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WWW-Erfinder appelliert an die Industrie

Berners-Lee warnt: Das mobile Internet muss offen bleiben

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Auf der Fachkonferenz Mobile Internet World in Boston hat sich unter anderem Sir Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web, für offene Standard im mobilen Internet ausgesprochen.

"Beim W3C haben wir uns auf Standards fokussiert, und es ist sehr wichtig, dass die mobilen Internet-Plattformen die gleichen Standards nutzen", appellierte Berners-Lee. "Wir haben schon ein paar Fehlstarts erlebt. Die Leute verstehen langsam, dass wenn man sich in einen Garten einmauert und niemanden von draußen hereinlässt, man am Ende herausfindet, dass die Blumen alle außerhalb dieses Gartens wachsen."

Seine Erfindung des Word Wide Web hätte niemals solchen Einfluss und Vebreitung finden können, so Berners-Lee weiter, wenn sie so angelegt gewesen wäre, dass sie nur auf einem bestimmten Gerät oder Betriebssystem gelaufen wäre.

"Es war entscheidend, dass man niemanden um Erlaubnis fragen musste, um eine neue Applikation ins Netz zu stellen. Hätte man das tun müssen, wäre das Internet nicht gewachsen und das Web, wie wir es heute kennen, hätte nicht stattgefunden", sagt der W3C-Mann. "Es ist sehr wichtig, dass es als offene Plattform entworfen wurde und nicht als etwas, das kontrollieren oder monetarisieren wollte, was darauf aufgesetzt wurde."

Damit sich das mobile Internet erfolgreich entwickle, müssten die Netzbetreiber zusammen mit den Herstellern von Anwendungen und Endgeräten die größere Chance realisieren, die sich ihnen biete, wenn sie ihre geschlossenen Netze, Handhelds und Programme fallen ließen und stattdessen auf offene Standards setzten.

"Bei diesem offenen Modell verdienen sie Geld, nicht weil sie ein besonders großes Stück vom Kuchen haben, sondern weil der Kuchen besonders groß ist", so Berners-Lee. "Wenn Sie auf offene Standards wetten und diese sich nicht durchsetzen, verlieren Sie nicht viel. Aber wenn Sie darauf setzen und sie heben ab - whoa." (tc)


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