Nur ein kleines Unternehmen

Jenna Sampson von Twitter schreibt mir heute früh:

Hallo,

Um Twitter in einer globalen Kommunikationsplattform zu entwickeln und die Nutzung der Webseite durch nicht-englischsprachige Benutzer zu fördern. haben wir mit der Übersetzung der Plattform in anderen Sprachen angefangen. Es gibt schon viele deutschsprachige Twitterer, also heute, feiern wir die Einführung der deutschen Version der Webseite. Wir haben hier einen separaten Twitter-Benutzerkonto hier erstellt, um die Einführung der deutschen Version zu diskutieren. In der Zukunft, werden wir deutsche Updates sowie Geschichten von unseren Benutzern auf diesem Konto eintragen, doch ist das englische Hauptblog, mit weiteren relevanten “Twinformationen” immer hier zu finden.

Auf Twitter, teilen Leute Informationen miteinander und kommunizieren in Echtzeit per Handy oder über das Web. Wenn Du neu bei Twitter bist, kannst Du mehr darüber hier erfahren.

Hinweis: Weil wir nur ein kleines Unternehmen in San Francisco, Kalfornien sind, sind wir leider zurzeit nicht bereit, Medieninterviews zu geben. Wenn Du fragen hast, kannst Du mir eine E-Mail schicken. Ich versuche alle E-Mails rechtzeitig zu antworten, aber manchmal dauert es doch ein bisschen länger. Die meisten Informationen sind im Twitter-Blog oder im obenerwähnten Twitter-Konto zu finden.

Vielen Dank,

jenna

Jenna Sampson
Twitter, Inc.
@twitter | @jennadawn

Süß, oder?

Liebe ist grenzenlos

Na, das passt doch in die besinnliche Adventszeit:

Gleichklang.de: Liebe ist grenzenlos – eine andere Partnervermittlung

“Liebe ist Barrierefrei”, Liebe ist auch Bi”, Liebe is(s)t Vegi”. Vor allem: “Liebe ist abseits des Mainstreams!” So liest man es auf den neuen Seiten der Online Partnervermittlung www.Gleichklang.de, die soeben einen kompletten Relaunch ihres Internet-Auftrittes gestartet hat.

Das Portal bekennt sich zu seinem Klientel, das aus Vegetariern, Veganern, Alleinerziehenden, Transsexuellen, Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Asexuellen, Intersexuellen, BDSM-Interessenten und Pansexuellen, ebenso wie aus ökologisch Engagierten, esoterisch Interessierten (aber auch Rationalisten) und Friedensbewegten besteht. Auch Behinderte, psychisch und körperlich Erkrankte stoßen bei diesem Internet-Portal auf keinerlei Diskriminierung.

Randgruppen aller Länder, vereinigt Euch. Sachen gibt’s…

Nice Try

Neues mal wieder aus der Inbox:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie sich herausgestellt hat, haben unsere letzten Xxx-Pressemitteilungen einige Redaktionen nicht erreicht.

Übersetzt heißt das: Keine Sau hat sich für unsere neulich verschickten Pressemitteilungen interessiert.

Im Folgenden erhalten Sie daher noch einmal Links zu den 2 wichtigsten Meldungen zum Aufrufen und Herunterladen. Links zu entsprechenden Fotos und Logos finden Sie in den Pressemitteilungs-Dateien.

Tut mir Leid, meine sehr verehrten Damen und Herren: Doppelt gemoppelt hält bei mir nicht besser.

Klickhurerei

Betreffzeilen von Newslettern sollen den Leser zum Klicken bringen, klare Sache. Aber so etwas hier nervt einfach nur, finde ich:

ZDnet Newsletter eben in meiner Inbox

ZDnet Daily Update ist hiermit abbestellt. Und tschüs.

SOS — PR-Alarm

Ein Herr, der uns schon öfters sogenannte “Pressemitteilungen” voller Fehler geschickt hat, verstopft meine Inbox auch heute wieder mit seinem Müll:

Die Kriminalstatistik für Deutschland belegt, dass von 2007 auf 2008 die Zahl der Fälle gefährlicher und schwerer Körperverletzung im öffentlichen Raum um 9,1 % zugenommen hat. Die Statistiker rechnen mit einem noch höheren Anstieg für den Zeitraum 2008 bis 2009.

Informatiker entwickeln zurzeit eine innovative und kreative Technologie die für mehr Sicherheit in Deutschland sorgen soll: Das SOS-App für das iPhone. Die Funktionsweise: Während einer Gefahrensituation drückt der Betroffene das App und in Echtzeit geht ein Notrufsignal in einer eigens eingerichteten Zentrale ein. Dort identifiziert ein Mitarbeiter den Notrufenden und ortet ihn anhand eines GPS-Signals. Anschließend wird die Polizei genau an die geortete Stelle gerufen um weiteren Schaden von der Person abzuwenden.

Der Vorteil: Innerhalb einer Sekunde wird eine genaue Ortsbestimmung und Identifikation des Notrufenden bestimmt – Die Polizei kann wesentlich schneller eingreifen und weiteren Schaden verhindern. Für einen Notruf mit Eingabe einer Nummer über die Tastatur und einer genauen Positionsangabe fehlt dem Opfer während einer Gefahrensituation die Zeit.

Das SOS-App soll auch für mehr Sicherheit in Schulen sorgen, denn sollte Gefahr in Verzug sein, kann durch das SOS-App ein sofortiger Alarm mit Ortung abgesetzt werden, ohne dass die Betroffenen sich weiter einer Gefahr aussetzen.

Noch in diesem Jahr soll die Entwicklung abgeschlossen werden. Nach erfolgreicher Pilotphase in Deutschland, soll das SOS-App weltweit zum Einsatz kommen.

Mehr Informationen über das App und die Technologie erhalten Sie unter: www.sos-app.de

Ich sage dazu nur: Die SOS-App (kommt von die Applikation, daher nicht das, aber das nur am Rande) basiert auf dumpfer Panikmache und soll einzig und allein den Geldbeutel der Betreiber füllen. Polizei, Feuerwehr Rettungsdienste sind in Deutschland nicht privatisiert. Das ist gut so und sollte auch so bleiben.

Menschen, Tiere, Internet-Sensationen

Selbstgemachte PR ist doch immer noch die schönste PR. Mal wieder was aus der Inbox:

Internet-Sensation aus Deutschland

Wershofen (ots) – Twitter, Facebook, Google – die meisten Internet-Sensationen kommen aus den USA. Jetzt ist auch einer deutschen Firma eine Sensation gelungen: Die Deutsche Internet GmbH, gegründet von drei Jungunternehmern aus der High-Tech-Branche, hat es geschafft, die Internetwelt in ihren Bann zu ziehen – durch einen spektakulären Fund, der, so der Geschäftsführer des Unternehmens Volker Rupprecht, “mehr oder weniger durch Zufall” zustande kam.

Die angebliche “Sensation” sind ganz tolle Domainnamen wie “kurzurlaubbillig.de”, wie die “Pressestelle” der Deutsche Internet GmbH i. G. verlauten lässt. Bodenlos, dass sich mit so etwas noch jemand an die Öffentlichkeit wagt.

Presseverteiler gefällig?

In der Haut von Andrea G. möchte ich nicht stecken. Frau G. hat nämlich eben folgende Einladung per E-Mail verschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt. Anlässlich des Beginns der Testphase möchten wir Ihnen Einzelheiten des Projektes vorstellen. Wir freuen uns, Sie am Freitag, 9. Oktober, 10 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Rathauses in Friedrichshafen, Adenauerplatz 1, 88045 Friedrichshafen, begrüßen zu dürfen. Parkmöglichkeiten bestehen im Parkhaus am See (Navigationsadresse: Karlstraße). Von dort aus sind es nur rund fünf Minuten zum Adenauerplatz 1.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Gxxxxxx
Pressesprecherin
Stadt Friedrichshafen
Adenauerplatz 1
88045 Friedrichshafen
Telefon: 07541 / 203 XXXX
E-Mail: a.gxxxxxxx@friedrichshafen.de
Internet: www.friedrichshafen.de

Und zwar an 560 Empfänger (darunter auch meine Wenigkeit), die ALLE im An:-Feld standen. Was nicht so schön ist, wie auch der IT-Sicherheitsexperte Hadmut D. völlig zu Recht bemängelt:

Liebe Frau Gxxxxxx,

obwohl (oder gerade weil) ich nicht auf der Empfängerliste stand, fand ich Ihre Mail sehr aufschlussreich – als Realsatire.

Eine Mail an über 100 Empfänger zu senden und die alle in das To-Feld als Empfänger zu setzen, so daß jeder sehen kann, wer noch alles eingeladen – und wer nicht eingeladen – ist, ist mehr als nur ein Fauxpas.

Es ist auch mehr als nur eine datenschutzrechtswidrige Weitergabe personenbezogener Daten.

Es ist eine Verletzung der Vertraulichkeit und der Sicherheit. Wenn irgendeiner der Empfänger einen virenverseuchten oder bot-infiltrierten PC hat (was heute kaum noch zu vermeiden ist), landen die E-Mail-Adressen sofort in Spam-Listen, Adresshandelslisten und dergleichen. Und selbst wenn nicht, dann landen solche Adresslisten immer noch bei Leuten wie mir.

Das gibt einer Einladung zu einem Feld-Test für “sichere”, “vertrauliche”, “spam-feste” E-Mail die richtige Würze, das muß ich schon sagen.

On Mon, Oct 05, 2009 at 06:24:42PM +0200, Gxxxxxx, Andrea wrote:

Friedrichshafen wurde als einzige Stadt in Deutschland für einen sechsmonatigen Test von De-Mail ausgewählt.

Vermutlich, weil es da am allernötigsten ist?

(Sorry, could not resist…)

Mit den besten Grüßen
Hadmut D. (IT-Sicherheitsspezialist)

Besser hätte ich es auch kaum sagen können.

Maschinensprache

Wir stehen hier ja total auf maschinell übersetzte Presseinformationen. Zum Beispiel so was hier, vorhin in meiner Inbox gelandet via news aktuell:

Supermicro Ships 6Gb/s SAS 2.0 Solutions

San Jose, California (ots/PRNewswire) -

– Erhöht die Latte in Enterprise Storage Performance mit volle
SAS 2.0 Server, Workstation und Blade Produkt Linien

Super Micro Computer, Inc. (NASDAQ: SMCI), der Industrie Führer
in Applikations-Optimierte, high Performance Server, Blade, and
Workstation Lösungen, kündigte heute der Markteinführung von neue
Server Building Block Solutions(R) an, die 6Gb/s SAS 2.0 Performance
liefern. Der Markteinführung schliesst acht Systeme plus fünf
Serverboard Plattformen, zwei SuperBlade(R) Servers, und drei
Universal I/O (UIO) Karten mit ein. Dieser neuer Produkt Linien
beinhalten der neueste LSI(TM) 6Gb/s SAS Kontroller IC (SAS2008),
6Gb/s SAS RAID-on-Chip (SAS2108) und MegaRAID(R) Software Stack.

“Supermicro’s high-Performance 6Gb/s SAS2 Lösungen erhöhen die
Latte in Enterprise Storage mit Verdopplung der Bandbreite und bieten
Superior Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und weitere Features an,”
sagte Charles Liang, CEO und Präsident von Supermicro. “Unserer
innovative Server Building Block Solutions(R), beinhalten bewährte
LSI SAS und RAID Technologie, die unseren Kunden ermöglicht Ihre
Storage Leistung und Power Effizienz zu verbessern, ohne ein Preis
Premium bezahlen zu müssen.”

Supermicro’s vorab Launch von acht neue Intel(R) Xeon(R) 5500
(Nehalem) prozessor-basierte Systeme mit onboard 6Gb/s SAS
Technologie beinhaltet 1U, 2U, 3U and 4U Rackmount oder Tower Servers
und Workstations mit sowohl 2.5″ als 3.5″ Festplatten Unterstützung.
Basiert auf den X8DT6-F, X8DA6, X8DTW-6+F, X8DTH-6F and X8DTL-6F
Serverboards, Supermicro SAS 2.0 Systeme stellen die Industries
höchste entwickelte thermische and power Designs da, um optimale
Performance-Per-Watt und Performance-Per-Dollar zu liefern.
Supermicro stellte auch die Industries erste Blade Servers basiert
auf 6Gb/s SAS Technologie vor, der SBI-7126T-S6 und SBI-7426T-S3, für
10-Blade and 14-Blade Gehäusen.

Für flexible Storage Applikationen, Supermicro’s neue Universal
I/O (UIO) Kontroller Karten unterstützen acht intern 6Gb/s SAS Ports
und RAID Funktionen. Mit ein PCI Express 2.0 Host Interface und
intelligente Architektur, dieser Kontrollern verdoppeln der Data
Transfer Raten von Ihrer 3Gb/s Vorgängern und Ihrer Design ermöglicht
den einfache Integration mit bereits vorhandenen 3Gb/s SATA and SAS
Infrastrukturen für verbesserte Performance und Skalierbarkeit.
Weitere detaillierte Information über dieser neue Produkt Linien
finden Sie unter: www.supermicro.com/SAS2/.

“Als der Markt to 6Gb/s SAS, LSI ist der bevorzugte Hersteller
für Führende OEM’s wie Supermicro für ihrer Next-Generation Server
Lösungen,” sagte Bill Wuertz, Senior Vice-President und General
Manager, Storage Components Division, LSI. “Der LSI 6Gb/s SAS
Kontroller und RAID-on-Chip ICs bauen auf unsere Industrie-Führenden
3Gb/s SAS Technologie, und liefern Superior Standards of Performance,
Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit für Servers, Workstations und
Blade Lösungen.”

“Die neue 6Gb/s SAS-enabled Supermicro Workstation, Storage und
Blade Lösungen liefern zahlreiche Vorteile die sowohl Enterprise und
SMB Kunden suchen,” sagte Henry Fabian, Executive Director of
Marketing, bei Seagate. “Zusammen mit Seagate’s Industrie-Führenden
6Gb/s SAS Enterprise Savvio (2.5-inch) und Cheetah (3.5-inch) Drive
Familien, dieser Lösungen bieten bisher unerreichte Performance,
Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Data Integrität und sind ideal
für die herausfordernde Enterprise Applikationen von heute.”

6Gb/s SAS bietet ein Vielzahl an deutliche Verbesserungen
gegenüber 3Gb/s SAS und SATA wie 6Gb/s Data Transfer Rates und
Standardisierte Zoning sowie Unterstützung von Kabel Längen bis 10
Meters um Storage Integrität in grossen Clustern und Datacenter
Installationen zu sichern. Die 6Gb/s SAS Kontrollern Kommunizieren
auch mit Expanders und andere Infrastruktur Geräten um, die System
Diagnose, Status, Management, Konfiguration und Initialisierung zu
verbessern. 6Gb/s SAS steigert System Stabilität und erlaube die
Nutzung von grössere Storage Landschaften durch multii-device
Interoperation.

Für detaillierte Information über Supermicro’s Komplete Linie von
Applikations-Optimierte Server Building Block Solutions(R), bitte
besuchen Sie www.supermicro.com.

Umbrüche und Leerzeichen sind original. Lieber Absender, ich schwöre: Das behandle genauso, als hätte ich gar keine Mitteilung erhalten…

Social Networking, post mortem

Ich bin ja ein Fan toller neuer Geschäftsideen. Aber das hier finde ich total daneben:

Herzlich willkommen bei lastmessage!

Facebook, XING, wer-kennt-wen,…: In Zeiten der Social Networks hinterlassen wir viele Spuren im Netz. Doch was passiert damit eigentlich, wenn wir sterben?
[...]
Was wäre, wenn es einen zuverlässigen Dienst gäbe, der dies im Fall des Falles vertraulich, sicher und kompetent erledigt? Ein Dienst, der die Kontakte meiner sozialen Netzwerke auf einfühlsame Art über mein Versterben unterrichtet und im Anschluss meinen jeweiligen Account und somit meine Daten und Aktivitäten sicher löscht.

lastmessage ist ein solcher Dienst; unseres Wissens sogar der einzige dieser Art. lastmessage hilft Ihnen bereits heute Vorsorge zu treffen und erledigt diese Aufgaben zuverlässig für Sie. Egal ob im Unglücksfall schon morgen oder erst in vielen, vielen Jahren. lastmessage wahrt Ihre Privatsphäre und kümmert sich zuverlässig um alles.

Kostet im Rahmen der aktuellen Sommeraktion auch nur schlappe €49 (statt €79) für drei Social Networks. Jedes weitere nur €19. Ganz praktisch gegen Vorkasse.

Neben vielen anderen Fragen stellt sich mir hier die, was wohl passiert, wenn der Herr Oliver Wolf vor mir den Löffel abgibt? Ich jedenfalls weiß schon, wem ich mein Euros und Account-Daten ganz bestimmt nicht anvertraue…

Ich LIEBE Spam!

Lecker Spam!

Vor allem, wenn er SO stümperhaft und amüsant ist. Das kann ja noch nicht mal Google Translate gewesen sein…




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