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Offshoring

Die merkwürdigen Ideen der Deutschen

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von Sudarshan Bhide (Geschäftführer der Acellere GmbH.)und Dr. Andreas Kotulla (Geschäftsführer der Acellere GmbH. )
Wie erlebt ein indischer Progammierer Offshoring-Projekte mit deutschen Anwendern? Ein fiktives Fallbeispiel klärt auf.
Taj Mahal Quelle: Fotolia, Labelverde
Taj Mahal Quelle: Fotolia, Labelverde
Taj Mahal Quelle: Fotolia, Labelverde
Foto: Fotolia, Labelverde

Mumbai, Nariman Point, im Mai 2010. Die Stadt hat die vierthöchsten Gewerbeimmobilienpreise der Welt. Es ist kurz vor 24 Uhr. John sitzt im 20. Stockwerk eines der modernen Bürogebäude. Draußen hat es seit Wochen über 42 Grad Celsius, doch das spürt er im Luftzug der Klimaanlage kaum. Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Monsun, das Klima ist schwül und drückend. Die Klimaanlage kühlt so kräftig, dass sich ein Durchschnittseuropäer erkälten würde, doch die Inder mögen es so.

Glücklicherweise reißt der frische Luftstrom dank einer eigenen Energieversorgung kaum ab. In diesem Stadtviertel muss kaum jemand auf Strom verzichten - im Gegensatz zu vielen Orten anderswo in Indien. Bis zur Auslieferung der Software, die John programmiert, sind es nur noch wenige Stunden. Schon seit zwei Wochen arbeitet John jeden Abend bis spät in die Nacht.

John hat am IITB (Indian Institute of Technology Bombay) Informatik studiert und als einer der Besten seines Jahrgangs ein Stipendienjahr in den USA verbracht. Dort wurde er nach seinem Abschluss sofort von einer Technologiefirma in Boston eingestellt. Sein Spezialgebiet waren Geschäftsprozesse, bis er vor fünf Jahren den Schritt zurück in die Heimat wagte. Aber momentan ist er nicht in bester Stimmung, weil er seine Aufgabe nicht entsprechend den üblichen Standards erledigen kann.

John arbeitet für Kiri Technologies Limited, einen jener indischen Aufsteiger der IT-Dienstleistungsbranche, die in wenigen Jahren von einer Garagenfirma zu einem Unternehmen mit knapp 1000 Mitarbeitern gewachsen sind. Sein richtiger Name ist Ajatashatru Kumar Gupta. Seit er jedoch zuerst für amerikanische, und jetzt hauptsächlich für Firmen in Europa Software entwirft, häuften sich die Probleme: Seine Kunden konnten seinen Namen nicht verstehen und schon gar nicht aussprechen. So hat er sich einen kurzen und im westlichen Sprachgebrauch leicht zu merkenden und einfach auszusprechenden Zweitnamen zugelegt: John Gupta - Senior Development Architect.

(1 Beitrag), 
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InfoTainment
Gut geschrieben. Das sollte man mal diesen einsparsüchtigen Managern - "sparen egal wie, auf Teufel komm raus, um jeden Preis" - zu Bedenken geben. Das, was anfänglich VIELLEICHT eingespart wird, wird dann nämlich um ein Vielfaches verbraten, vom Ärger und Produktionsausfällen ganz zu schweigen. Outsourcing und offshoring gehören auf den Müll, dafür gibt es nun mittlerweile genug Belege. Wann endlich wird das begriffen? Stellt Leute LOKAL ein, zahlt ihnen ein anständiges Gehalt und gebt ihnen eine Perspektive, dann sollt ihr mal sehen, wie der Laden flutscht. zum Beitrag


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