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Wireless

WLAN-Anbieter bereiten sich auf den kommenden 802.11n-Standard vor

13.10.2006 um 13:19 Uhr
Bluesocket und Trapeze haben ihre Migrationswege auf das schnelle Turbo-WLAN der Zukunft vorgestellt.

Im Consumer-Bereich bringen die meisten Hersteller in den nächsten Wochen "Pre 802.11n"-Produkte auf den Markt bringen und versprechen ihren Kunden nicht nur Transferraten von bis zu 300 Mbit/s, sondern auch eine Kompatiblität zum späteren Standard 802.11n. Die Produzenten von Enterprise-Geräten halten sich dagegen mit entsprechenden Modellen zurück. In ihren Augen macht es unter dem Aspekt der Investitionssicherheit keinen Sinn, heute bereits Produkte für einen Standard auf den Markt zu bringen, der wohl erst 2008 in seiner endgültigen Form vorliegt. Sie argumentieren damit, dass heute niemand garantieren könne, dass sich Pre-n-Geräte später wirklich per Upgrade auf den endgültigen Standard aufrüsten lassen.

Allerdings haben Hersteller wie Bluesocket oder Trapeze bereits Migrationsstrategien für Unternehmenskunden vorgestellt, um heutige WLAN-Infrastrukturen fit für den kommenden Standard zu machen. Die angepeilten Transferraten von bis zu 540 Mbit/s stellen nämlich für die WLAN-Switches, die häufig in Unternehmensnetzen eingesetzt werden, eine echte Herausforderung dar: Sind sie schnell genug, um diese Datenraten zu verarbeiten?

Bei Trapeze geht man das Problem im Rahmen der "Smart Mobile"-Strategie dadurch an, dass man wieder mehr Intelligenz in den Access Point verlagert. Dieser soll künftig wieder das Forwarding des Datenverkehrs übernehmen und so den WLAN-Controller respektive Switch entlasten. Auf das gleiche Verfahren setzt Trapeze auch in Sachen Voice over WLAN. Um die Latenzzeit möglichst gering zu halten, werden die Gespräche nach dem Verbindungsaufbau ebenfalls direkt weitergeleitet.

Einen anderen Migrationsweg in Richtung 802.11n hat Bluesocket eingeschlagen. Das Unternehmen hat mit dem "Access Point 1700" einen Funkknoten vorgestellt, der sich später mit einem Hardware-Modul auf 802.11n nachrüsten lässt. Zudem ist es eines der ersten Geräte, das die bereits im Consumer-Umfeld populäre MIMO-Technologie auch im Enterprise-Bereich nutzt. Damit sollen innerhalb von Gebäuden um bis zu 30 Prozent höhere Reichweiten erzielt werden. Erreicht wird dies unter anderem dadurch, dass statt der üblichen ein oder zwei Antennen insgesamt sechs verwendet werden. (hi)



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