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IT-Strategie

CIO-Agenda 2009

Flexibilität um jeden Preis verursacht Folgekosten

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von Karin Quack (COMPUTERWOCHE-Redakteurin)

Manchmal reicht der Schein

Doch letztlich habe die IT - auch wenn es um ihr Image gehe - die "Kollateralschäden" der Scheinagilität zu bedenken, forderte der Bayer-CIO. Diese Aufgabe lasse sich nicht auf die Geschäftsbereiche abwälzen - "nach dem Motto: Die Fachabteilungen haben es doch so gewollt; wir sollten schnell liefern, und die Konsequenzen sind nicht unsere Sache".

Andreas Resch warnte vor Nebengeräuschen und Kollateralschäden der Scheinagilität.
Andreas Resch warnte vor Nebengeräuschen und Kollateralschäden der Scheinagilität.
Andreas Resch warnte vor Nebengeräuschen und Kollateralschäden der Scheinagilität.
Foto: Jo Wendler

Damit fand Resch breite Zustimmung: "Wir müssen die Verantwortung für die langfristigen Auswirkungen unserer Produktauswahl übernehmen", pflichte Popp ihm bei. "Wenn wir also Nebelbomben werfen, sprich: Scheinagilität aus Gründen der Imagepflege betreiben, müssen wir aufpassen, was wir damit anrichten." Wer die Folgen nicht abschätzen könne, sollte lieber riskieren, als Bremser dazustehen, "denn die Strafe für ein unreifes, halbherzig eingeführtes Produkt ist hart". Die Kunst sei also, die "richtigen" Quick Wins herauszufiltern: "Wir brauchen kurzfristige Nutzeneffekte mit Technologien, die keine Altlasten erzeugen."

Gründe und Folgen der Scheinagilität

  • Die Technikverliebtheit der IT-Experten artet bisweilen in hektische Betriebsamkeit aus.

  • Die IT-Industrie suggeriert, dass mit einem neuen Release alles viel schneller, einfacher und flexibler werde.

  • Das Business drängt auf kurzfristige Lösungen - notfalls quick and dirty.

  • Wenn der CIO seine Bedenken äußert, steht er als Fortschrittsverweigerer da.

  • Doch nicht zu Ende gedachte Entscheidungen verursachen Nebengeräusche und Folgeaufwände.

  • So mündet kurzfristige Agilität bisweilen in langfristige Erstarrung.

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