt” und “Fünf ist Trümpf”.

CeBIT-Krise: Jetzt ist es amtlich

Nun hat auch der Spiegel eine aktuelle CeBIT-Story geschrieben. Was will uns der Text sagen? Dass die Messe ein paar Probleme hat? Klappe!

Alles von Obi

Obis Kutte 

Dank an die FAZ: In Großbritannien läuft in Kürze eine Auktion von Filmkostümen. Darunter befindet sich auf die Kutte von Obi Wan Kenobi aus der definitiv ersten “Star Wars”-Episode (1977). Ab 50.000 Pfund ist die Macht auf der Messe mit Ihnen. Der Fummel eines Standard-Rebellen ist deutlich günstiger, macht aber längst nicht so viel her.

Sau-sau-saubillig ist saublöd

A.T. Kearney rät:

Wenn am 15. März die CeBIT ihre Pforten öffnet, werden wieder einmal Consumer-Electronics (CE)-Hersteller aus der ganzen Welt einem breitem Publikum ihre neuesten Produktinnovationen präsentieren. In den vergangenen Jahren konnten die Unternehmen vor allem durch ständig neue Produktgenerationen anhaltendes Umsatzwachstum verzeichnen – nur ihre Gewinnsituation verbesserte sich angesichts der schlechten Durchsetzbarkeit angemessener Preise nicht. Inzwischen erschwert der Preisdruck aus Asien die Situation der CE-Anbieter weiter und macht die Differenzierung über die Marke oder die technischen Features des Produktes äußerst schwierig. Angesichts der drohenden Commodity-Falle hilft nur eine neue Strategie: Durch einen konsequenten Schwenk weg von der reinen Produkt- hin zur Premium-Marken- und Kunden-Orientierung, können Hersteller ihre Produkte zu entsprechenden Preisen zahlreicher und profitabler verkaufen. Die CeBIT bietet dabei den Herstellern nicht nur die Möglichkeit ihre Produkte zu präsentieren, sondern sich auch am Puls der Zeit über Gewohnheiten, Anforderungen und Wünsche der Verbraucher zu informieren.

Nun, für ITK-Hersteller dürfte das Gleiche gelten. Und eine reine CE-Messe ist die CeBIT ja nun doch noch nicht.




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