Als Telekom-Chef René Obermann mit McKinsey-Managerin Claudia Nemat und Marion Schick, ehemals Bildungsministerin in Baden-Württemberg, gleich zwei Frauen in den Vorstand berief, war das Medienecho groß. Schließlich sind bislang kaum Frauen in die elitären Vorstandsriegen von Dax-30-Unternehmen vorgestoßen: SAP-Arbeitsdirektorin Dammann gab nur ein kurzes Gastspiel, Siemens-Vorstandsfrau Barbara Kux und Eon-Verstandsfrau Regine Stachelhaus behaupten sich schon etwas länger in den Top-Etagen der deutschen Wirtschaft.
Auch jenseits der Dax-Konzerne finden sich nur selten Frauen in den obersten Führungsriegen der Unternehmen. IT-Firmen bilden da keine Ausnahme. Doch das Blatt beginnt sich zu wenden: Kürzlich stieg Martina Koederitz zur Chefin von IBM Deutschland auf. Mit über 21.000 Mitarbeiter gehört der IT-Hersteller auch zu den größten IT-Firmen hierzulande. Darüber hinaus gibt es
IT-Unternehmen mit sechs Frauen in der Geschäftsführung;
Frauen, die IT-Firmen erfolgreich gegründet haben;
Frauen, die sich als CIOs in Anwenderunternehmen behaupten;
oder Frauen, die sich in männerdominierten IT-Verbänden und Gewerkschaften durchsetzen.