Rund 6,2 Milliarden US-Dollar gaben laut Gartner Unternehmen weltweit im Jahr 2009 für die Verwaltung ihres Beschaffungswesens aus. Damit ist der Markt für das Supply-Chain-Management (SCM) im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte geschrumpft. Gartner führt diese Entwicklung auf die Krise und die angespannte wirtschaftliche Lage bei den Unternehmen zurück.
Diese setzten nämlich letztes Jahr verstärkt auf alternative Modelle wie Miete oder Leasing, statt neue Software zu kaufen. Somit ging der Erlös aus dem Verkauf neuer Lizenzen 2009 im Vergleich zu 2008 um mehr als sieben Prozent zurück. Der Umsatz mit gemieteten oder geleasten SCM-Anwendungen stieg dafür um zehn Prozent. Folglich konnten die Unternehmen auch nicht auf Wartungs- und Serviceverträge verzichten: Die Ausgaben in diesem Bereich blieben laut den Gartner-Statistiken im Vergleich zu 2008 stabil.
Ob diese Entwicklung sich auch weiterhin fortsetzen wird und wie es generell um die Zukunft des Supply-Chain-Management bestellt ist, diskutieren die Gartner-Analysten auf der AMR Research Supply Chain Executive Conference, die vom 13. bis 14. September 2010 in London stattfindet.