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IT-Services

IT-Services in Krisenzeiten

Ein Insourcing ist selten die Lösung

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von Christian Schauß (Partner der Intargia Managementberatung GmbH in Dreieich) und Eberhard Schott (Professor an der Hochschule Aschaffenburg)
Vor allem das Zurückholen zuvor ausgelagerter Bereiche ist mit Risiken und oft hohen Kosten verbunden.

Die Wirtschaftskrise fordert IT-Bereiche in vielfältiger Weise. Hoher Druck auf den IT-Budgets, gestoppte oder ganz gestrichene Projekte und teilweise kräftig einbrechende Nachfrage kennzeichnen den Handlungsrahmen. Restrukturierung und Schrumpfung verändern Unternehmen in bisher nicht bekannter Geschwindigkeit. Gleichzeitig reduzieren viele große Unternehmen den Einsatz externer Mitarbeiter systematisch.

Vor diesem Hintergrund denken einige Unternehmen verstärkt über Insourcing nach. Angesichts der sinkenden Auslastung der internen IT-Stammbelegschaft liegt es nahe, sich etwa von freien Beratern oder Web-Agenturen zu trennen und ihre Aufgaben auf die eigenen Mitarbeiter zu übertragen. Auch die Backsourcing-Variante, also das Zurückholen zuvor ausgelagerter Bereiche, erscheint angesichts der mit einem Outsourcing verbundenen Risiken - wirtschaftliche Schwierigkeiten oder gar die Insolvenz des Providers - in der Krise attraktiv.

Wunsch nach Kontrolle nimmt zu

Hinzu kommt ein weiterer, weniger rationaler Grund: In Zeiten der Instabilität nimmt der Impuls zu, eine möglichst weitgehende Kontrolle über wichtige Ressourcen zu haben (siehe auch "Acht Tipps, wie Sie Abhängigkeiten vermeiden"). Der Ausbau der internen Wertschöpfung nährt zumindest die Illusion, dass weniger Geld aus dem Unternehmen fließt. Ferner gilt Flexibilität zwar grundsätzlich als wichtiges Outsourcing-Argument, ist aber durch das Geschäftsmodell des IT-Dienstleisters begrenzt. So basiert die Flexibilität in vielen Auslagerungsverträgen auf der Annahme, dass die Nachfrage nach den Services des Anbieters steigt. Geht sie jedoch zurück, kann der Provider nicht einfach die IT-Stückkosten konstant halten. Er muss auf den mit dem Auftraggeber vereinbarten Abnahmeverpflichtungen (Baselines) bestehen, um nicht in die Verlustzone zu geraten.

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