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Stadt Wien nutzt SAP ERP

"Menschliche Fehler sind künftig ausgeschlossen"

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von Wolfgang Miedl (Betreiber der Webseite Sharepoint360.de)
Die Wiener Stadtverwaltung hat ihr Rechnungswesen auf SAP ERP umgestellt. Wir sprachen mit Projektkoordinator Ernst Menner über eins der größten EDV-Projekte der österreichischen Hauptstadt.

Mit SAP ERP wird die Stadt Wien künftig jährlich rund 20 Millionen Rechnungssätze automatisch ins System einbuchen, archivieren und online bearbeiten. Das neue System unter dem Projektnamen Saphir, das allen Magistratsabteilungen der österreichischen Hauptstadt zur Verfügung steht, löst die 20 Jahre alte Universelle Haushaltsbuchführung auf Unix (UHU) ab. Ernst Menner, Koordinator des Projekts, stand uns für Fragen rund um das Vorhaben, zur Verfügung.

Computerwoche: Was hat Sie bewogen, von Ihrem alten System UHU auf SAP ERP umzusteigen?

Löst bei der Stadt Wien das Altsystem UHU ab und steigt auf SAP ERP um: Ernst Menner, Projektleiter.
Löst bei der Stadt Wien das Altsystem UHU ab und steigt auf SAP ERP um: Ernst Menner, Projektleiter.
Löst bei der Stadt Wien das Altsystem UHU ab und steigt auf SAP ERP um: Ernst Menner, Projektleiter.

Ernst Menner (Stadt Wien): Nach über 20 Jahren Einsatz ist unser altes System einfach an seine Grenzen gestoßen. Die Anforderungen in der öffentlichen Verwaltung sowie die Anpassung an die immer rascher aufeinander folgenden gesetzlichen Änderungen konnten wir über Eigenentwicklungen nicht mehr wirtschaftlich vertretbar bewältigen. Zudem beschränkte sich das alte System auf die Kernbereiche des Rechnungswesens.

Wir hatten also wenig Möglichkeiten, Fachdienststellen einzubinden; zudem standen uns nur Grundfunktionalitäten im Bereich der Kostenrechnung zur Verfügung. SAP bietet uns nun die Integration aller Prozesse ins Rechnungswesen - vom Stadtgartenamt über die Gebäude- und Liegenschaftsverwaltung bis hin zur Gesundheitsverwaltung.

Dabei bieten die bereichsübergreifenden Auswertungsmöglichkeiten einen spürbaren Mehrwert. Der Aufbau einer umfassenden Kosten- und Leistungsrechnung war nicht zuletzt auf Grund der enormen Datenmenge nur mit SAP abdeckbar. Besonders stolz sind wir auf die Tatsache, den SAP-Standard zu verwenden. Es waren vergleichsweise wenig Modifikationen erforderlich, um SAP an unsere Anforderungen anzupassen.

SAP steht für Integration

Computerwoche: Was sind die größten Vorteile des neuen Systems?

Menner: Die größte Stärke von SAP ERP ist eindeutig die Integration. Die Darstellung des gesamten Prozesses in einem System gibt uns die Möglichkeit der vollen elektronischen Unterstützung ohne Systembruch, und zwar von der Leistungserbringung oder -inanspruchnahme bis zum dazugehörigen Beleg. Menschliche Fehler bei der Nacherfassung von Daten sind damit ausgeschlossen.

Das Einbinden der Fachdienststelle hat die Kommunikation verbessert und das Verständnis für angrenzende Bereiche gesteigert. Auf diese Weise ist es ein gemeinsames System geworden. Aber auch die umfassenden Auswertungs- und Analysemöglichkeiten bieten jederzeit einen raschen, bereichsübergreifenden Überblick über den Stand der Prozesse und Projekte sowie deren Kosten, um Optimierungen vornehmen zu können.

In den innovativen Dienststellen funktionieren sehr viele Prozesse schon voll elektronisch. Andere, weniger innovative Abteilungen, halten bisher an der traditionellen Prozessabwicklung fest. Hier haben wir noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich bin jedoch sicher, dass uns die Anwender dabei unterstützen. Mundpropaganda ist schließlich die beste Werbung.

Computerwoche: Wie sehen Ihre Planungen für die Zukunft aus: Haben Sie weitere Neuerungen im Visier?

Menner: Konkret planen wir, die Behandlung der Eingangsrechnungen weiter zu automatisieren. Rechnungen, die mit der Bestellung hundertprozentig übereinstimmen, werden dann noch schneller erledigt.

Außerdem haben wir vor, einen sehr großen Bereich der Einnahmenseite zu implementieren. Zurzeit ist der Berechnungs- und Vorschreibungsteil der Steuern und Abgaben vorgelagert. Diesen Prozess unterziehen wir einem Re-Design und werden ihn später nach Möglichkeit direkt in SAP abwickeln.

Ein weiteres Thema ist die Wartung und Verteilung der Geschäftspartnerdaten. Auch da werden wir das neue System nutzen und die bisherige Lösung ersetzen. Beides ist aber auch eine Kostenfrage. Davon abhängig ist die Umsetzungsgeschwindigkeit.

Zu erwähnen wäre auch das Berichtswesen, wo noch Defizite in der Anwenderfreundlichkeit bestehen. Hier sind wir auf der Suche nach einem einfachen und überschaubaren Auswertungswerkzeug für unterschiedliche Datenquellen.

SAP Agenda SAP Agenda
Das elektronische Trendmagazins der SAP in Zusammenarbeit mit der Computerwoche

Ausgabe 4: Security

Die zunehmende Vielfalt mobiler Endgeräte und die Verlagerung von Daten und Anwendungen in die Cloud stellen neue Herausforderungen an die Absicherung der Unternehmensdaten. Erfahren Sie, wie man diese Herausforderungen beherrschbar machen kann.
Ausgabe 3: Cloud Computing
Erfahren Sie, was Unternehmen beacten müssen, wenn sie ihre ERP- und CRM-Anwendungen in die Cloud uslagern wollen.
Ausgabe 2: Mobile Lösungen
Erfahren Sie, wie SAP und die Simba Dickie Group mobile Anwendungen einsetzen und lernen Sie die aktuellen SAP-Apps kennen.
Ausgabe 1: In-Memory
Mithilfe neuer In-Memory-Anwendungen will SAP eine Ära der Echtzeitanalysen einläuten. Erfahren Sie mehr zu der Technologie.
SAP Events
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    08.02.2012, Webseminar
    Duet Enterprise ist eine neuentwickelte Lösung, die die Integration von SAP Lösungen mit Sharepoint 2010 und Office 2010 ermöglicht.
  • Hamburger IT Strategietage
    09.02.2012 - 10.02.2012, Hotel Grand Elysee Hamburg
    Am 9. und 10. Februar 2012 treffen sich im Hotel Grand Elysée CIOs und IT-Entscheider zu den Hamburger IT-Strategietagen 2012.
  • Duet Enterprise Roadshow - SAP und Microsoft – eine Dual Vendor Strategy an konkreten Beispielen
    15.02.2012, München
    Wie lassen sich Ihre SAP-Anwendungen mit Microsoft-Produkten perfekt verbinden? Erfahren Sie und lernen Sie auf den FORUM-Veranstaltungen des IT Business Network von unseren Referenten, SAP- und Microsoft-Experten, wie Sie die Schnittstellen optimal nutzen können.
  • Mobile IT Konferenz
    22.02.2012 - 23.02.2012, Hotel Crowne Plaza Wiesbaden, Wiesbaden, Deutschland
    Die Mobile IT Konferenz bietet mit Vorträgen verschiedener Experten aus Theorie und Praxis interessante Einblicke in das Thema IT-Integration und Management von Smartphones, Tablets & Co. im Unternehmen.
  • DSAG Technologietage
    22.02.2012 - 23.02.2012, Nürnberg, Convention Center (NCC Eingang Ost)
    Die DSAG-Technologietage am 22. und 23. Februar 2012 im NürnbergCovention Center stehen unter dem Motto „Motor Technologie – In-Memory und Mobile auf dem Prüfstand“.