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Cloud Computing

Cloud Computing

IT auf dem Weg in die Wolke

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von Martin Bayer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
Unter dem Stichwort "Cloud Computing" wollen die Anbieter das Utility-Modell wiederbeleben. Doch Konzepte, wonach der Kunde seine IT-Arbeitsumgebung wie Strom bezieht, bleiben noch die Ausnahme.

"Die IT-Abteilung wird wohl kaum überleben" und "Der größte Teil der Business-IT wird in die Weiten des Internets abwandern" – mit diesen Thesen hat Nicholas Carr die weltweite IT-Szene Anfang des Jahres in Aufruhr versetzt. Die IT-Versorgung werde über kurz oder lang auf ein Utility-Modell umschwenken, prognostiziert der Visionär. Carr vergleicht die Entwicklung gerne mit der Elektrizitätsversorgung. Hätten Betriebe in den Anfangszeiten noch eigene Generatoren betrieben, sei diese Aufgabe in der Folge mehr und mehr zentralen Stromerzeugern und -versorgern zugefallen.

Laut den Prognosen des IT-Visionärs Nicholas Carr werden IT-Ressourcen in Zukunft nur mehr online zur Verfügung gestellt werden.
Laut den Prognosen des IT-Visionärs Nicholas Carr werden IT-Ressourcen in Zukunft nur mehr online zur Verfügung gestellt werden.
Laut den Prognosen des IT-Visionärs Nicholas Carr werden IT-Ressourcen in Zukunft nur mehr online zur Verfügung gestellt werden.

Dieser Vergleich hinkt, monieren Kritiker. Die Business-IT stelle viel kompliziertere Anforderungen als eine Stromversorgung. Zudem werde das Gros der Unternehmen davor zurückschrecken, mit der IT den eigenen Lebensnerv aus der Hand zu geben. Vielfach fehle schlichtweg das Vertrauen zu den Dienstleistern. Es sei daher zweifelhaft, ob die von Carr vorhergesagte Transformation in diesem Umfang eintreten werde.

Carr räumt ein, dass die IT-Provider derzeit noch nicht in der Lage seien, entsprechende Utility-Services anzubieten. Dazu müssten sie sicherer, verlässlicher und effizienter werden. Es sei jedoch nur eine Frage der Zeit, bis diese Hürde genommen sei.

Hersteller arbeiten an neuen Konzepten

Tatsächlich arbeiten viele IT-Größen unter Schlagworten wie "Cloud Computing" beziehungsweise "Utility Computing" an neuen Konzepten. Beispielsweise bietet Sun Microsystems seinen 2006 gestarteten Dienst "Network.com" mittlerweile in 25 Ländern an. Die Kunden erhalten über das Netz Zugriff auf die Rechenleistung eines Grid-basierenden Rechenzentrums. Der Anbieter verlangt dafür einen Dollar pro Prozessor und Stunde. Abgerechnet wird dabei nur nach tatsächlich verwendeten CPU-Zyklen. Das heißt, Gebühren sind nur dann fällig, wenn auch Daten verarbeitet wurden, versprechen die Verantwortlichen von Sun Microsystems.

Der Utility-Computing-Dienst soll kontinuierlich ausgebaut werden. Mussten die Kunden am Anfang ihre Applikationen für das Grid-Netz selbst mitbringen, gibt es mittlerweile einen Softwarekatalog, aus dem die Nutzer auswählen können. Derzeit können interessierte Kunden aus einem Katalog von über 40 Anwendungen das Passende aussuchen. Allerdings beschränken sich die feilgebotenen Programme zum überwiegenden Teil auf Speziallösungen aus dem Forschungs- und Entwicklungsumfeld wie beispielsweise 3D-Modellierung und -Rendering sowie biowissenschaftliche und mathematische Anwendungen. Grundsätzlich stehe die Plattform aber jedem interessierten Entwickler offen, versucht der Anbieter die Independent Software Vendors (ISVs) zu locken. Mit der Dienstleistung "Sun Network.com Connection" will man den Softwareentwicklern neue Geschäftsmodelle schmackhaft machen.

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