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IT-Services

Outsourcing on Demand

Die Mär von variablen Kosten

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von Gerrit-Leonhard  Stein (Associate Director bei der Helbling Management Consulting GmbH in Eschborn mit den Themenschwerpunkten IT- Management, Organisation, Governance, Sourcing und Risiko-Management. )
Bedarfsgerechte Outsourcing-Dienste stoßen an ihre Grenzen, wenn der Kunde weniger Leistungen abnehmen möchte.
Quelle: Ch. Mayr/Fotolia
Quelle: Ch. Mayr/Fotolia
Quelle: Ch. Mayr/Fotolia
Foto: Ch. Mayr/Fotolia

IT-Manager stehen unter enormem Kostendruck. Einsparungen ohne Eingriffe in die Systeme, Anwendungen und Services sind kaum möglich. Werden Leistungen zurückgefahren und Infrastruktur abgebaut, wächst das Risiko, dass die IT bei anziehendem Auftragseingang nicht schnell genug reagieren kann.

Was die Anbieter versprechen ….

Dieses Dilemma der Anwender haben viele IT-Service-Provider erkannt. Sie bieten ihre IT-Dienstleistungen unter dem Stichwort "Variabilisierung der IT-Kosten" oder "Service on Demand" an. Damit, so das Versprechen, können Kunden IT-Leistung nach aktuellem Bedarf beziehen. Sie bezahlen nur für die tatsächlich abgenommenen Services und Volumina, gleichgültig, ob die Nachfrage sinkt oder steigt oder ob die Kunden lediglich Lastspitzen abdecken wollen. Die Anwender sparen sich in diesem Modell IT-Investitionen und Fixkosten. Die Anbieter bieten ihnen sozusagen Flexibilität ohne Risiko.

Aber wie sieht die Praxis aus? Können die Anbieter die Leistungen tatsächlich flexibel liefern? Wo sind die Grenzen dieser Angebote?

… und was sie halten

In der Regel ist die Variabilisierung kein Problem, wenn Kunden mehr abnehmen wollen. Dann aktiviert der Anbieter einfach die schlummernden Ressourcen oder bestellt zusätzliche Server, Speicherkapazität und Lizenzen bei seinem Lieferanten.

Anders verhält es sich jedoch, wenn die Leistungen reduziert werden sollen. Hier ist der Provider nur flexibel, wenn er selbst über die frei werdenden Ressourcen verfügen kann, also das Nutzungsrecht in seinen Händen liegt. Die Stellfläche im Data Center, den Storage-Pool, die Server-Farm sowie die eigenen Personalleistungen - all das kann er beim Kunden herunterfahren, sobald die Kapazitäten nicht mehr benötigt werden. Ob sich sein Geschäft trotzdem rechnet, ist allein eine Frage seiner Kalkulation. Selbst bei Komponenten und Personal, die der Provider von Drittanbietern bezieht, ist ein variabler Einsatz möglich, wenn im Vorfeld die Verträge entsprechend gestaltet wurden. Dann kann der Kunde den nicht mehr erforderlichen Server oder den frei gewordenen Speicherplatz einfach abbestellen.

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