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Eine Würdigung

Bill Gates: Ich bin dann mal weg

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von Jan-Bernd Meyer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)

1999 benennen Gates und seine Frau Melinda die William-H.-Gates-Stiftung um in Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Sie wird zur mit weitem Abstand kapitalträchtigsten privaten Geldgeberorganisation, insbesondere nachdem Gates-Freund Warren Buffett 2006 ankündigt, etwa 30 Milliarden Dollar an die Gates-Stiftung zu überweisen.

Melinda und Bill Gates bei einer Ehrung in London.
Melinda und Bill Gates bei einer Ehrung in London.
Melinda und Bill Gates bei einer Ehrung in London.

Am 13. Januar 2000 tritt Gates als CEO von Microsoft ab und übergibt das Zepter an Jugendfreund Steve Ballmer. Gates selbst nennt sich ab sofort Chef-Softwarearchitekt. Damit kehrt er im Prinzip zu seinen Ursprüngen aus den 70er Jahren zurück.

Microsoft-Drama

Dramatisch wird es für Microsoft im Juni 2000. Der US-Distriktrichter Thomas Penfield Jackson möchte Microsoft in zwei Teile aufsplitten. Ein Unternehmen soll die Betriebssysteme entwickeln und vermarkten, ein zweiter Betrieb die Anwendungen. Eine komplette Branche ist wie elektrisiert. Microsoft bemüht eine Armada von Juristen und Lobbyisten in Washington, um das drohende Ende dessen, was das Unternehmen im Kern ausmacht, zu verhindern. Mit Erfolg. Ein Jahr später, am 28. Juni 2001, wischt ein US-Berufungsgericht die Entscheidung Jacksons vom Tisch.

2001 kommt Windows XP auf den Markt. Außerdem steigt Microsoft mit der "Xbox" in das Geschäft mit Spielekonsolen ein. Aber die Zeiten haben sich geändert. Der Konzern kann nicht mehr nach Belieben einen Markt aufrollen. Bis heute ist die Geschäfts-Division von Microsoft, die sich mit Unterhaltungsprodukten befasst, defizitär. Andere wie Sony spielen die erste Geige.

Noch eine Ehre für Gates im Jahr 2002: Bei einer Umfrage unter Teenagern in Hongkong und China kommt heraus, dass die asiatischen Youngster Gates als Idol favorisieren vor niemand Geringerem als Mao Zedong. Wenn das kein Sieg über den Klassenfeind ist.

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