CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Schließen
Dock ein-/ausblenden
Compliance & Recht

Itil V3

ISO 20000 ist schon die halbe Itil-V3-Miete

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken
von Klaus Dettmer (Produkt-Manager bei iET Solutions) und Gerry Wallner (Mitglied der Geschäftsleitung bei der Beck et al. Services GmbH.)
Wer sich mit der Itil-verwandten ISO/IEC-Norm beschäftigt, hat die Voraussetzungen für V3 zum Großteil bereits erfüllt.

Never change a running system. Gemäß dieser Devise schrecken viele Unternehmen, die ihre IT bereits an Itil (IT Infrastucture Library) ausgerichtet haben, vor der Auseinandersetzung mit der aktuellen Version 3 zurück (siehe auch den CW-TV-Beitrag "Unter Ballast-Verdacht"). Welchen Nutzen die neue Version hat, wird jedoch deutlicher, wenn sich das Unternehmen zusätzlich mit ISO 20000 beschäftigt. Dieser international anerkannte Standard wurde geschaffen, um einen objektiven Nachweis für die Implementierung eines IT-Service-Managements erbringen zu können. Er erleichtert die Ausrichtung an Itil V3 und macht zugleich deutlich, für welche Unternehmen sie überhaupt sinnvoll ist.

Als Richtlinie für strukturiertes und systematisches IT-Service-Management stand Itil in den vergangenen Jahren bei vielen Unternehmen ganz oben auf der To-do-Liste. Das bestätigt auch eine Studie, die das ITSM Institute 2007 in Zusammenarbeit mit Serview und iET Solutions erarbeitet hat. Demnach würden 99 Prozent der Unternehmen, die ihre IT an Itil (V1 oder V2) ausgerichtet haben, den Quasi-Standard jederzeit wieder zur Grundlage für ihre IT-Prozesse machen.

Der V3-Nutzen ist vielen nicht transparent

Hingegen betrachten viele Unternehmen die jüngste Itil-Version (V3) zurückhaltend. Der Nutzen der Änderungen ist für viele nicht transparent. Im Wesentlichen liegen die Neuerungen in der Ausrichtung am Service-Lifecycle sowie in einer höheren Gewichtung der kontinuierlichen Prozessoptimierung.

Zudem zielt Itil V3 auf eine bessere Integration in Standards wie ISO/IEC 20000, Six Sigma (siehe auch: "Wie Qimonda mit Six Sigma die IT industrialisiert"), CMMI (siehe auch: "Integration von CMMI und Itil") sowie Cobit. Wer sich mit Itil V3 beschäftigt, kommt inhaltlich also auch mit ISO 20000 in Berührung. Umgekehrt ist die Itil-V3-Implementierung eine gute Ausgangslage für eine ISO-20000-Zertifizierung.

Hier lesen Sie

  • welche Beziehung zwischen Itil V 3 und der ISO-Norm 20000 besteht;

  • was die Norm von der Best-Practices-Sammlung unterscheidet;

  • warum sich Unternehmen mit ISO 20000 beschäftigen sollten;

  • für welche Unternehmen das notwendig beziehungsweise sinnvoll ist.

Die Integration in ISO 20000 macht Itil nicht nur für IT-Abteilungen, sondern auch für Marketing und Vertrieb interessant: IT-Dienstleister haben die ISO-20000-Zertifizierung bereits als wichtiges Instrument zur Kundenbindung und -gewinnung erkannt, denn sie gilt als Nachweis für die Implementierung von IT-Service-Management-Prozessen, während eine Zertifizierung nach Itil V3 für Unternehmen nicht möglich ist (siehe auch "Der Flughafen München hat seine Servicequalität normiert").

(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

COMPLIANCE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Traumjob Berater? Von wegen ... (Foto: Jan Schuler/Fotolia) Traumjob Berater? Von wegen ... Sie wollen als Berater Ihr Geld verdienen? Dann sollten Sie sich schleunigst von den gängigen Klischees verabschieden.
weiter
Führungskraft werden - Führungskraft bleiben (Foto: Tyler Boyes - Fotolia.com) Führungskraft werden - Führungskraft bleiben Wie Sie zum Start Ihrer Karriere als Vorgesetzter vorgehen sollten und welche Fehler zu vermeiden sind, sagt Stefan Bald.
weiter
Über 40? Kein Problem im Beruf (Foto: Fotolia, U. Kroener) Über 40? Kein Problem im Beruf Wie Sie es schaffen, auch als Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit den ersten grauen Haaren anerkannt und akzeptiert zu sein, sagt Barbara Kettl-Römer.
weiter
Warum am Arbeitsplatz der Burn-out lauert (Foto: Fotolia, Gudellaphoto) Warum am Arbeitsplatz der Burn-out lauert Wenn im Betrieb Mitarbeiter "ausbrennen", sind die Führungskräfte gefragt. Sie sind zwar keine Therapeuten, können aber trotzdem helfen.
weiter
Präsentieren ist mehr als Powerpoint (Foto: Y. Arcurs/Fotolia.com) Präsentieren ist mehr als Powerpoint Warum bei Vorträgen nicht die Technik im Vordergrund stehen darf, sondern der Mensch die erwünschte Wirkung erzielt, erklärt Anita Hermann-Ruess.
weiter
MEHR ZUM THEMA COMPLIANCE & RECHT
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke
Mobile & Apps