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Kaufgespräche gescheitert

Facebook blitzt bei Twitter ab

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von Thomas Cloer
Facebook wollte den populären "Microblogging"-Dienst Twitter kaufen. Ein Deal kam allerdings nicht zustande, weil sich beide Seiten nicht handelseinig wurden.

Das berichtet Kara Swisher beim "Wall-Street-Journal"-Ableger "AllThingsD". Facebook soll demnach 500 Millionen Dollar in eigenen Aktien und später auch eine Cash-Komponente für Twitter (folgen Sie uns eigentlich schon?) geboten haben. Gescheitert seien die Gespräche, die zwischen beiden Firmen auf höchster Ebene geführt wurden, neben den Preisvorstellungen - sind Facebook-Aktien für 500 Millionen Dollar wirklich 500 Millionen Dollar wert? - an den üblichen Bedenken hinsichtlich Integration und Kosten.

Offensichtlich noch wichtiger, so Swisher weiter, sei allerdings das Gefühl der Twitter-Investoren und -Manager gewesen, das Start-up solle nach Wachstum vielleicht doch erst einmal für Umsatz sorgen (bislang gibt es nämlich noch keinen!), auch wenn ein Zusammengehen des am schnellsten wachsenden Social Networks mit dem am schnellsten wachsenden Microblogging-Dienst eigentlich auf der Hand liegen würde.

Twitter hat zurzeit rund sechs Millionen Nutzer und bislang etwa 20 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten - in der letzten Runde wurde es dadurch mit 98 Millionen Dollar bewertet. Zu den Geldgebern gehören Union Square Ventures, Charles River Ventures, Digital Garage, Spark Capital und Bezos Expeditions (des Amazon.com-Gründer Jeff Bezos). Dazu kommen noch prominente Einzelpersonen wie Marc Andreessen, der auch im Board von Facebook sitzt.

Chef von Twitter ist mittlerweile Evan Williams, der zuvor Pyra Labs (schuf den 2003 von Google übernommenen Dienst "Blogger") und die Audio- und Videosuche Odeo gegründet hatte. Er löste den Twitter-Entwickler Jack Dorsey ab. Wie Twitter Geld verdienen will, ist noch unklar. Angedacht sind/waren offenbar Gebühren für geschäftliche Nutzer sowie Werbung im Consumer-Dienst. Facebook hat, wie alle Social Networks, ebenfalls Probleme, seine enormen Besucherzahlen und Seitenabrufe in klingende Münze zu verwandeln.


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