CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
IT-Strategie

IT als Business Enabler

Vom Manufakturmodell zur industrialisierten IT

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Andreas Dietrich (CIO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB))

Business-IT-Alignment in der Praxis

Dass sich die IT nicht nur auf dem Papier am Geschäft ausrichtet, zeigt sich vor allem darin, welche Projekte umgesetzt werden. Wie die COMPUTERWOCHE berichtete, baut die SBB IT beispielsweise im Auftrag von Railteam das erste gesamteuropäische Bahnreservationssystem. In Anlehnung an die "Star Alliance" der Fluggesellschaften sollen auch die Kunden unterschiedlicher Bahngesellschaften demnächst von einheitlichen Qualitäts- und Servicestandards sowie von günstigen Preisen profitieren.

Das Business muss bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung in die IT-Projekte eingebunden werden. Um das zu ermöglichen, hat die SBB IT eine eindeutige und einheitliche Schnittstelle für die Lieferung von ICT-Leistungen geschaffen. Ein aktuelles Beispielprojekt, bei dem IT und Business Hand in Hand zusammenarbeiteten, ist der mobile Routenplaner für den öffenlichen Verkehr. Der "SBB NaviGo" erlaubt es, beliebig viele Fahrpläne direkt auf dem Mobiltelefon zu erstellen und zu speichern. Dazu bietet er Echtzeitinformation, adressgenaue Fusswegbeschreibungen und Kartenunterstützung.

Qualitäts- und Architektur-Management

Der Erfolg von IT-Entwicklungen ist vor allem dann nachhaltig, wenn die Endbenutzer einbezogen und die Anwendungen mittels vieler Feldtests auf Herz und Nieren geprüft werden. So lässt sich bereits im Rahmen der Entwicklung klären, ob die Anwendung einen realen Nutzen bietet, für den der Kunde auch zu zahlen bereit ist.

Analog zu einem industriellen Produktionsbetrieb braucht auch die Informatik ein professionelles Qualitäts-Management. Und dazu gehört die Möglichkeit, Produkte schon vor ihrer Auslieferung auf die Tauglichkeit für den realen Einsatz zu prüfen.

EAM ist für Andreas Dietrich, CIO der SBB, der Grundstein für eine industrialisiert IT.
EAM ist für Andreas Dietrich, CIO der SBB, der Grundstein für eine industrialisiert IT.
EAM ist für Andreas Dietrich, CIO der SBB, der Grundstein für eine industrialisiert IT.
Foto: Jo Wendler

Im Gegensatz zu den meisten industriellen Erzeugnissen hängen IT-Produkte und -Leistungen stark voneinander ab und interagieren miteinander. Deshalb ist auch ein Enterprise-Architecture-Management (EAM) notwendig. Dessen Aufbau dauert allerdings länger. Die SBB IT hat bereits Schritte in diese Richtung unternommen. Dazu gehören die Bereinigung und Vereinheitlichung von Plattformen und Datenbanken, die Konsolidierung der SAP-Anwendungen, die Harmonisierung der verschiedenen SAP-Plattformen und die Umsetzung einer Data-Warehouse-Strategie (mit SAP und Business Objects), ferner das Identity- und Access-Management (IAM) zur Steuerung aller Benutzer- und Zugriffsrechte im Konzern sowie Initiativen zur verbesserten Architektursteuerung. Unnötige Heterogenität lässt sich durch architektonische Vorgaben (Prinzipien, Richtlinien) vermeiden. Das ermöglicht ein effizienteres Know-how-Management und die Nutzung von Skaleneffekten. Außerdem verringert es die Komplexität. (Sie auch: "Innovationen fahren auf der EAM-Schiene".)

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

IT-STRATEGIE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Die 10 wichtigsten IT-Trends für 2012 (Foto: A. Dudy/Fotolia.de) Die 10 wichtigsten IT-Trends für 2012 Gartner hat sich festgelegt: Zehn Techniken und Trends wie Analytics, Big Data und Cloud werden das IT-Jahr prägen.
weiter
Bilanz von Twitter und Facebook mau (Foto: Dirceu Veiga, Fasticon & Sgursozlu, Fotolia) Bilanz von Twitter und Facebook mau Ihr Auftritt im Web 2.0 ist ein Misserfolg oder lohnt nicht: Unternehmen haben laut BVDW-Studie bisher kaum von Social Media profitiert.
weiter
Bio-Break, Briefing, No-Brainer (Foto: Fotolia.com / Ioannis Kounadeas) Bio-Break, Briefing, No-Brainer "Chef, können Sie bitte Deutsch reden?" Wir übersetzen Ihnen die verschlüsselte Sprache aus der modernen Berufswelt.
weiter
Wir wollen investieren, aber uns fehlen gute Leute (Foto: Joachim Wendler) Wir wollen investieren, aber uns fehlen gute Leute Sie entwickeln in Ihrem Unternehmen sehr viel Software selbst. Welche Auswirkungen hat das auf den IT-Betrieb?
weiter
10 Tipps für erfolgreiche IT-Projekte (Foto: Maksim Smeljov, Fotolia.de) 10 Tipps für erfolgreiche IT-Projekte Was zeichnet erfolgreiche IT-Projekte aus? Welche Regeln haben sich im Projektmanagement bewährt? Lesen Sie die Praxis-Tipps der Profis.
weiter
MEHR ZUM THEMA IT-STRATEGIE
  • Whitepaper
  • Top geklickt
  • CW Selfcheck
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps